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AGES startet Impfstoffherstellung

Die Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit Gmbh (AGES) steigt wieder in die Impfstoffherstellung ein.

Am AGES-Instiut für veterinärmedizinische Untersuchungen in Möbling (NÖ) werden seit Anfang Juli in einer neu errichteren Produktionsstätte bestandsspezifische Impfstoffe und Autovakzinen hergestellt. Bei diesen Vakzinen handelt es sich um inaktivierte Impfstoffe (keine Lebendimpfstoffe); die unter Verwendung eines aus einem bestimmten Bestand oder von einem Tier isolierten Krankheitserregers (Viren, Bakterien, Pilze) hergestellt und nur in diesem Bestand oder an diesem Tier angewendet werden.

Diese maßgeschneiderten Impfstoffe und Autovakzine umfassen das aktuelle Keimspektrum des jeweiligen Betriebes und werden von Tierärzten zur gezielten Impfprophylaxe bei Rindern, Schweinen, Geflügel, Ziegen, Schafen, Fischen und anderen Tierarten eingesetzt, erläutert die Leiterin der Abteilung Bestandsspezifische Impfstoffe, Dr. Astrid Weiss. Sie sieht großes Potenzial für die Verbesserung der Gesundheit von Nutztierbeständen, aber auch im Heim- und Kleintierbereich.

Mit dem Einsatz von bestandsspezifschen Impfstoffen kann der Antibiotikaverbrauch auch im Veterinärbereich weiter reduziert werden. Ich halte es für einen wichtigen Schritt, dass die AGES nun bestandspezifische Impfstoffe entwickelt, erklärte Gesundheitsminister Dr. Wolfgang Mückstein bei seinem Besuch am AGES-Institut in Mödling. Er informierte sich auch über den aktuellen Stand der Überwachung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sowie über die Diagnosemöglichkeiten am Zentrum für Biologische Sicherheit, wo beispielweise die hochinfektiöse Maul- und Klauenseuche (MKS) untersucht wird. Die Veterinärmediziner in Möbling sind auch in die aktuelle Corona-Pandemie- Bewältigung involviert.