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Endlich Licht am Schweinemarkt ?

Seit Wochen warten die Schweinehalter in Deutschland auf einen Preisanstieg. Nun ist es endlich soweit. Es geht nach oben. Allerdings nur um mickrige 3 Cent. Aber immerhin – ein Anfang.

Trotz recht ordentlicher Nachfrage sind die Fleischpreise deshalb nicht weiter gestiegen. Für das Weihnachtsgeschäft hatte man sich Hoffnung auf steigende Fleischpreise gemacht, jegliche Versuche die Erlöse zu erhöhen, konnten jedoch nicht umgesetzt werden.

Einige große Schlachtunternehmen wie Tönnies und Vion scheinen den leichten Preisanstieg offenbar jedoch nicht umsetzten zu wollen. Bei ihnen steht auch morgen noch der alte Preis auf der Einkaufliste. Also:Hauspreise!


Bei uns in Österreich bleibt alles gleich. und laut Österreichischer Schweinebörse flossen auf dem Inlandsmarkt schlachtreife Schwei-
ne regional unterschiedlich ab. Während in der Steiermark kaum Überhänge bestanden,
musste in Ober- und Niederösterreich der Schlachttermin in vielen Fällen um mehrere Ta-
ge nach hinten verschoben werden. Der Feiertag am 8. Dezember kam so gesehen zur
Unzeit. Im Fleischhandel machte sich der weitgehende Ausfall der Gastronomie und Hotel-
lerie besonders bei Edelteilen wie Karree, Filet und Schinken bemerkbar. Diese Waren-
gruppe kann im Advent üblicherweise mit spürbaren Aufschlägen vermarktet werden. Ex-
portorientierte Schlachtbetriebe beklagten das internationale Dumpingangebot auf allen
Geschäftsebenen. Die Fleischbranche hoffte auf ein baldiges Ende des Personaleng-
passes, wodurch das Weihnachtsgeschäft doch noch einmal Fahrt aufnehmen könnte.

Aufgrund der verspäteten Abholung der schlachtreifen Schweine verzögerte sich auch das
Nachrücken der Ferkel in die Mast. Das seit Monaten angespannte Absatzgeschehen auf
dem österreichischen Ferkelmarkt wurde dadurch zusätzlich belastet. Eine Anhebung der
Notierung war unter diesen Umständen nicht möglich.

Auf dem EU-Schweinemarkt stand weiterhin in fast allen Mitgliedsländern ein großes An-
gebot zur Verfügung. Wenige Wochen vor Weihnachten erreichten allerdings auch die
Schlachtungen ein hohes Niveau. Die Branche war bemüht, Überhänge vor den Feier-
tagen zu vermeiden. Somit blieben die Notierungen zumeist stabil, Italien verzeichnete
erneut einen Anstieg.