Nach Bauerprotesten: Landwirte finden den wunden Punkt der Handelsriesen

Nach Bauerprotesten: Landwirte finden den wunden Punkt der Handelsriesen

Wer auch immer das Rennen um die Wertschätzung der Verbraucher macht, und darum geht es den Einzelhändlern natürlich in erster Linie. Wichtig ist“ Die Proteste in Deutschland haben die Handeslriesen in Bewegung gesetzt.“

Das bessere Gespür für die Atmosphäre bewies somit offensichtlich das Aldi- Management. Markus Dicker der Verwaltungsratsbevollmächtigte von Aldi Nord, kündigte zwei Tage nach dem Lidl- Nikolo Strumpf einen Verhaltungskodex an. ,, Fair Trade für die heimische Landwirtschaft“ soll das Verhältnis zwischen LEH und Lieferanten künftig prägen.

Um nicht auszusehen, wie der ignorante aber reiche Onkel, der alle Probleme mit Geld lösen will, schaltete Lidl postwendend ganzseitige Anzeigen unter anderen in der BILD-Zeitung. Darin betont Lidl, in weiteren Schritten einen langfristigen Wandel anstoßen zu wollen.,, Wir wissen, dass eine zukunftsfähige Landwirtschaft eine zentrale Bedeutung für unser Land und die flächendeckende Versorgung hat“ schreibt Lidl. Übrigens eine ganzseitige deutschlandweite Anzeige in der Bild kostet laut offizieller Preisliste 535.000 €

In den Verhandlungen um die EU-Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken (UTP-Richlinie) haben die Interessenvertreter des Handels noch lautstark gegen die,, graue Liste“ der zwar nicht verbotenen, aber gerade noch tolerierten Praktiken gewettert. Seit diesem Wochenende ist Aldi bereit, in einer Selbstverpflichtung von den Praktiken der grauen Liste abzuschwören. Offensichtlich lassen sich die mächtigen Vier des LEH nicht nur von Umwelt und Tierschutzverbänden beeindrucken, wenn es um ihr sauberes Image beim Kunden geht und wann gehts in Österreich!?