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Chinas Schweinepreise fallen ins Bodenlose

Vor den Hintergrund der abstürzenden Preise senkte Chinas Landwirtschaftsministerium offiziell sein Ziel für den Bestand an Sauen für den gerade begonnenen Fünfjahresplan. Damit will man zwar die Versorgung sicherstellen, jedoch gleichzeitig die weiter fallenden Preise stabilisieren.

Das Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten peilt jetzt für die Sauenherde eine Größe von 41 Millionen Stück für den Zeitraum 2021 bis 2025 an. Der Bestand sollte jedoch nicht unter 37 Millionen Stück liegen, heißt es weiter.

Frühere Pläne hatten noch eine Vorgabe von 40 bis 43 Millionen Stück gemacht.

Doch Chinas Schweinefleischpreise sind in den letzten Monaten immer weiter gefallen und haben die kleinen Schweinehalter, aber vor allem die großen (börsennotierten) industriellen Schweineerzeuger des Landes, tief in die Verlustzone gedrückt.

Die chinesischen Schweinepreise sind jedenfalls genauso schnell gefallen wie sie zuvor gestiegen sind, was die teilweise hoch verschuldeten großen Schweineunternehmen massiv unter Druck setzt. Der Mitte September veröffentlichte Verbraucherpreisindex zeigte, dass die Preise für das Schweinefleisch im August um 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen sind.

Die sehr hohen Preise der letzten beiden Jahre haben die großen industriellen Schweinefleischproduzenten dazu verleitet, immer mehr zu investieren und zu produzieren und gewaltige Schweinehochäuser und ganze „Schweinestädte“ zu bauen. Und sie haben viele Kredite aufgenommen, um die Expansion zu finanzieren, berichten Analysten.

Dazu kamen viele staatliche Subventionen und Unterstützung aus den Provinzen. So zahlten einige Provinz-Regierungen zusätzlich 1500 Yuan oder knapp 200 Euro für jede aufgstallte Zuchtsau.

bei 50 Yuan pro Kilogramm (6,60 Euro je kg) oder höher.

Am Terminmarkt in Dalian liegen die Preise für Lebendschweine für den Novemberkontrakt aktuell nur noch bei 12.200 Yuan je Tonne bzw. umgerechnet bei 1,60 Euro je kg LG. Das ist der bislang niedrigste Wert am Terminmarkt und allein seit Juli ein Absturz um 35 Prozent.