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BBV schockiert über ALDI-Ankündigung

BBV- Präsident Walter Heidl ist schockert, wenn ALDI als Erfinder des Discounts, in die Offensive geht und maximale Steigerung bei den Tierwohlstandards verkündet und ab 2030 im Prinzip nur noch Außenklimahaltung möglich sein soll. Und das, obwohl wir zum Beispiel mit Aldi im Moment bei der Entwicklung von Konzepten bei der Steigerung des Tierwohls um jeden Zentel Cent streiten müssen. Es braucht Verlässlichkeit und ein Konzept, dass auch die Frage nach der Honorierung für die Landwirte beantworte. In der Aldi- Ankündigung sei davon überhaupt nicht zu lesen. Genauso wenig wie von der Umsetzbarkeit und den Problemen im Baurecht oder beim Emissionsschutz. Gerade für Außenklimaställe gebe es hier massive Hindernisse. Wenn Aldi dann auch noch vom bestmöglichen Preis spricht, habe ich den Eindruck- da geht es nur um die eigene Gewinnspanne, so Heidl.

Und die Tierhaltung ist in Deutschland in der Krise: Die Bauern geben auf und schaffen dieTiere ab. Meist erfolgte der Rückgang der Tierbestände langsamer als die Betriebsaufgaben, denn es gaben vor allem kleinere Betriebe auf. Von diesen wandern die Tiere dann rein statistisch gesehen in größere und weiter wachsende Betriebe.

Das ist diesmal – in der von einer schweren Krise geschüttelten Schweinehaltung anders. Während von November 2020 bis Mai 2021 etwa 600 Schweinehalter aufgegeben haben, dass sind immerhin 3,,3 % der Betriebe, schrumpfte der Schweinebestand im gleichen Zeitraum um 1,43 Mil. Tiere oder 5,5 % – also deutlich stärker. In der Sauenhaltung geht der Abbau der Bestände noch deutlicher.