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Corona-Lockerung und Feiertage geben den Schweinepreisen Auftrieb

Die vorsichtige Lockerung der Corona-Auflagen gibt den Schweinepreisen einen kräftigen Schub nach oben. Die Nachfrage nach Grillfleisch und -würstchen ist ein zuverlässiger Impulsgeber für die Schweinepreise.

Mit einem Plus von 5 Cent hat die ISN-Schweinebörse heute abgeschlossen. Der Durchschnitterlös kletterte auf 1,60 Euro je kg Schlachtgewicht. Von acht angebotenen Partien mit 1.180 Schweinen wurden sieben Partien mit 1.020 Tieren abgesetzt. Seit Anfang des Monats ist der Börsenpreis somit um 13 Cent gestiegen.

Der Spotmarkt liegt nun deutlich über der Preisempfehlung der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG). Die VEZG hatte ihre Notierung am Mittwoch um 4 Cent angehoben auf 1,46 Euro je kg Schlachtgewicht.

Das Lebendangebot an Schlachtschweinen fällt derzeit zunehmend kleiner aus. Zugleich dürften die ersten Öffnungen in der Gastonomie und dem Toursmus den Bedarf an schlachtreifen Tieren und Schweinefleisch in den nächsten Wochen erhöhen. Die Feiertage machen außerdem Hoffnung auf eine steigende Nachfrage nach Grillgut.

Analysten verweisen auf andere EU-Mitgliedstaaten, wo die Notierungen zuletzt schon etwas angezogen haben. Diese hatten allerdings auch die Möglichkeit, mehr Schweinefleisch in lukrativere Drittländer zu exportieren.

Dies trifft insbesondere auf Spanien zu, wo das Lebendangebot unter dem Bedarf der Schlachtbetriebe lag. Daran hat sich nach Angaben des Mercolleida in dieser Woche grundsätzlich nichts geändert, auch wenn die Schweine nach wie vor vergleichsweise schwer zur Schlachtung gelangen. Für die Notierung wurde ein Plus von 2 Cent/kg Lebendgewicht erwartet.

In Frankreich blieb die Notierung mit 1,541 Euro/kg SG unverändert. Trotz reduzierter Schlachttätigkeit wegen Himmelfahrt und einem Streik in einem Schlachtbetrieb sei das Lebendangebot nicht zu groß, hieß es am Marché du Porc Breton. In Italien wurde die Situation am Schweinemarkt als leicht verbessert beschrieben, da in der zweiten Monatshälfte etwas weniger Schweine verfügbar seien und die Grillfleischnachfrage angezogen habe.