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Bauphase für „Havito“-Forschungsstall von Bröring und Big Dutchman gestartet

Mit einem symbolischen ersten Spatenstich haben die Unternehmen Bröring und Big Dutchman die Bauphase für den neuen Havito-Forschungsstall in Dinklage im Landkreis Vechta gestartet.

Der Startschuss für den gemeinsamen Forschungsstall „Havito“ von Bröring und Big Dutchman ist am vergangenen Donnerstag offiziell gefallen. Künftig werden in dem Forschungsstall im Dinklager Ortsteil Höne neue Haltungs- und Fütterungsverfahren entwickelt, die den hohen Tierwohlanforderungen der Gesellschaft und des Schweines gerecht werden sollen. Die Inbetriebnahme ist für das zweite Halbjahr 2022 geplant. Die Projektpartner investieren in den Forschungsstall rund 2,3 Mio. €.

Wie beide Unternehmen mitteilen soll der Havito-Stall im geschlossenen System nach dem Birth-to-finish (BTF) und dem teilgeschlossenen System Birth-to-rear (BTR) Verfahren betrieben werden. Im BTF-Verfahren verbleiben die im Havito-Stall geborenen Ferkel bis zur Schlachtreife in ihrer Geschwistergruppe. Sie werden nicht versetzt oder mit anderen Ferkeln gemischt. Im BTR-System werden die Tiere bis zum Ende der Aufzucht mit ca. 30 kg in der Geschwistergruppe gehalten. Davon erhoffen sich Bröring und Big Dutchmann Hygiene- und Antistressvorteile, die sich positiv auf die Tiergesundheit und die biologischen Leistungen auswirken sollen.

Das Wohlbefinden der Tiere soll im Havito-Stall im Fokus stehen. Die Dreifachnutzung der Bucht soll nicht nur der Sau ausreichend Platz und Bewegung bieten, sondern auch den Ferkeln und Mastschweinen. Den Tieren steht bis zu 40 % mehr Fläche zur Verfügung. Im Stallsystem sind zudem Einstreubereiche vorgesehen, damit die Schweine ihrem natürlichen Wühltrieb nachgehen können. Der Einsatz eines neuen Entmistungssystems mit Kot-Harn-Trennung soll unter anderem für geringere Ammoniakemissionen in der Abluft und für eine bessere Stalluft sorgen.

In Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen werden zudem künftig wichtige Fragestellungen untersucht. Ziel ist es, neue effiziente Futterkonzeptionen zu erproben, um Phosphor- und Stickstoffausscheidungen von Schweinen zu verringern und die Umwelt zu entlasten. Ein Besucherraum soll zudem interessierten Gruppen und Landwirten einen Einblick in die Haltungssysteme gewähren.