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Es wiederholt sich PRRS in Steinhaus festgestellt

Am Standort Steinhaus der Pig Austria wurde letzte Woche überraschend PRRS nachgewiesen. Die Versorgung mit ausreichend PRRS-negativem Ebersperma ist gesichert und es werden auch täglich Proben gezogen.

Bei der wöchentlichen PRRS-Screening-Untersuchung an der Besamungsstation Steinhaus (OÖ) wurde letzte Woche vom TGD-Labor ein PRRS-Eintrag bestätigt. Laut aktuell vorliegenden Untersuchungsergebnissen ist eine Stalleinheit betroffen. Diese Einheit ist gesperrt und wird geräumt.

Die notwendigen Maßnahmen zur Sanierung der Station wurden in Abstimmung mit dem OÖ Tiergesundheitsdienst eingeleitet, heißt es laut einer Information der PIG Austria vom 8. Oktober.

Herausfordernde Ursachenforschung

Für Pig Austria-Geschäftsführer Dr. Peter Knapp ist der aktuelle Fall ziemlich unerklärlich. Die betroffene Stalleinheit sei räumlich ohnehin abgeschottet und sämtliche Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen werden vom Team der Besamungsstation Steinhaus penibel eingehalten. „Wir haben am Freitag natürlich ein umfangreiches Zusatzscreening der Eber in allen anderen Stalleinheiten vorgenommen und testen nun sogar täglich“, berichtete Dr. Knapp.

Aktuell stehe man vor einem Rätsel, woher der PRRS-Eintrag stamme. Aufgrund zweier vergangener PRRS-Fälle in der Station hat man in den Stallungen mittlerweile sogar spezielle Luftfilter eingebaut. Die Schadnager-Bekämpfung sei ebenfalls im Griff und professionell gelöst. „Die positive Probe wird aktuell sequenziert und wir erhoffen uns vom Ergebnis dann weitere Erkenntnisse“, so der Pig Austria-Geschäftsführer.

Sperma von anderen Standorten und nur von getesteten Ebern

Um den Kunden bestmögliche Sicherheit zu bieten, wird ab sofort nur Sperma aus den Stalleinheiten, wo sämtliche Befunde der Eber einen serologisch (ELISA) als auch virologisch (PCR) negativen Befund aufweisen, verkauft und ausgeliefert.

„Unser neuer PIG Austria-Verbund setzt uns in die glückliche Lage, bei Verdachtsfällen oder Sperren die Landwirte mit Sperma aus unseren anderen Standorten beliefern zu können“, stellte Dr. Knapp fest. Dies bedeutet, dass die oberösterreichischen Schweinebetriebe aktuell zusätzlich mit Sperma aus den PRRS-unverdächtigen Standorten Gleisdorf (Stmk.) und Hohenwarth (NÖ) versorgt werden. Bildquelle agrarfoto.com