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Medien-Frames in der Berichterstattung über landwirtschaftliche Tierhaltung

Mediale Berichterstattung spielt eine zentrale Rolle für die Akzeptanz der landwirtschaftlichen Tierhaltung in der Gesellschaft.
Presseberichte lassen sich über sog. Medien-Frames charakterisieren und damit leichter auswerten.
Medien-Frames sind „vereinfachte Deutungsmuster einer komplexen gesellschaftlichen Debatte“, die wiederholt auftreten und dentifiziert neun sehr unterschiedliche „Medien-Frames“, die zeigen, dass über landwirtschaftliche Tierhaltung in Printmedien in sehr vielfältigen Deutungsrahmen berichtet wird.

„Die Collaborative Working Group on Sustainable Animal Production (CWG-SAP) definiert nachhaltige Tierhaltung als „wirtschaftlich tragfähig, sozialverträglich und mit minimalen Auswirkungen auf die Umwelt“ (“p-approach”: people, planet, profit).

Gemäß der Geschäftsordnung der CWG-SAP (Geschäftsordnung, 2019) soll die künftige Entwicklung des europäischen Tierhaltungssektors, im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (Abbildung 1), auf dem Nachhaltigkeitsdreieck – Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft – aufbauen.

Nachhaltigere tierische Produktionssysteme müssen insbesondere:

  • Emissionen in Boden, Wasser und Atmosphäre minimieren;
  • natürliche und nicht oder nur schlecht erneuerbare Ressourcen umsichtig und effizient nutzen;
  • die biologische Vielfalt schützen und verbessern;
  • öffentliche Güter und kulturelle Dienstleistungen bereitstellen;
  • den Bedürfnissen und Werten der Gesellschaft entsprechen;
  • einen angemessenen Lebensunterhalt für die gegenwärtigen und zukünftigen Generationen von Tierhaltern und Landwirten sichern;
  • über Wettbewerbsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit entlang der gesamte Produktionskette verfügen;
  • die Zucht von robusten und widerstandsfähigen Nutztierrassen forcieren;
  • auf nachhaltige und widerstandsfähige Anbausysteme setzen;
  • höchst mögliche Tierwohlstandards sichern;
  • Futtermittel unter Berücksichtigung aller Aspekte der Futtermittelverwendung effizient nutzen, auch im Hinblick auf den Futtermittel-/Nahrungsmittelwettbewerb;
  • nicht essbare Futtermittel in wertvolles, für den Menschen verwertbares Protein umwandeln;
  • » Abfälle aus landwirtschaftlichen Betrieben in wertvolle Energieressourcen umwandeln (Biodigestoren);
  • die allgemeine Produktivität von Nutztieren verbessern;
  • tierische Produkte von hoher Qualität und hohem Nährwert sowie von gutem Preis-Leistungs-Verhältnis für Verbraucher und Verarbeitungsindustrie anbieten.“