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Schweinepreise: Markt schon wieder auf der Kippe?

Die Schweinepreise können sich diese Woche einigermaßen behaupten. Der Grund für den aufkommenden Druck ist das über dem Bedarf liegende Angebot. Das zeigen auch die steigenden Schlachtgewichte. Sowohl Erzeuger als auch Schlachter rechnen jedoch damit, dass die Überhänge rasch abgebaut werden.

In der laufenden Woche erwarten die meisten Marktbeobachter jedoch einen zügigen Abbau der über Ostern entstandenen Überhänge, sodass es zu zunächst nicht zu Problemen am Markt kommen dürfte.

Diese Marktlage hat im Grunde auch die letzte ISN-Auktion bestätigt: Dort sind die Schweinepreise am Dienstag (6.4.) um 1 Cent auf 1,54 Euro zurückgegangen. Außerdem fanden nur gut 40 Prozent der auf der Auktion angebotenen Schweine einen Abnehmer.

Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG) berichtet außerdem, dass die Situation am Fleischmarkt zuletzt ebenfalls einigermaßen stabil war. Die meisten Artikel wurden auf Vorwochenniveau gehandelt, nur bei Schinken und Schulter gaben die Preise um 1 bis 2 Cent nach.

Mit Blick auf das bevorstehende Wochenende erwartet die VEZG jedoch eine leichte Nachfragebelebung: Begründend wird das einerseits mit der Vorbereitung auf die nahende Spargelzeit. Zum anderen geht man davon aus, dass das Wetter zu Beginn der kommenden Woche erste Grillaktivitäten erlauben könnte. Insgesamt rechnen die VEZG-Experten für die kommende Woche deshalb mit einem ausgeglichenen Markt und stabilen Preisen.

Zu Beginn der neuen Schlachtwoche fällt das Angebot schlachtreifer Schweine bedingt durch feiertagsbedingte Überhänge etwas umfangreicher aus. Insgesamt sind die Marktverhältnisse jedoch ausgeglichen, sodass mit unveränderten Schweinepreisen gerechnet werden kann, berichtet die VEZG in ihrer Markteinschätzung.

Die Menge der zur Vermarktung angemeldeten Schweine war deutlich höher als in der Vorwoche und wird mit 241.300 angegeben. Das waren 20 Prozent mehr als in der Vorwoche, als 201.700 Schweine abgerechnet wurden.

Das durchschnittliche Schlachtgewicht wurde mit 98,4 kg angegeben. Das ist im Vergleich zur Vorwoche erstmals seit langem wieder ein Anstieg des Schlachtgewichts von 0,3 kg.

Trotz verkürzter Vermarktungswoche läuft der Handel mit Ferkeln überwiegend lebhaft. Angebot und Nachfrage stehen sich knapp ausgeglichen gegenüber. In der 14. Woche tendieren die Preise sehr stabil, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wird für den Zeitraum vom 08. bis 14. April mit 53 Euro je Stück angegeben. Das sind zur Vorwoche unveränderte Preise.

Bei uns in Österreich fließen die schlachtreifen Schweine trotz Osterfeiertag planmäßig ab. Nachösterlicher Auffüllbedarf im LEH und in der Fleischverarbeitung sowie angesagte oder nicht Wetterverbesserung incklusive erwarteter Impulse bei Grillartikeln halten den Warenstrom auf Trab. Die Exporteure nach China berichten von preislicher Zurückhaltung der asiatischen Abnehmer, dem umfangreichen Absatz Richtung Fernost dürfte dies aber keinen Abbruch geben.