Vermarktungsoffensive soll Schweinemarkt entlasten

Vor dem Hintergrund eines neuerlichen Preiseinbruchs haben sich VÖS und die ARGE- Rind in einem Schreiben an Bundeskanzler Sebastian Kurz und Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger gewandt.

Sie fordern rasche und effektive Maßnahmen zur Unterstützung der Schweine und Rinder haltende Betriebe, die durch den Lockdown mit gewaltigen Umsatzeinbußen kämpfen. Ihre kritsche Lage solle in Form der von Finanzminister Gerhard Blümel angesprochenen Vorlieferanten- Regelung berücksichtigt werden.

Bei der Landesagrarreferentenkonferenz konnte man sich auf die Unterstützung einer Vermarktungsoffensive einigen, die in den nächsten Wochen eine Entlastung am heimischen Markt bringen soll. Ähnlich wie im Rinderbereich im Frühjahr soll diese Vermarktungsoffensive dazu führen, die vorhandenen Mengen an Schweinefleisch über alternative Vermarktungskanäle abzusetzen.

Die beim letzten EU-Agrarministerrat von Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger geforderte private Lagerhaltung für Schweinefleisch wurde seitens der Europäischen Kommission bislang noch nicht aufgegriffen.

Auch Ferkelpreis fällt auf 1,80 €/kg

Ein hohes Ferkelangebot bei zu geringer Nachfrage prägt aktuell den Ferkelmarkt. Da die Notierungen in den Referenzmärkten der EU sinken, gibt auch die heimische Ferkelnotierung deutlich nach. Innerhalb nur weniger Monate fielen bei Ferkel und Mastschweinen die Preise vom höchsten Preis der letzten Jahrzehnte auf ein Rekordtief. Damit ist die gesamte Schweine- Produktionskette eine der am stärksten betroffenen Berufszweige von den Auswirkungen der Coronapandemie.

Den Schweinehaltern in Deutschland ist in Folge der Corona-Pandemie durch fehlende Schlachtkapazitäten und eingebrochene Preise bereits ein Milliarden Schaden entstanden. Die Lage der Schweinehalter ist extrem ruinös. Die Betriebe brauchen jetzt schnelle und unbürokratische Corona- Hilfen analog zur Gastronomie, fordert der Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), Dr. Torsten Staack.

Der Mastschweinepreis ist von mehr als 2 €/kg Anfang März auf 1,19 €/kg abgestürzt, die Ferkelpreise im gleichen Zeitraum von 80 € auf 27 €. Lege man die seit März 30 Mio. vermarkteten Schweine zugrunde, lasse sich wegen Corona ein Verlust von 1,3 Mrd. € kalkulieren. Zusammen mit den Erlöseinbußen durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) belaufe sich dieser sogar auf 1,5 Mrd €. Für die Schweinehalter geht es jetzt um die Existenz, betonte der ISN -Geschäftsführer. Wenn die Politik jetzt nicht handle, nehme sie in Kauf , dass viele Familienbetriebe ihre Schweinehaltung aufgeben müssen.

Merosur: Köstinger macht im EU-Agrarrat Dampf

Unsere Landwirtschaftsministerin brachte beim Treffen der EU- Agrarminister eine Erklärung gegen das Freihandesabkommen ein. Die Ministerin fordert die EU-Mitgliedsstaaten auf Farbe zu bekennen und sich gegen Mercosur zu stellen. Dasss die Verhandlungen zwischen der EU und den Mercisur- Staaten (Argentinen, Brasilien, Paraguay, Uruguay) zur Errichtung einer Freihandelszone bereits über 20 Jahre dauern, zeigt wie umstritten das Thema ist. Mercosur auf den Rücken unserer bäuerlichen Familienbetriebe wird es deshalb mit uns nicht geben, dagegen werden wir weiterhin kämpfen.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober ist mit Corona- Pandemie und 2 Lockdown voll gefordert , findet aber noch Zeit einen Tierschutzminister zu bestellen der bei uns Bauern alle Alarm Glocken läuten lässt . Er hat nähmlich Martin Balluch (VGT) in den Tierschutzrat des Bundes bestellt. Massenhundehalter Balluch zählt zu Österreichs irrsten Tierrechtler und lehnt unsere bäuerliche kommerzielle Nutztierhaltung ab. Nun ist Tierschutz vielen Österreicher und uns Bauern die wir jeden Tag bei unseren Tieren im Stall sind , ein großes Anliegen und der kritische Austausch verschiedener Interessenvertreter im Tierschutzbeirat gewollt. Ob Rudi Anschober mit Balluchs Bestellung diesem Gremium einen guten Dienst erwiesen hat, darf bezweifelt werden und wird von uns Bauern Sturm und Blitz ernten.

Fast zeitgleich kommt aus dem Gesundheitsministerium das Ansinnen, im Umfeld Minderjähriger solle nicht mehr für Milchprodukte, Joghurts oder Fischstäbchen geworben werden. Auch damit sorgt Anschober bei fast allen für großes Unverständniss. Fasst möchte man in Zeiten wie diesen mitleidig zurufen: Rudi, Rudi gib auf Dich acht!

Mit mindestens 1,5 Mio. € pro Woche beziffert der Verband Österreichischer Schweinebauern (VÖS) die Verluste durch den zweiten Lockdown. Schon der erste Lockdown hatte uns Schweinebauern das 50 Mio. € gekostet.

Schweinepreise: Absturz geht weiter- Lage dramatisch

Die Schweinepreise stürzen nochmals tief nach unten- auf ein Niveau, dass wir Bauern zuletzt vor 9 Jahren hatten. Auslöser für den weiteren dramatischen Preisabschlag dürften die massiven Einbußen durch die Schließung der Gastromonie und die Konsequenzen für das Weihnachtsgeschäft gewesen sein.

Damit dürfte der gewaltige Angebotsstau in Deutschland am Lebendmarkt nicht so schnell kleiner werden, obwohl Tönnies in Rheda- Wiedenbrück seit Montag eine coronakonform umgebaute Zerlegelinie für Schinken in Betrieb genommen hat. Damit wird jedoch das Wachstum des Überhangs von aktuell etwa 600.000 Schlachtschweinen gestoppt.

Die niederländische Preis-Notierung rutschte zuletzt sogar noch unter das schon niedrige deutsche Preisniveau. Damit bleibt der Konkurrenzdruck am innereuropäischen Schweine- und Fleischmarkt extrem hoch. Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter berichtet, dass es aggressive Preisofferten insbesonders aus Deutschland und Dänemark am Markt gibt.

Die VEZG meldet für den Zeitraum vom 19.-25. November einen Schweinepreis von nur noch 1,19 Euro je Indexpunkt.

Erneut gehen die Schweinepreise auf den Höfen zurück, an der Theke aber nicht. “ Wer kassiert hier ab“ fragt BBV- Präsident Heidl. Der Verkaufspreis im Lebensmitteleinzelhandel ist aber seit dem Frühjahr weitgehend stabil und steigt zum Teil sogar, während die Erzeugerpreise sich im gleichen Zeitraum nun fast halbiert haben. Damit steigt die Spanne gewaltig an. Da muss ich den Finger schon in die Wunde legen und fragen: Wer verdient an dieser Krise? Irgend jemand in der Wertschöpfungskette macht sich hier auf Kosten der Bauern die Taschen voll“, kritisiert Bauernpräsident Walter Heidl. Auch bei uns in Österreich…

Vertrag unterzeichnet: Tönnies baut Schlachthof in China

Die Tönnies Unternehmungsgruppe baut einen Schlachthof in China für bis zu sechs Millionen Schweinen jährlich. Das Unternehmen ist überzeugt vom Wachstum in Asien.

Gemeinsam mit der Dekon Group, einer Tochter der West Hope Group, wird das Schlachtunternehmen Tönnies in der Region Sichuan ein Schlacht- und Zerlegezentrum für zunächst zwei Millionen Schweine errichten. Dies kann im zweiten Schritt auf bis zu sechs Millionen Schweineschlachtungen im Jahr ausgeweitet werden, mehr als ganz Österreich im Jahr schlachtet.

Das Joint Venture hat ein ausgeglichendes Mehrheitsverhältnis von jeweils 50 Prozent. Insgesamt umfasst das Investitionsvolumen rund 500Mio. Euro, ein Großteil davon fließt in die landwirtschaftliche Erzeugung. Die Dekon Group mästet in China derzeit rund zwei Millionen Schweine jährlich.

Und in Holland werden 70.000 Zuchtsauen abgestockt, in Dänemark auch weil sie 30 % weniger Ferkel nach Deutschland liefern können und in Deutschland verlieren die Schweine auf breiter Front alles.

Ein Kommentar von Dr. Willi Kremer-Schillings, bekannt als Bauer Willi:

Ende Oktober hat die EU-Kommission eine Einigung zur GAP präsentiert. Erfreut über die Ergebnisse zeigte sich unsere Agrarministerin Elisabeth Köstinger: „Damit ist der bisherige österreichische Weg und unser Agrarmodell gesichert.“

Doch können Bauern wirklich zufrieden sein? Wohl kaum. In ganz Europa stellten viele von ihnen in jüngster Vergangenheit grüne Kreuze auf ihre Flächen – als stillen Protest. Was hat die Landwirte dazu gebracht?

Es ist die blanke Angst. Angst um die Zukunft ihrer Betriebe und ihrer Familien. Und es ist immer noch die Angst, bei den immer neuen Pakten, Deals und Strategien nicht mehr mitzukommen und schließlich den Betrieb aufgeben zu müssen. Deshalb bedarf es eines neuen Aufbruchs.

Wir brauchen im wahren Sinne des Wortes eine Agrarwende! Eine Agrarwende hin zu einer Politik der Realitäten – weg von den theoretischen Fantasien urbaner Eliten. Es gibt einige Gruppierungen, die sich für etwas Besseres halten und ihre Meinung gerne zur gesellschaftlichen Meinung erklären möchten. Dafür haben sie aber keine Legitimation.

Ein Grundprinzip, dass uns Landwirte leitet: Wir können alles. Wir können Nahrungsmittel, wir können Natur-, Arten- und Klimaschutz. Wir können Tierwohl, können Hühner-Mobilställe und Ziegenkäse. Wir können auch 100% Bio. Wir können alles: Wenn die Gesellschaft es will und wenn sie es bezahlt. Wir wollen eine Entlohnung für eine erbrachte Leistung. So wie jeder Handwerker eine Rechnung für seine Leistung schreibt, so stellen wir auch eine Rechnung für unsere Leistung.

Wir wollen nichts geschenkt haben, wollen aber auch nichts verschenken. Wir können öffentliche Leistungen erbringen, wollen aber dafür fair entlohnt werden. Darüber hinaus erwarte ich, dass die vielen Zielkonflikte öffentlich gemacht, benannt und gelöst werden. Hier nur eine kleine Auswahl:

    Will die Bevölkerung Außenklimaställe für noch tiergerechtere Haltungsformen? Dann brauchen wir zeitnah die Baugenehmigungen und das Verständnis der Menschen, wenn es dann stinkt.

    Wenn Anbindehaltung nicht mehr gewollt ist, dann muss den vielen kleinen Betrieben im Alpenvorland und den Mittelgebirgen erklärt werden, was dann aus ihnen wird. Sie erwarten Antworten.

    Viele Menschen wollen Weidehaltung und gleichzeitig eine ungehemmte Wolfsausbreitung. Dann muss Tierhaltern erklärt werden, wie sie noch ruhig schlafen sollen.

    Gewünscht wird eine vielfältige Fruchtfolge, gleichzeitig werden aber ständig Wirkstoffe verboten. So wird jede Ackerbaustrategie zur Farce.

    Für Klimaschutz und konservierende Bodenbearbeitung brauchen wir Glyphosat. Auch wenn vielen das nicht gefällt.

    „Mehr Bio“ ist die neue Formel. Doch der Markt nimmt mehr Bio nicht auf und so fallen dort auch die Erzeuger-Erlöse. Soll diese Nische jetzt auch noch kaputtreguliert werden?

    Alle reden von regional einkaufen, im Einkaufswagen landen dann aber Gewürzgurken aus Indien. Wer fragt denn hier nach den Standards?

Für diese und weitere Zielkonflikte erwarte ich konkrete Antworten und keine blumigen Umschreibungen oder vagen Andeutungen. Was ich auch erwarte, ist eine Folgenabschätzung, was mögliche Maßnahmen angeht. Mit Abwarten, Hinhalten und Aussitzen muss jetzt Schluss sein. Wegducken geht nicht mehr.

Erzeugerpreise stürzen ab – Verbraucherpreise steigen- was ist los ?

Was ist los in Deutschland?. Fakt ist , die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte waren im September 6 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Gleichzeitig war dies das niedrigste Preisniveau seit 4 Jahren. Besonders schlimm nach unten ging es für die tierischen Erzeugnisse, nämlich um fast 10 Prozent.

Also eine genau entgegengesetzte Entwicklung der Preise. Wie kann das gehen? Und wer steckt die Differenz in die Tasche ? . Ähnliche Entwicklungen hatte es während des ersten Lockdowns auch in den USA gegeben.

Und was bewegt sich in Deutschland um den Schweinestau von 600.000 Tieren wieder in den Griff zu bekommen. Tönnies darf nächste Woche mit der neuen Schinkenzerlegung in Rheda starten. Nach einigen langen Hick- Hack mit den Behörden liegt nun eine mündliche Zusage vor. Bereits nächste Woche soll der Startschuss fallen. Dann können bis zu 40.000 Schweine zusätzlich geschlachtet werden. Ein Signal, auf das die Bauern dringend gewartet haben.

In Deutschland konnte die EZG-Vereinigung die Notierung abermals stabil halten, wenngleich namhafte Abnehmer mit Hauspreisen jonglieren. EU- weit stehen unterschiedlich dicke Minuszeichen vor den Notierungen.

Bei uns in Österreich mindern in mehreren Schlacht- und Zerlegebetrieben Corona bedingt fehlende Arbeitskräfte die Schlagkraft bei der Fleischgewinnung. Rückstau vor den Schlachthoframpen und verspätete Abholung sind die Folge. Der Fleischmarkt berichtet von aggressiver werdender Konkurrenz aus deutscher und dänischer Herkunft. Die private Lagerhaltung (PLH) könnte am Montag beim Agrarministerrat in Brüssel beschlossen werden und etwas Druck aus dem Markt nehmen. Aber nun der zweite Lockdown ……. was wird dann geschehen?

Auch Ferkelnotierungen sinken auf 1,95 €

Nachdem vergangene Woche die Mastschweine- Notierung um 9 Cent zurück gegangen ist , müssen die Ferkelerzeuger diese Woche ein deutliches Preisminus hinnehmen.

Die Ferkelmarktsituation hat sich in den letzten Wochen auch bei uns in Österreich spürbar verschärft. Weil die vorhandenen Schlachtkapazitäten wegen coronabedingten Personalmangel derzeit nicht ausgeschöpft werden können. Damit verzögert sich bei den Mästern auch der Ferkelbezug. Gleichzeitig häufen sich bei uns die Dumpingangebote für deutsche Ferkelherkünfte.

Und der europäische Schweinemarkt kommt nicht zur Ruhe. Nun wurden dänische Schlachtbetriebe für den Chinaexport gesperrt, und schon gibt es einen Schweinestau. Hintergrund sind Corona- Infektionen in der Belegschaft. Neben den Danisch Crown- Standorten Horsens und Saeby ist auch der Tönnies- Betrieb bei Tican in Brorup betroffen. Das Gerücht, Dänemark sei wegen der Corona- Vorfälle auf Nerz- Farmen komplett gesperrt, stimmt offenbar nicht. Das würde den europäischen Fleischmarkt erheblich durcheinander wirbeln, meinen Marktkenner und gehen davon aus, dass die Sperrungen der betroffenen Standorte nur vorübergehend sind. Deswegen hat Danisch Crown die eigene Schweinenotierung deutlich gesenkt und schiebt 250.000 Mastschweine vor sich her. Auch bei Tican warten derzeit rund 100.000 Schweine auf ihre Abholung.

Schweinepreis sinkt deutlich

Der erneute Corona- Lockdown führte jetzt zu Einem deutlichen Angebotsüberhang bei Schlachtschweinen.

In den meisten EU-Ländern fällt im November der wichtigste Absatzbereich Gastronomie und Hotelierie weg. Aufgrund der Erfahrungen aus dem ersten Lockdown läuten damit für alle Marktteilnehmer die Alarmglocken und entsprechende Reaktionen folgen. Quer durch die EU werden die Notierungen nach unten korrigiert. Nur im am meisten von der Krise gebeutelten Deutschland bleibt die offizielle Notierung stehen.

Dies ist insofern verwunderlich, weil alle Mitgliedstaaten sich massiv über enorme Dumpingangebote aus Deutschland verärgert zeigen. Sowohl lebende Schlachtschweine als auch grob zerlegte Schlachtkörper werden absolut unterpreisig EU- weit verschleudert.

Und der Schweinestau baut sich in Deutschland immer weiter auf. Nach einer Kalkulation der Interessengemeinschaft der Schweinehalter (ISN) warten derzeit etwa 570.000 Schweine auf die Schlachtung. Jede Woche kommen etwa 30.000 bis 60.000 Schweine zum bereits bestehenden Stau dazu. Spätestens zu Weihnachten droht die nächste Eskalationsstufe, weil dann mehrere Schlachttage bedingt durch die Feiertage ausfallen.

Danke, Danke die Beantragung für Corona- Unterstützung läuft an

Trotz zweiten Corona-Lockdowns und weiteren Preisverfalls von – 9 Cent gibt es einen Lichtblick für uns Schweinebauern. Ein Dankeschön unserem Landesrat Martin Gruber und auch dem Mann dahinter Jürgen Mader.

Die Abwicklung der Corona- Unterstützung für Produzenten von Rind und Schweinefleisch erfolgt über die Landwirtschaftskammer Kärnten und steht uns gerne hilfsreich zur Seite wie LK Präsident Johann Mößler betonte.

Durch diese Maßnahme hat Landesrat Martin Gruber dem ersten Corona-Preisverfall von 20 Cent abgefangen. Es wird für die Monaten Mai- Juni und Juli wo der extreme Preisverfall eintrat eine Unterstützung von 10 € je geschlachteten und untersuchten Mastschwein gezahlt. Wieder ein Bekenntnis von Gruber für die regionale bäuerliche Produktion vor Ort um sie langfritig zu erhalten und zu fördern.

Aber auch in der Landwirtschaftskammer Tierzuchtreferat Schweine gibt es eine große Baustelle. Seit dem Abgang von Lydia Krojnik ist die Stelle nicht besetzt, weil sich noch keiner dafür beworben hat. Sehr schade , wir in Kärnten brauchen hier eine Schnittstelle wo sich was bewegt und in diesen schwierigen Zeiten in der Schweineproduktion Visionen und klare Einstellungen für einander haben.

Wer sie oder er einen Maturaabschluss oder ein BEd hat , sich in der Branche auskennt oder sich so richtig einleben will, auch ein wenig Leidenschaft einbringen kann ist genau richtig. Wir ARGE Kärntner Schweineproduktion und alle Schweinebauern freuen uns, auf Sie.

Bewerbungen an tierzucht@lk.kaernten.at oder

Dipl. Ing. Erwin Brunner 0463/5850-1500

Arikanische Schweinepest: Die aktuellen Fälle

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich international aus. In Europa gibt es so viele Fälle wie noch nie in einem Jahr.

In der vergangenen Woche meldeten zwei europäische Länder neue Infektionen mit der ASP bei Hausschweinen.

Bedeutend ist ein Fall in Russland, im Wolgabezirk traf es eine große Farm mit 39.000 Tieren. Bei 31 Schweinen wurde das Virus offiziell bestätigt. Ob der gesamte Betrieb nun gekeult werden muss, wurde vom zuständigen Landwirtschaftsministerium noch nicht bestätigt. Polen meldete auch in der vergangenen Woche nur einen neuen Fall in einer Hinterhofhaltung. Insgesamt verzeichnet das Land jetzt102 Ausbrüche, rund 60.000 Schweine sind von ASP betroffen.

Bis jetzt gibt es 1.020 Ausbrüche bei Hausschweinen in diesem Jahr. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 1.908. Am schlimmsten getroffen hat es Rumänien mit jetzt 842 Ausbrüchen gefolgt von Polen mit 102 und Bulgarien mit 19 Ausbrüchen.

Die Zahl derASP-Fälle bei europäischen Wildschweinen übersteigt inzwischen die 9.000 Zahl. Hier verzeichnet Ungarn die meisten Fälle (3.628) vor Polen (3.445). Seit Anfang Oktober haben sieben weitere europäische Staaten die Ausbrüche der ASP bestätigt.

In Deutschland sind jetzt 124 bestätigte Fälle von ASP bei Wildschweinen amtlich, und der Rückstau von 750.000 schlachtreifen Schweinen mit der zweiten Corona- Welle macht die Lage dramatisch.