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Schweinepreis steigt trotz Bremsversuchen der Schlachtunternehmen

Die Preiserholung am Schweinemarkt läuft zäher als üblich zu dieser Jahreszeit. Schlachter sehen noch keinen Nachfrageschub. Die VEZG ist da anderer Meinung.

Die Stimmung am Schweinemarkt steigt. Das überschaubare Lebendangebot wird rege nachgefragt, und die Schlachtgewichte sinken langsam. Den fehlenden Schlachttag in einigen Bundesländern zu Fronleichnam erträgt der Markt problemlos. Die rote Seite versucht zwar mit der Androhung von Schlachtreduzierungen, den Preisaufschwung zu bremsen. Allen Marktteilnehmer ist jedoch klar, dass die Nachfrage mit den steigenden Temperaturen und der Öffnung der Gastronomie nun spürbar steigt. Die VEZG nutzt den Rückenwind und setzt die Notierung nach oben.

Der Ferkelmarkt zeigt sich freundlich. Der deutliche Preisanstieg der Vorwoche war zwar untypisch für die Jahreszeit, ließ sich aber problemlos umsetzen. Mit der Zuversicht am Schweinemarkt steigt auch die Einstallbereitschaft. Etwas dämpfend auf die Nachfrage wirken die hohen Futterkosten. Im weiteren Verlauf rechnen Marktteilnehmer dennoch mit mindestens stabilen Ferkelpreisen.

Die aktuelle Flaute beim Chinaexport entpuppt sich immer mehr als substanzielle Bremse in der Entwicklung des europaweiten Preisgefüges.

Bei uns in Österreich gelanges trotz Donnerstag- Feiertag das schlachtreife Angebot unterzubringen. Ohne die postive Entwicklung im Gastrogroßhandel wäre die Vermarktung allerdings deutlicher schwieriger. Angesichts überdurchschnittlich hoher Lagerbestände bei Grillartikel hofft die Branche auf sommerliches Wetter. Bei normal gängigen Artikeln wie Schopf und Karee besteht Preisdumping und Filet und Spareribs sind ausverkauft.

Auf dem österreichischen Ferkelmarkt lag das Angebot bedingt leicht über der Nachfrage. Rückstellungen von angemeldeten Ferkelpartien waren unvermeidlich, die Übermengen bleiben aber in allen Bundesländern überschaubar.