You are currently viewing Keine Weihnachtspreise für uns Schweinemäster

Keine Weihnachtspreise für uns Schweinemäster

Laut Österreichischer Schweinebörse führte der fehlende Schlachttag am 8. Dezember zu
einem Anwachsen des Rückstaus bei schlachtreifen Schweinen. Verzögerte Schlacht-
termine und hohe Durchschnittsgewichte waren die Folge. Letztere liegen seit Anfang
November bei etwa 100 kg und könnten im Laufe des Dezembers noch weiter zunehmen.
Der einzige Lichtblick im Fleischgroßhandel war die Hoffnung auf einen zumindest teil-
weisen Ausgleich bisheriger Umsatzverluste durch die Öffnung der Gastro- und Touristik-
betriebe in den heimischen Schigebieten.

Demzufolge zeigen sich die Unternehmen in der Fleischwirtschaft aktuell zufrieden, auch das nötige Personal scheint wieder vollständig an Bord zu sein. Absolut unbefriedigend bleibt hingegen die Situation auf Erzeugerebene. Während das drittschlechteste Jahr der letzten zehn Jahre bzgl. Schweinepreis zu Ende geht, erzielen Betriebsmittelpreise historische Höchstniveaus.

Auf dem österreichischen Ferkelmarkt verringerte die steigende Nachfrage die Rückstell-
mengen. Eine Ferkelvermarktung ganz ohne Verzögerungen war aber noch nicht möglich.
Die Notierung bleibt in der 50. Kalenderwoche weiterhin unverändert bei EUR 1,80 je kg.
Europaweit war eine Belebung der Ferkelnachfrage spürbar. In Deutschland lieferte die
Anhebung des Schlachtschweinepreises zusätzliche Impulse. Die Notierungen bewegten
sich im Bereich stabil bis steigend.

Der EU-Schweinemarkt stand im Zeichen der Produktion für die Weihnachtsfeiertage.
Dementsprechend groß war die Nachfrage der Schlachthöfe, aufgrund der Corona-
Pandemie jedoch geringer als in früheren Jahren. Da ein relativ umfangreiches Angebot
zur Verfügung stand und die Chinaexporte weiterhin fehlten, blieben Preisanstiege weit-
gehend aus. Die meisten Notierungen lagen auf Vorwochenniveau.
In Deutschland setzten die großen Schlachtunternehmen den Preisanstieg der Vorwoche
nur bei vertraglich gelieferten Schweinen um, für frei vermarktete Tiere zahlten sie unver-
änderte Hauspreise. Der Markt wird zumeist als ausgeglichen beschrieben, der Absatz
erfolgt zeitnah und problemlos. Im Fleischhandel ist trotz vorsichtiger Bestellungen etwas
mehr Bewegung als zuletzt.