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Schweinepreise kein Licht in Sicht: Absatzflaute, Hauspreise und viele Sorgen

Der EU-Schweinemarkt startete mit weitgehender Stabilität in das neue Jahr. Fast überall
blieben die Überhänge überschaubar, auch, weil aufgrund der Lage der Feiertage mehr
Schlachtkapazitäten zur Verfügung standen als in früheren Jahren. Die meisten Notierun-
gen wurden daher unverändert fortgeschrieben. Schwieriger gestaltete sich der Fleisch-
handel, hier war der saisonale Nachfragerückgang spürbar. In Italien gaben die Preise für
Schlachtschweine deshalb bereits nach und ein bestätigter Fall von Afrikanischer Schwei-
nepest dürfte noch stärkere Abschläge auslösen.

Größere Überhänge gibt es derzeit aber nicht, beobachtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter (ISN). Die Marktbeobachter der ISN verweisen in diesem Zusammenhang auch noch einmal auf den drastischen Bestandsabbau im vorigen Jahr, der offensichtlich mittlerweile für ein spürbar kleineres Angebot sorgt.

Wer aber nun gedacht hat, dass einige große Schlachter endlich den Preiskampf beenden, sieht sich entäuscht. „Die großen Schlachtunternehmen zahlen seit Wochen Hauspreise für vertraglich nicht gebundene Schweine“, stellt die ISN noch einmal fest. Der Fleischmarkt in Deutschland und Europa funktioniert offenbar noch lange nicht wieder normal.

Laut Österreichischer Schweinebörse gelang in der vorerst letzten Feiertagswoche kein
Abbau der Angebotsüberhänge. Etwa ein Viertel der schlachtreifen Schweine musste in
die neue Woche mitgeschleppt werden. Dem erhofften Wintertourismus-Boom machte
Omikron einen Strich durch die Rechnung. Mit 100 kg war das durchschnittliche Schlacht-
gewicht weiterhin sehr stabil.

Auf dem österreichischen Ferkelmarkt gestaltete sich das Absatzgeschehen zunehmend
freundlich. Zwar war die Nachfrage nach wie vor bestenfalls durchschnittlich, jedoch nahm
das Ferkelangebot ab. Wenn diese Entwicklung anhält, könnte es spätestens im Februar
zu Preisanpassungen kommen

Am deutschen Ferkelmarkt kann das verfügbare Angebot zügig abgesetzt werden. In der laufenden 2. Kalenderwoche des neuen Jahres steigen die Preise leicht an, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wurde für den Zeitraum vom 10. Januar bis 16. Januar mit 23 Euro je Stück angegeben. Das ist zur Vorwoche ein leichtes Plus von einem Euro.