ASP-Fund 12 km vor Grenze zu Deutschland

Nur 12 km von der deutsch-polnischen Grenze wurde gestern der Fund eines ASP- infizierten Wildschweines gemeldet. Am Montag soll es eine Sondersitzung in Brüssel geben.

Die Sorge vor der ASP-Einschleppung nach Deutschland wächst weiter. Im Lausitzer Forst südöstlich von Cottbus soll ein ASP- infiziertes Wildschwein nur 12 km von der deutschen Grenze auf polnischen Gebiet aufgefunden worden sein. Dies erfuhr top agrar in Brüssel gestern Abend aus gut unterrichteten Kreisen. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner habe daraufhin noch gestern Abend eine Brandmeldung an alle Länder-Agrarminister verschickt.

Nach Recherchen von top agrar werden die EU-Agrarminister am kommenden Montag bei ihrem Treffen in Brüssel das Thema ASP als Dringlichkeitspunkt auf die Agenda setzen.  

Italien: Schweinefleisch -Schmuggel aus China entdeckt

In Norditalien haben Ermittler der Finanzpolizei mit Unterstützung der Veterinär- und Lebensmittelämter insgesamt 9,4 t geschmuggeltes Schweinefleisch aus China sichergestellt und vernichtet.

Im norditalienischen Padua haben Behörden aus China geschmuggeltes Schweinefleisch beschlagnahmt. Wie die Zeitung ,, Corriere della Sera“ berichtete stellten Ermittler mit Unterstützung der Veterinär- und Lebensmittelämter insgesamt 9,4 t Schweinefleisch sicher, das wegen des Risikos der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sofort vernichtet wurde. Die Beamten seien auf die Schmuggelware gestoßen, nachdem sie einen Container aus Rotterdam unter die Lupe genommen hatten, der laut Deklaration pflanzliche Lebensmittel enthält. Dies habe aber nur der Tarnung gedient. Der illegale Import steht nach Ansicht der Ermittler in Zusammenhang mit dem chinesischen Neujahrsfest, das am vergangenen Samstag begangen wurde. Laut ,,Corriere della Sera“ war der verantwortliche Unternehmer ins Visier der Behörden geraten, nachdem er innerhalb kürzester Zeit zum führenden Lieferanten für die fernöstliche Gastronomie in der ganzen Region aufgestiegen war.

Die landwirtschaftlichen Verbände forderten die Regierung in Rom auf, zum Schutz vor der ASP die Präventionsmaßnahmen auszuweiten. Der regionale Ableger des Verbandes der größeren Betriebe (Confagricoltura) pochte auf eine Verringerung des hohen Wildschweinbestandes im Veneto. Der mitgliederstärkste Landwirtschaftsverband (Coldiretti) drängt auf die Einführung einer Herkunftskennzeichnung bei verarbeitetem Fleisch. Er verspricht sich davon nicht zuletzt erhebliche Vorteile für die heimischen Erzeuger.

Die jungen SVR-ler mit SAUGUT auf der Alpen Adria Messe

Von Freitag den 17. Jänner bis Sonntag den 19. Jänner fand die Alpen Adria Messe in Klagenfurt statt. An allen drei Tagen waren die jungen SVR-ler vor Ort und präsentierten am SAUGUT Stand die Schweineproduktion in Kärnten. Mit sehr viel Leidenschaft und Einsatz überzeugten sie sehr viele Messebesucher und Kollegen von ihrer Arbeit zu Hause , den kein Schwein ist auch keine Lösung! Die Wichtigkeit das zu Tun spürten sie, denn es geht um ihre Zukunft.

US-Schweinebestand wächst und wächst

In der US-Schweinebranche stehen unverändert alle Zeichen auf Wachstum. Parallel zur Produktion steigt auch der Export, vor allem nach Asien.

Während sich der deutsche Schweinebestand bei der Novemberzählung 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 % verringert hat, stocken die Farmer in den USA ihre Herden weiter auf. Wie das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) kurz vor Weihnachten bekanntgab, wurden zum Stichtag am 1. Dezember 2019 insgesamt 77,34 Mio. Schweine in den Vereinigten Staaten gehalten. Das waren 3 % mehr als zwölf Monate zuvor. Damit hat der US-Schweinebestand zu diesem Zähltermin das höchste Niveau seit 1943 erreicht. Seit dem PED- krankheitsbedingten Produktionseinbruch 2014 ist der Bestand innerhalb der vergangenen fünf Jahre um insgesamt 14,1 % gestiegen.

Die USDA-Experten gingen Mitte Dezember davon aus, dass die US-Schweinefleischerzeugung 2020 gegenüber dem Vorjahr um rund 447,000 t oder 3,6 % auf 13 Mio. t zulegen wird. Ein Großteil des zusätzlichen produzierten Fleisch dürfte laut Ministerium im Ausland abgesetzt werden. Der Export soll laut USDA- Prognose um 363.000 t bzw. 12,8 % auf 3,22 Mio. t steigen. Dabei haben die US-Schweinefleischanbieter vor allem China im Visier, wobei der kürzlich vereinbarte erste Teil eines bilateralen Handelsabkommen beider Staaten höhere Absatzmöglichkeiten in der Volksrepublik ermöglicht.     

Ein Brief zum Nachdenken ……

01.01.2020, 5,30 ZHR, minus 6 Grad. Ich bin im Stall, wie jeden 01. Jänner nach Silvester. Wie auch am heilig Abend, an Geburtstagen, Feiertagen, Wochenenden und an allen anderen Tagen im Jahr. Der Unterschied dieses Jahr : ich hab die Nase voll, es macht keinen Spaß mehr. Malträtiert von der Politik, schlechte Presse, Social Media Hate und Unverständnis der Bürger und Bürgerinnen. Allesamt Menschen die Jetzt im Bett liegen und schlafen. Nachdem die gestern Abend Raclette hatten oder Fondue mit üppig Käse, Fleisch im Überfluss und dazu noch Brot und Gemüse, Wein und Bier, Menschen die uns morgen wieder Steine in den Weg legen. Die ihn ihren Leben noch nicht einen einzigen Tag in einen Stall gearbeitet haben, nicht wissen was es bedeutet keinen Feierabend und keinen Urlaub zu haben, die nicht wissen wie es ist, mit Fieber und Magen- Darm Grippe zu arbeiten, und sich dennoch herausnehmen alles besser zu wissen und über uns bestimmen zu können. 

Die Auflagen werden immer strenger, immer mehr Papierkram immer Kosten- und Zeitintensiver. Auflagen der Schlachthöfe immer unbegreiflicher für immer weniger Ertrag. Nahrungsmittel die verramscht werden, Familienbetriebe die zerstört werden. Eine unbegreifliche Düngerverordnung. Nicht nachvollziehbare Auflagen bei der Bodenbearbeitung.

Um nur einige Punkte zu nennen. Viele der Landwirte haben sich den Beruf nicht ausgesucht. Sie haben den Betreib voller Stolz von den Eltern übernommen, nur um jetzt die Fussabstreifer der Nation zu sein. Wollten sich was aufbauen, ihre Familien davon ernähren, wollten den Betreib sicher durch die nächste Generation führen, nur um jetzt nicht mehr zu wissen, wie sie den nächsten Tag überstehen sollen, um am Ende ihrer Kräfte, am Rand der Belastungsgrenze zu existieren.

Subventionen ?  Will ich doch gar nicht. Das ist doch nur ein Druckmittel der Regierung. Das ist Erpressung. Tust Du genau was ich dir sage, bekommst Du Geld. Ich will eine funktionierende Marktwirtschaft, ohne angelogen zu werden. Mit ordentlichen Preisen in den Supermärkten. Nicht umsonst heißt es, an der Landwirtschaft verdient jeder, nur nicht der Landwirt. 

Schuld an gefühlt jeden Problem der Nation. Co2 ? Die Landwirte sind’s! Zuviel Nitrat? auch die Landwirte! Bienen- und Insektensterben ? Na wer wohl. Fast kein Wort über die Industrie, Auto, Tourismus, Kreuzfahrt- Containerschiffe, immer mehr Flugverkehr. Nein denn die haben eine zu große Lobby. Stattdessen auf die Landwirte , die könne sich nicht wehren. Ich streite keine Mitschuld ab, aber wenn mit den Finger auf uns gezeigt wird, wenn sich Landwirte das Leben nehmen und die Kinder in der Schule gemobbt werden, hört bei mir der Spaß auf. Und alle werden über einen Kamm geschert. Ist einer Tierquäler sind es alle, ist einer Umweltsünder, heißt es “ Die Landwirte…“ Ich hingegen weiß, dass es durchaus noch ein paar wenige Menschen gibt, die Verständnis dafür haben und dankbar sind. Auch ich habe mir den Beruf nicht ausgesucht, aber eines ist sicher.

Ich werde ihn nicht in die nächste Generation übergeben, sondern ich bin froh, wenn der Alptraum ein Ende hat. Dann können alle die ach so tolle irische Butter, argentinisches Rindfleisch und Holländischen Käse essen, ohne auch nur den Hauch einer Ahnung über die dortigen Zustände zu wissen. Und wenn der letzte Landwirt vernichtet ist, wird man merken, dass Gesetze keine Lebensmittel produzieren….      

Neue ASP- Fälle in Westpolen: Nur noch 21 km bis zur deutschen Grenze

Die polnischen Behörden haben dem deutschen Landwirtschaftsministerium acht weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest innerhalb der bestehenden Restriktionszone gemeldet. Zwei der viruspositiven Kadaver liegen 32 bzw. 21 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, teilte das Ministerium am Donnerstagnachmittag mit.

Neben den Bundesländern stehe das Agrarministerium auch seit langem mit den zuständigen polnischen Behörden in Kontakt. Am 13. Dezember fand ein deutsch-polnisches Treffen auf Ebene der Amtsveterinäre statt. Ziel des Austausches zwischen Polen und Deutschland ist es, ein Übereinkommen zur technischen Koordination der ASP-Prävention, Bekämpfung und Tilgung zu treffen.

Aufgrund der neuen Entwicklung in Westpolen hat das Friedrich-Loeffler- Institut für Tiergesundheit seine Risikobewertung zur ASP am 23.12.2019 aktualisiert. Seit November/Dezember 2019 bestehe im Grenzgebiet zu Polen ein Hohes Risiko des Übergreifens von ASP auf deutschen Gebiet durch migrierende Wildschweine. Das Risiko des Eintrags von ASP nach Deutschland durch : illegale Verbringung und Entsorgung von kontaminierten Material wird weiter als hoch eingeschätzt. Auch das Risiko des Eintrags durch Erzeugnisse aus Schweinefleisch, die von infizierten Tieren stammen oder kontaminiert sind , entlang des Fernstraßennetzes durch Fahrzeuge oder Personen wird- hier im Sinne eines ,, worst case Scenario“- als hoch bewertet. Das Risiko einer Einschleppung durch den Jagdtourismus und das Mitbringen von Jagdtrophäen aus betroffenen Regionen wird als mäßig eingeschätzt.