Auf den Weg nach oben-Plus 15 Cent am Ferkelmarkt

Ob es sich tatsächlich bereits um eine nachhaltige Trendwende am europäischen Ferkel- und Schlachtschweinemarkt handelt, bleibt noch abzuwarten. Dass sich aber die Marktverhältnisse doch deutlich ins Positive verschoben haben, ist fix. Sowohl die Schlachtschweine- als auch die Ferkelpreise erfahren im gesamten EU-Raum eine spürbare Preiserholung.

Das zurückgehende Ferkelangebot trifft auf eine insgesamt verbesserte Nachfrage. Die Preise steigen in der laufenden 8. Kalenderwoche um 1,50 Euro an, berichtet die VEZG. Angesichts des Preisanstiegs bei Schweinen dürfte es in der nächsten Woche weiter nach oben gehen.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wurde für den Zeitraum vom 21. Februar bis 27. Februar mit 24,50 Euro je Stück angegeben. Das ist zur Vorwoche ein 1,50 Euro höher Ferkelpreis.

Die Möglichkeiten weiterer Preisverbesserungen sind realistischerweise weiter gegeben, dennoch bleibt abzuwarten, ob diese mit den stattfindenden Erhöhungen der Produktionskosten mithalten können, erklärt Johann Stinglmyr in der aktuellen Aussendung der VLV Ferkelringe.

Die heimischen Ferkelmärkte sind inzwischen einheitlich knapp versorgt. Einem unter Schnitt liegendem Angebot steht eine steigende Nachfrage gegenüber. Die Ferkelnotierung beträgt in die aktuelle Vermarktungswoche 2,05 €/kg.

Russland sieht sich bei Grundnahrungsmitteln völlig autark

Nach dem gewaltsamen Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine wähnt sich das Moskauer Landwirtschaftsministerium hinsichtlich der Lebensmittelversorgung im eigenen Land auf der sicheren Seite.

Die Russische Föderation sei bei Grundnahrungsmitteln völlig autark, betonte das Agrarressort heute mit Blick auf mögliche Embargos von Seiten der westlichen Staaten. Dies betreffe Getreide und Getreideerzeugnisse, Fleisch- und Fischprodukte, Zucker und Pflanzenöl sowie andere wichtige Nahrungsmitteln. Laut Darstellung des Ministeriums deckt die heimische Produktion von Milchprodukten, Gemüse und Obst bereits einen großen Teil des inländischen Verbrauchs ab.

Die Nachfrage nach importierten Waren sei „unbedeutend“, so das Ministerium. Sie beziehe sich hauptsächlich auf Produkte, die aufgrund der klimatischen Bedingungen nicht in Russland hergestellt werden könnten. Um den heimischen Markt zuverlässig zu schützen und eine Gefährdung der Ernährungssicherheit auszuschließen, arbeiteten die russischen Importeure mit einer Vielzahl von Lieferländern zusammen.

Im vergangenen Jahr deckte das Milchaufkommen in Russland rund 84 % des Inlandsbedarfs an Milchprodukten. Das Moskauer Landwirtschaftsministerium war zuletzt davon ausgegangen, bis 2027 die vollständige Selbstversorgung mit Milchprodukten zu erreichen. Bei der Fleischproduktion konnte Russland nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Rosstat im Jahr 2020 neue Rekordmarken aufstellen. Die heimische Produktion reichte zwar theoretisch für die Deckung der inländischen Nachfrage, was allerdings nicht für alle Fleischarten galt. Für 2021 hatte das Zentrum für Agroanalytik allerdings einen weiteren Anstieg der Fleischerzeugung vorhergesagt.

Agra Europe (AgE)

Weltfleischtag

Der Internationale Fleischtag (International Meat’s Day) oder Weltfleischtag wird weltweit von Menschen am 26. Februar gefeiert. Er entstand in der europäischen Nachkriegszeit, um die Fehlernährung vor allem von Kindern entgegenzutreten. Dabei ist heute teilweise umstritten, inwieweit die damals junge amerikanische Rindfleischindustrie Einfluss auf die Gründung dieses Tages nahm

Zur Erklärung des Datums werden je nach Quelle verschiedene Ereignisse herangezogen. Der deutsche Ernährungswissenschaftler Martin Hinger schlug auf der Zweiten Internationalen Wiederaufbaukonferenz am 12. Jänner 1945 in Berlin die Einführung eines internationalen Ernährungstages vor, ohne jedoch ein bestimmtes Datum zu favorisieren. Einen Monat später wurde am 26. Februar 1945 in Dänemark, Deutschland, Österreich und der Schweiz der erste Ernährungstag gefeiert.

Viele Jahre später im Zuge des Kalten Krieges wurden Stimmen der amerikanischen Fleischindustrie laut. Ursprungsmythos ist ein spontaner Streik von Fleischereiarbeiterinnen, der sich am 26. Februar 1857 in New York ereignet haben soll. Die Polizei habe diese Demonstration gegen niedrige Löhne und unzumutbare Arbeitsverhältnisse blutig niedergeschlagen, zahlreiche Arbeiterinnen seien bei diesem Einsatz ums Leben gekommen.

Historiker wie Christoph Högerl haben seit den 1980er Jahren jedoch darauf hingewiesen, dass es sich bei dem Aufstand von 1857 um eine „Legende“ handelt, die 1955 mit dem Ziel konstruiert worden sei, die amerikanische Fleischindustrie von seinen sowjetischen Mitbewerber zu schützen und mit einer Tradition zu versehen, die über den Bolschewismus hinausreicht. Die mythischen Ereignisse von 1857 wurden dabei teilweise mit einer tatsächlich stattgefundenen Veranstaltung vermischt.

Und Heute: Tierwohl wird von allen gefordert, aber die Entscheidung fällt am Kaufregal und schaut ganz anders aus. Deshalb muss in Zukunft die Standort gerechte und nachhaltige Kreislaufproduktion in den Focus und in das Bewusstsein des Konsumenten rücken.

Die Lebensmittelkette Hofer setzt seit 5 Jahren auf ihre ,,FairHof“- Initiative und garantiert auch für die nächsten 5 Jahre die kostendeckenden Aufschläge. Auch das AMA-Gütesiegel neu startet in diese Richtung, aber der Konsument hat es in der Hand unsere klein strukturierte Landwirtschaft mit den richtigen Griff ins Fleischregal zu erhalten.

In Kärnten wurde die Branchenorganisation ARGE- Kärntner Schweineproduktion neu aufgestellt um allen Kärntnerschweineproduzenten ein Dach zu bieten, in dem man Einzelmitglied werden kann, um in den schweren Zeiten die auf uns zu kommen, mitzureden- mitgestalten-mitverantworten und mitvertreten zu sein. Infoveranstaltung wird es im Mai geben.

Krieg in der Ukraine löst neue Preisspirale bei Dünger- und Getreidepreise aus

Für die Düngerpreise könnte die Ukraine-Krise gravierende Folgen haben. Betroffen sind Ammoniumnitrat, Phosphor und Kali. Exportunterbrechungen und europäische Sanktionen werden das Angebot erheblich ausdünnen.

In der vorigen Woche waren die Düngerpreise am Weltmarkt noch gefallen. Eine kleine indische Ausschreibung hatte für einen kräftigen Preisrutsch bei den Harnstoff-Preisen gesorgt. Doch jetzt steht alles wieder Frage: Die Folgen des bewaffeneten Konflikts am Schwarzen Meer sind gravierend und wirken sich auf viele Bereiche aus.

Die Preise für Rohöl und Erdgas sind bereits kräftig gestiegen. Die Auswirkungen für das weltweite Angebot bei Weizen, Mais und Gerste sind angesichts des Gewichts beider Länder auf diesen Märkten erheblich. Sie lassen sich unmittelbar an den steigenden Getreidepreisen ablesen. Marc Zribi, Leiter der Getreideabteilung des französischen Landwirtschaftsamtes FranceAgriMer, sagte auf einer Tagung gegenüber dem Agrarportal terre-net, dass die kurzfristigen Risiken im Falle eines offenen Konflikts erheblich sind.

Auf Russland entfallen nach Auskunft von Zribi immerhin 13 Prozent des Welthandels mit Düngemittel-Zwischenprodukten und 16 Prozent des Handels mit fertigen Düngemitteln. Noch schwerwiegender sind die Folgen beim Export von Ammoniumnitrat. Insbesondere Brasilien könnte massive Probleme bekommen, denn das südamerikanische Land kauft fast 60 % der russischen Ausfuhren.

Dabei bestreitet Russland insgesamt 40 % der weltweiten Exporte von Ammoniumnitrat. Ein erheblicher Teil davon geht auch nach Europa. Außerdem ist Russland mit 17 % des weltweiten Handels-Volumens auch ein wichtiger Lieferant von Phosphaten bzw. Phosphordünger.

Schließlich sind auch große Risiken für die Versorgung mit Kali zu befürchten. Hier kommt Russland ebenso wie Weißrussland auf rund 20 % der globalen Handelsmenge, sagt Zribi. Brasilien, China, Indien, Indonesien und die Vereinigten Staaten, auf die zusammen zwei Drittel der weltweiten Kaliimporte entfallen, wären im Falle von Sanktionen unmittelbar betroffen.

„Alles in allem könnte der Konflikt eine neue Aufwärtsspirale bei den Düngemittelpreisen anheizen“, sagte der Leiter der Getreideabteilung von FranceAgirmer. Eine Verschärfung der Krise hätte außerdem auch Auswirkungen auf die Logistikströme. Es dürfte auf jeden Fall zu verlängerten Lieferzeiten kommen, zu Umwegen beim Transport und stark steigenden Kosten für Seefracht und Versicherung.

Außerdem dürfte es neue Rechtsunsicherheit in Verträgen geben, mit dem Risiko des Zahlungsausfalls wegen „höherer Gewalt“ im Kriegsfall. Ein offener Konflikt führt außerdem auch zu erheblichen Störungen in den internationalen Finanzkreisläufen. Am Ende droht auch eine Rückkehr der großen Importeure zu einer komplett veränderten Beschaffungspolitik und zur Sicherung der eigenen Versorgung mit Agrarrohstoffen, was die Märkte zusätzlich belasten dürfte.

Na endlich- Mastschweine-Notierung steigt um 7 Cent

Laut Österreichischer Schweinebörse war das Angebot an schlachtreifen Schweinen in
der Berichtswoche nicht zu viel und nicht zu wenig. Für die Ausgewogenheit auf dem
Lebendmarkt sprach auch, dass das durchschnittliche Schlachtgewicht wie in den Vor-
wochen 99,4 kg betrug. Der Fleischhandel Richtung Wintersportgebiete entwickelte sich
zunehmend positiv, während international tätige Großhändler noch immer mit Dumpingan-
geboten von Mitbewerbern kämpften.

Auf den Ferkelmärkten in den österreichischen Regionen herrschten weitegehend ausge-
glichene Angebots- und Nachfrageverhältnisse. Eine pünktliche Belieferung der Mäster
gelang nicht immer und überall. Für eine weitere Verbesserung der Ferkelpreise fehlten
vorerst aber noch klare und belebende Signale vom Schlachtschweinemarkt.Europaweit stellte man bereits eine Belebung des Ferkelhandels fest. Bei einem meist
durchschnittlichen Angebot nahm die Nachfrage insbesondere in den Ländern mit steigen-
den Schweinepreisen zu. Dort wurden oftmals auch die Ferkelnotierungen angehoben.

Am europäischen Schlachtschweinemarkt ist der Knoten geplatzt und die Trendwende eingeläutet, sagt auch die Interessengemeinschaft der Schweinehalter (ISN). Die Notierungen für Schlachtschweine steigen in vielen EU-Mitgliedsländern zwischen 3 und 6 Cent an. Nur in Italien setzt sich der Abwärtstrend wegen der ASP-Probleme fort.

Noch ist der europäische Fleischmarkt aber relativ gut versorgt, sagt jedenfalls die ISN. Doch die Lockerungen der Corona-Maßnahmen sowie verschiedene saisonale Entwicklungen  lassen nach Einschätzung der Marktbeobachter eine weitere Erholung der Nachfrage erwarten .Entscheidend dafür war neben dem saisonal rückläufigen Angebot die steigende Fleisch-
nachfrage. Impulse kamen vom Wintertourismus und der Gastronomie, die von den Locke-
rungen der Corona-Maßnahmen profitierten.

Wojciechowski lehnt Krisenhilfen für Schweinehalter weiter ab

EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski beharrt auf seiner Absage von Sonderbeihilfen für die europäischen Schweinehalter. Stattdessen fordert er nationale Hilfspakete von den Mitgliedsstaaten.

EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski bleibt seiner Haltung zum Schlachtschweinemarkt treu: Auch auf dem Agrarrat am Montag dieser Woche (21.2.) erteilte er Forderungen nach Krisenhilfen eine Absage. Der Pole bekräftigte damit seine schon bei den vier vorangegangenen Agrarministertreffen eingenommene Position, als er Anfragen auf Sonderbeihilfen stets mit Nein beantwortet hatte. Erneut war es sein Heimatland Polen, das mit Unterstützung aus Ungarn und Lettland, Hilfen forderte. Die Delegation aus Warschau wies darauf hin, dass die Zahl der kleinen und mittleren Schweinebetriebe in Polen in den vergangenen fünf Jahren um die Hälfte abgenommen habe.

Agra Europe (AgE)Wojciechowski räumte ein, dass die Lage für die Schweinehalter nach wie vor „besorgniserregend“ sei. Kritisch zu bewerten sei auch der starke Anstieg der Energie- und Düngemittelpreise. In dem Zusammenhang stellte der Brüsseler Agrarchef für Anfang März eine Mitteilung der Kommission zum Umgang der EU mit der Energiekrise in Aussicht. Auch die Afrikanische Schweinepest (ASP) stelle nach wie vor ein großes Problem dar, erklärte Wojciechowski. Der Sektor muss nach seinen Worten aber auch selbstkritisch einräumen, dass er die Erwartungen an die Nachfrage Chinas falsch eingeschätzt habe.

Der Preistrend nach unten sei aber inzwischen gebrochen. Aktuell hätten die Schlachtschweinepreise ein Niveau erreicht, das mit dem des Vorjahres vergleichbar sei. Auch die Ferkelpreise würden, wenn auch nur langsam, weiter ansteigen. Der Forderung von Delegationen nach einem Einsatz der Krisenreserve stellte sich der Agrarkommissar ebenfalls entgegen.

Erneut ermunterte er stattdessen die Mitgliedstaaten, sofern nicht schon geschehen, nationale Hilfsprogramme für die Landwirte aufzuerlegen. Laut Wojciechowski muss sich der Sektor langfristig anders aufstellen. Die Abhängigkeit von Exporten in instabile Drittlandsmärkte und der Bedarf an Soja- und Maisimporten seien zu hoch. „Bedenklich“ sei zudem, dass in einigen Mitgliedstaaten eine „massive Konzentration“ in immer größeren Schweinehaltungsbetrieben erfolge. Spanien mit einem plus von 5,4%. Agra Europe (AgE)

Chinas wachsender Schweinebestand kurbelt Futtermittelindustrie an und die Preise werden unbezahlbar

Die gesamte Futtermittelproduktion in China stieg 2021 gegenüber dem Vorjahr um 16,1 % auf 293,4 Mio. t an. Der wichtigste Absatzmarkt für die Futtermittelhersteller war die Schweinehaltung.

Der wieder zunehmende Schweinebestand und ein größerer Bedarf für Rinder und Aquakulturen haben Chinas Futtermittelherstellern im vergangenen Jahr gute Geschäfte ermöglicht. Wie der nationale Verband der Futtermittelindustrie kürzlich mitteilte, nahm die Gesamtproduktion gegenüber 2020 um 16,1 % auf 293,4 Mio. t zu. Aufgrund der höheren Preise stieg der Umsatz sogar um 29,3 % auf umgerechnet 170 Mrd. €. Dem Verband zufolge nahm die Erzeugung von Mischfutter um 17,1 % auf 270,2 Mio. t und diejenige von speziellem Kraftfutter um 2,4 % auf 15,5 Mio. t zu. Zudem wurden 14,8 Mio. t an Futtermittelzusatzstoffen hergestellt; das waren 6,2 % mehr als im Vorjahr.

Wichtigster Absatzmarkt waren die Schweinehalter, für die mit 130,8 Mio. t fast die Hälfte mehr Futter produziert wurde als 2020. Nach Angaben des Verbandes gab es 2021 in China insgesamt 957 Produktionsanlagen mit einem Ausstoß von jeweils mehr als 100.000 t Futter; das waren 208 Anlagen mehr als im Vorjahr. In landesweit 14 Produktionsstätten konnten mehr als 500.000 t im Jahr erzeugt werden; die größte Anlage brachte es auf 1,25 Mio. t. Hochburg der industriellen Futtermittelproduktion ist die Provinz Shandong, wo 2021 rund 44,7 Mio. t an Futtermitteln erzeugt wurden. Es folgt Guangdong mit 35,7 Mio. t. Wie der Verband außerdem mitteilte, ging der Anteil von Mais und Soja in den Futtermittelmischungen zurück, dafür erhöhte sich unter anderem der von Rapsschrot und Baumwollschrot. Agra Europe (AgE)

Herkunftskennzeichnung: Köstinger und Özdemir gründen Fairness-Allianz

Brüssel Beim Treffen der EU-Agrarminister in Brüssel am Montag (21. 2.) hat Österreichs Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger gemeinsam mit dem deutschen Landwirtschaftsminister Cem Özdemir eine Fairness-Allianz initiiert. 14 Länder, mehr als die Hälfte der EU-Mitgliedsstaaten, unterstützen diesen österreichisch/deutschen Vorstoß, darunter Spanien, Italien, Portugal, Finnland, Belgien, sowie osteuropäische Länder wie Bulgarien, Ungarn, Rumänien und Slowenien. Frankreich gilt inoffiziell auch als Befürworter einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung. Da das Land aber derzeit den Ratsvorsitz innehat, kann es sich offiziell nicht zur Allianz bekennen.

Gemeinsam fordern die Mitgliedsstaaten die EU-Kommission auf, zügig einen Legislativvorschlag für eine verpflichtende EU-weite Herkunftskennzeichnung vorzulegen, der die veränderten Verbraucheranforderungen berücksichtigt, aber vor allem Rahmenbedingungen schafft, damit Bäuerinnen und Bauern wieder fair von ihrer täglichen Arbeit leben können. Die Kommission hatte für Ende 2022 einen Vorschlag zur Herkunftskennzeichnung angekündigt. Allerdings denkt Brüssel eher an eine freiwillige Lösung, hört man aus gut informierten Brüsseler Kreisen.

So soll Brüssel auch die Position der Landwirtinnen und Landwirte in der Lebensmittelversorgungskette weiter stärken. Die Umsetzung der Richtlinie gegen unfaire Handelspraktiken (UTP-Richtlinie) und die Stärkung von Erzeugergemeinschaften zur Verbesserung der Marktposition sind dafür aus Sicht der Allianz nur erste Schritte. Das Stärken regionaler Versorgungsketten und kurzer Versorgungswege, wie sie auch schon in der Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ angesprochen werde, steht ebenfalls auf dem Forderungskatalog.

Unsere Agrarministerin Köstinger sind in der Allianz einen „Riesen-Erfolg“. So habe Österreichs Vorstoß beim informellen Rat Anfang Februar gezeigt, dass die verpflichtende Herkunftskennzeichnung ein zwingend notwendiges Instrument ist, um die Wertschöpfung bei den Bäuerinnen und Bauern zu steigern, so Köstinger. Sie verweist auf die positiven Effekte einer Herkunftskennzeichnung für die Bäuerinnen und Bauern in Österreich bereits bei der verpflichtenden Herkunftskennzeichnung von Frischfleisch im Lebensmitteleinzelhandel oder beim freiwilligen AMA Gütesiegeln. Laut Köstinger legen 86 % der Österreicher großen Wert auf die Herkunft von Lebensmitteln. „Daher brauchen wir eine europaweite Kennzeichnung, die diesen Namen auch verdient. Und keine Freihandelsabkommen auf Kosten der Bäuerinnen und Bauern“, so die Agrarministerin. Sie unterstützt daher die Aussagen ihres französischen Amtskollegen Julien Denormandie gegen Mercosur. Nach Ansicht des Franzosen müssen EU-Freihandelsabkommen neu überdacht werden. Denormandie lehnte Mitte Februar im Umweltausschuss des EU-Parlaments das Handelsabkommen Mercosur klar ab.

EU-Schweinebestände klar rückläufig

Viele Schweinehalter in der Europäischen Union haben offensichtlich auf die stark gestiegenen Produktionskosten bei anhaltend niedrigen Erzeugerpreisen im vergangenen Jahr reagiert und ihre Bestände spürbar abgestockt. Darauf deuten jedenfalls erste vorläufige Ergebnisse der Viehzählung vom November beziehungsweise Dezember 2021 hin, die das Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) jetzt für 14 der 27 Mitgliedstaaten veröffentlicht hat. 

Demnach ist die Zahl der in diesen Ländern gehaltenen Schweine, die gut 60 % des EU-Gesamtbestandes repräsentieren, gegenüber der Vorjahreserhebung um 5,78 Millionen oder 6,4 % auf 84,06 Millionen Tiere gesunken. Die Zuchtsauenherde nahm dabei um 416’000 oder 6,2 % auf 6,31 Millionen Stück ab.

Zu beachten ist bei diesen Daten allerdings, dass Spanien als der grösste Schweineproduzent in der EU noch keine Zahlen gemeldet hat. Dortige Analysten erwarten mehrheitlich keinen grösseren Rückgang der Viehzahlen.

Laut den bisher vorliegenden Ergebnissen wurde – mit Ausnahme des wenig bedeutenden Zyperns – in allen EU-Staaten der Schweinebestand abgestockt. Absolut gesehen fiel in Deutschland das Minus mit 2,45 Millionen oder 9,4 % auf 23,62 Millionen Tiere am grössten aus. Relativ gesehen war der Einbruch in Polen mit 12,7 % auf 10,24 Millionen Stück jedoch noch stärker.

Ähnlich stark verringerten die Halter in Griechenland ihre Schweineherde, nämlich um 12,5 % auf 650’000 Stück. Bei den grösseren Produzentenländern wurde für die Niederlande ein Bestandsrückgang von 5,8 % auf 10,87 Millionen Schweine gemeldet.

In Frankreich ging es um 3,4 % auf 12,94 Millionen Tiere nach unten. Zudem waren in Belgien 2,8 % weniger Tiere eingestallt. In Dänemark wurde der positive Trend der Vorjahre gebrochen, denn mit 13,15 Millionen Schweinen wurde das vergleichbare Niveau vom Dezember 2020 um 1,8 % unterschritten.

Ein ähnliches Bild wie im Gesamtbestand gab es auch bei der für die weitere Produktionsentwicklung wichtigen Zahl der Zuchtsauen. Hier sollen die polnischen Erzeuger laut den vorläufigen Daten von Eurostat binnen Jahresfrist ihre Herde um rund ein Fünftel auf nur noch 654’000 Tiere abgebaut haben.

In Deutschland kam es gemessen am EU-Mittel ebenfalls zu einem überdurchschnittlichen Rückgang des Sauenbestandes, und zwar um 7,3 % auf 1,57 Millionen Stück. In Frankreich und Dänemark wurden 3,8 % beziehungsweise 3,0 % weniger Sauen als ein Jahr zuvor gezählt. Moderater fiel der Rückgang in den Niederlanden mit 1,8 % auf 910’000 Muttertiere aus.

Europas Bauern zittern vor dem Green Deal

Der Green Deal wird nicht nur die Landwirtschaft stark verändern. Auch die Verbraucher müssen sich wohl auf höhere Preise einstellen.

Ob der Green Deal für Europas Bauern eine rosige Zukunft bedeutet, ist offen.
Ob der Green Deal für Europas Bauern eine rosige Zukunft bedeutet, ist offen.

Farm to Fork, vom Bauernhof bis zum Tisch, heißt die Strategie, mit der die EU bis 2030 die Umweltziele des Green Deals von der Landwirtschaft entlang der gesamten Lebensmittelkette bis zum Konsumenten umsetzen will. Obwohl es noch nicht mehr als grobe Ziele gibt, sorgt das bei den Bauern schon jetzt für viel Unbehagen.

Wie sie bei einer Reduktion des Pflanzenschutzmitteleinsatzes um 50 Prozent, des Einsatzes von Düngemitteln um 20 Prozent und der Stilllegung von 10 Prozent der Flächen wirtschaftlich zurechtkommen sollen, können sich die wenigsten vorstellen. Sie befürchten, dass sie zu den Opfern der EU-Umweltpläne werden könnten, wahrend sich Farmer in anderen Teilen der Welt wegen der neuen Absatzchancen in Europa schon jetzt die Hände reiben können. Die Produktion der EU-Landwirtschaft werde Studien zufolge um bis zu 12% sinken und die Wettbewerbsfähigkeit dramatisch zurückgehen.

Einig sind sich die Wissenschaftler auch darin, dass Europa sein Position auf den internationalen Lebensmittelmärkten schwächen und deutlich stärker als bisher von Importen abhängig würde. Es wird erwartet, dass sich die Handelströme neu ordnen. Von einem Nettoexporteur würde die EU vor allen bei Getreide und Rindfleisch zu einem Nettoimporteur werden. Bei Schweinefleisch und Milch würden die Nettoexporte deulich zurückgehen und bei Ölsaaten sowie Obst und Gemüse die Nettoimporte deulich steigen.

Es gibt aber noch eien zweite Seite, die über die Landwirschaft hinausgeht. Wissenschafter des Karlsruher Instituts für Technologie nennen den Grenn Deal einen schlechten Deal für den Planeten. Die Universität Kiel hat errechnet, dass die Umsetzung der Farm-to-Fork-Strategie zusätzliche Treibhausgasemissionen von mehr als 50 Mill. Tonnen CO²-Äquivalent in der Landwirtschaft in Nicht-EU-Ländern bedeutet. Unterm Strich sei die Strategie nichr klimawirksam, schließt man daraus. Die Universität von Wageningen hat zudem eine beträchtliche Änderung der Landnutzung errechnet. Außerhalb dr EU würden demnach direkt und indirekt insgesamt fast acht Millionen Hektar zusätzlich benötigt, um die Flächenstilllegungen und Produktionsrückgänge in der EU zu kompensieren.

Auch das Preisgefüge wird sich verschieben. Einig sind sich die Studien darin, dass die Umsetzung des Green Deals eine deutliche Verteuerung der Agrarprodukte und in der Folge auch die Lebensmittel für die Konsumenten bringen wird. Auf insgesamt bis zu 70 Milliarden Euro wird der Verlust an Wohlfahrt für die Konsumenten geschätzt. Das sind durchschnittlich 157 Euro pro Kopf in der EU.

Darüber wie sich die Farm-to-Fork-Vorgaben auf die Brieftaschen von uns Bauern auswirken werden, gehen die Meinungen der Wissenschafter hingegen auseinander. Im EU-Durchschnitt soll das Einkommensplus 156 Euro je Hektar ausmachen bei uns in Österreich sagt man ein Plus von 189 Euro je Hektar voraus.

ÖKO-BILANZIERUNG nun auch für Ackerbaubetriebe

Kennen Sie den ökologischen Fußabdruck ihres Betriebes ? Erfahren Sie im Online-Seminar mehr zur Ökobilanzierung und zur standortgerechten Landwirtschaft.

Termin : Donnerstag 24. Februar 2022, 19- 20:30 Uhr

Im Ackerbau gilt es über gezielte Fruchtfolgen Humus und Bodenfruchtbarkeit zu erhalten. Der Einsatz von Pflanzenschutzmittel und Dünger stabilisiert die Erträge. Eine standortgerechte Landwirtschaft versucht einen Ausgleich von ökonomischen und sozialen Aspekten zu schaffen. Die HBLFA Raumberg- Gumpenstein und der von uns bekannte Dr. Thomas Guggenberger hat das Betriebsmanagement – Werkzeug ,, FarmLife“, das einige vom SVR schon nutzen , für eine standortangepasste und leistungsorientierte Landwirtschaft entwickelt. Dabei wird für den Betrieb eine Ökobilanz und eine Risikobewertung erstellt.

In diesem Online Seminar erfahren Sie, wie sie zu einer Ökobilanz kommen und wie Sie mit Hilfe des Beratungstool FarmLife langfristig ihre ökonomischen als auch die ökologischen Kennzahlen optimieren und ihren Hof am Konzept der standortangepassten Landwirtschaft ausrichten können.

Vom SVR wird Johannes Wedenig der Ackerbauer und Schweinemäster ist, über seinen Betrieb und seine Ökobilanz die er mit FarmLife errechnet hat berichten, und seine Erfahrungen damit und welchen Mehrwert man hat.

Vom LFI Kärnten ist Dipl. Ing. Berhard Tscharre zuständig. 0463-5850 1403

Kosten, Anmeldung, Information: 15 Euro für Landwirte mit Betriebsnummer LFI-Kärnten 0463/5850- 2500

EU-Schweinemarkt: Deutsche Notierung angehoben

Auf dem EU-Schweinemarkt lief der Handel zumeist in ruhigen Bahnen. Nachfrageseitig
fehlten weiterhin spürbare Impulse aus dem Fleischgeschäft. Stabilisierend wirkte das
tendenziell rückläufige Angebot. Abgesehen von Italien, das mit den Auswirkungen der
Afrikanischen Schweinepest in den Regionen Piemont und Ligurien kämpfte, konnten sich
die Notierungen zumindest behaupten. Im Windschatten von Spanien verbuchte auch
Frankreich einen Preisanstieg. Dieser wurde aufgrund wachsender Ausfuhren in das süd-
westliche Nachbarland und durch einen freiwilligen Krisenzuschlag eines französischen
Schlachtunternehmens möglich.

In Deutschland nimmt das Schweineangebot ab. Gleichzeitig steigen die Schlachtungen,
weil weniger Personal als zuletzt durch Corona-Infektionen ausfällt. Regional ist die Nach-
frage bereits größer als die verfügbaren Mengen. Daher steigt der Vereinigungspreis für
Schlachtschweine ab dem 17. Februar um 5 Cent auf EUR 1,25 je kg. Im Fleischhandel
hofft man auf eine Belebung durch Lockerungen der Maßnahmen gegen die Pandemie.

Laut Österreichischer Schweinebörse gelang in der Berichtswoche ein weitgehender Ab-
bau der seit Monaten bestehenden Überhänge. Diese Entwicklung ermöglichte vor allem
der Rückgang des Schweineangebotes, der eine Folge des Preiseinbruchs Mitte 2020
war. Der Handel mit Schweinefleisch lief weiter zäh auf teilweise sehr tiefem Preisniveau.
Heimische Fleischunternehmer kritisierten massives Preisdumping durch deutsche und
spanische Anbieter.

Der österreichische Ferkelmarkt entwickelte sich positiv. Bei einem anhaltend unterdurch-
schnittlichen Angebot kam Schwung in die Nachfrage.

Europaweit bestand bei Ferkeln eine hohe Absatzsicherheit. Neben oftmals ausgegliche-
nen Märkten überwog in einigen Ländern bereits die Nachfrage. Stabile bis leicht steigen-
de Notierungen entsprachen den unterschiedlichen Verhältnissen.

In China fallen die Schweinepreise nach dem Frühlingsfest Anfang Februar auf neue Tiefstände. Diese Woche lagen die Preise für lebende Schweine am Terminmarkt in Dalian nur noch bei 12.500 Yuan je Tonne Lebendgewicht (1.650 Euro/t). Das ist der niedrigste Preis seit dem bisherigen Rekordtief im vorigen September. Zugleich sind die chinesischen Schweinepreise damit rund 60 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Die chinesischen Schweinehalter, vor allem aber die großen Unternehmen, die viele Milliarden Dollar in Schweinehochhäuser und Großanlagen investiert haben, machen riesige Verluste.

Gastro muss Blockade gegen Herkunftskennzeichnung einstellen

Noch in diesem Jahr soll bei uns in Österreich eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für Lebensmittel umgesetzt werden. Der Gastronomiebereich pocht auf Freiwilligkeit.

Der Verband Österreichischer Schweinebauern (VÖS) fordert die umfassende Umsetzung der Herkunftskennzeichnung für Lebensmittel in der Gemeinschaftsverpflegung, für verarbeitete Lebensmittel sowie in der Gastronomie. „Die ablehnende Haltung und die Drohgebärden des Gastronomie-Spartenobmanns der Wirtschaftskammer, Mario Pulker, sind skandalös.“

Pulkers Aussagen, wonach es „der Sau relativ wurscht sein wird, ob sie in Österreich oder Ungarn auf einem Spaltenboden steht“, seien, so der VÖS, eine „Verhöhnung der österreichischen Landwirtschaft und gehen gegen den allgemeinen Trend zu mehr Nachhaltigkeit und Regionalität. In Österreich werden Schweine auf Familienbetrieben gehalten, das Futter kommt im Sinne der Kreislaufwirtschaft überwiegend von den hofeigenen Ackerflächen und auch die Zucht ist in bäuerlicher Hand. Das ist in den meisten europäischen Ländern gänzlich anders“.

Auch in Haltungsfragen befinde sich Österreich mitten in einer nachhaltigen Weiterentwicklung zu mehr Tierwohl. Ein Beispiel sei der Umstieg auf Bewegungsbuchten in der Sauenhaltung, wo Österreich in Europa eine Vorreiterrolle einnehme. Der VÖS bekennt sich außerdem im Rahmen einer umfassenden Tierwohlstrategie zu dem Ziel, bis 2030 den Anteil an Schweinen aus Systemen mit besonders hohen Tierwohlstandards zu vervierfachen.

„Dieser Umbau zu mehr Tierwohl in der Schweinehaltung kann aber nur funktionieren, wenn alle Teilnehmer entlang der Wertschöpfungskette Verantwortung übernehmen und die österreichische Landwirtschaft unterstützen. Konsumentinnen und Konsumenten sollen sich deshalb in Zukunft auch im Wirtshaus bewusst für österreichisches Fleisch entscheiden können. Unsere heimischen Wirtinnen und Wirte wurden im Rahmen der Corona-Pandemie zu Recht mit Hilfspaketen gestützt. Nun ist es an der Zeit, dass sich die Gastronomie solidarisch mit der krisengebeutelten Landwirtschaft zeigt und die Blockade gegenüber einer umfassenden Herkunftskennzeichnung einstellt“, so VÖS-Geschäftsführer Michael Klaffenböck.

Die Andeutung Pulkers, dass die Versorgungssicherheit auf dem Spiel stünde, ist zurückzuweisen. „Ich kann versichern, dass der heimischen Gastronomie ausreichend hochwertiges österreichisches Schweinefleisch zur Verfügung steht“, betont Johann Schlederer, Geschäftsführer der Österreichischen Schweinebörse. „Fleisch darf natürlich weiterhin importiert werden, aber das Unterjubeln von anonymer ausländischer Ware im Wirtshaus muss ein Ende haben. Der heftige Widerstand der Wirtevertreter bestätigt einmal mehr den sehr hohen Anteil von billigem ausländischem Fleisch in der Gastronomie. Wir wissen aber auch, dass viele Gastronomen bereits jetzt erfolgreich auf österreichische Ware setzen.“

In der Ferkelnachfrage kommt wieder Luft nach oben

Die üblichen Preisverbesserungen am Ferkelmarkt im Februar fallen aufgrund des niedrigen Schlachtschweinepreises noch verhalten aus. Mit Plus 5 Cent macht die Notierung aber auch diese Woche einen Schritt nach oben.

Am europäischen Schlachtschweinemarkt geht die Schere in der laufenden Schlachtwoche weiter auseinander. Während die Notierungen in den meisten EU-Ländern vornehmlich von Stabilität geprägt sind, steigen die Notierungen in Spanien und Frankreich an. Der italienische Markt zeigt weiter Schwäche.

Gar nicht vom Fleck kommt vorerst der Schlachtschweinemarkt. Dennoch kommt ein leichter Optimismus auf. Anhaltend rückläufige Produktionszahlen stützen zunehmend den europäischen Schweinemarkt. Die jetzt aktuell veröffentlichen Zahlen zu den Zuchtsauenbeständen zeigen in vielen EU-Ländern ein sattes bis zweistelliges prozentuelles Minus. Vor allem in Deutschland leidet in manchen Regionen bereits die Ferkelversorgung. Die europäischen Ferkelmärkte zeigen inzwischen eine hohe Absatzsicherheit,

Erfreulich entwickelt sich auch der heimische Ferkelmarkt. Bei einem anhaltend unterdurchschnittlichen Angebot kommt nun Schwung in die Ferkelnachfrage. Eine vollständige und pünktliche Markträumung ist die Folge. Die Tendenz zeigt für die nächsten Wochen Richtung Ferkelknappheit. Der Notierungspreis steigt um 5 Cent auf 1,90 €/kg.

Unsere Landwirtschaftsministerin Köstinger: Billigimporte fluten heimischen Markt

Die Landwirtschaftsministerin von Österreich kritisiert die hohen Schweinefleischimporte aus Deutschland.

Unsere Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger hat die Notwendigkeit unterstrichen, den heimischen Schweinehaltern in der aktuell schwierigen Situation finanziell unter die Arme zu greifen. „Ein ganzes Schwein aus Deutschland ist aktuell um 50 € günstiger als eines aus Österreich. Das führt dazu, dass der Markt mit billigem Importfleisch überschwemmt wird und unsere schweinehaltenden Betriebe seit Monaten nicht mehr kostendeckend produzieren können“, beklagte die Ministerin vergangene Woche beim Fachtag Schweinehaltung auf der Wintertagung 2022 des Ökosozialen Forums. Deshalb bedeute jeder Handgriff im Stall ein Minus auf dem Konto, und diese Situation setze die Bauern unter Druck. Laut Köstinger stehen in Österreich mit dem „Verlustersatz für indirekt Betroffene in der Landwirtschaft“ für den Schweinebereich zusätzlich 20 Mio. € zur Verfügung, um den betroffenen Betrieben zumindest einen Teil ihres Einkommensverlustes abzugelten und die angespannte Situation etwas zu entlasten. Johann Schlederer, Geschäftsführer des Verbandes landwirtschaftlicher Veredelungsproduzenten (VLV) und der Österreichischen Schweinebörse, betonte, dass es unter den Verbrauchern den Wunsch nach mehr Tierwohl gebe. Deshalb strebe Brüssel im Rahmen der Farm-to-Fork-Strategie in den nächsten Jahren das „Animal Welfare Labeling“ an, das die gesamte Produktion umfassen solle. Nach Ansicht von Schlederer dürfte es allerdings ein langwieriger und komplexer Prozess werden, eine Umsetzung für alle Länder zu schaffen, da ein solches Vorhaben schon in einzelnen Mitgliedstaaten schwierig sei. Hinzu komme, dass das Thema Tierwohl nicht in allen Ländern ernstgenommen werde. Prof. Wilhelm Windisch von der Technischen Universität München (TUM) wandte sich gegen die Behauptung, dass Nutztiere Nahrungsmittelkonkurrenten des Menschen seien. Genau das Gegenteil sei der Fall. Nutztiere seien „ein Booster der Lebensmittelproduktion“, und zwar tierisch und vegan. Die Kombination der Produktion veganer Produkte mit der Verfütterung der Nebenprodukte an Nutztiere erzeuge ein Maximum an Lebensmitteln aus derselben Biomasse bei weitgehend unveränderten Emissionen, so Windisch. Umweltwirkungen durch die Nutztierhaltung entstünden erst beim gezielten Anbau von zusätzlichem Futter oder durch die Umwidmung von essbaren Pflanzenkulturen zu Tierfutter. AgE

Die Endemie ist ein falsches Freiheitsversprechen

Endemie ist in der Pandemie das Zauberwort, das Freiheit verheißt. Aber das ist leider ein Missverständnis.

Von

  • Jo Schilling

Ob es wohl daran liegt, dass das Wort „Ende“ in endemisch steckt, dass so viele Hoffnungen auf diesem Begriff ruhen? Es heißt immer: Wenn wir nur erst von der pandemischen in die endemische Lage übergehen, dann… Ja, was dann?

Der Begriff „Endemie“ geistert durch die virologische und politische Landschaft als Hoffnungsmarker, dabei heißt endemisch überspitzt nichts weiter als: Die Krankheit bleibt in der endemischen Region. Und zwar dauerhaft. Definiert ist die Endemie dadurch, dass die Zahl der Krankheitsfälle in einer Region erhöht, aber etwa konstant ist. Das Kriterium ist dabei nicht, dass nur Wenige leicht erkranken, wie der inflationäre Gebrauch der „endemischen Lage“ suggeriert. Das Kriterium ist ein konstantes Niveau von Kranken, das auch durchaus hoch sein kann.

Ganz so einfach ist das nicht, wenn es um Infektionserreger geht. Das perfekte Beispiel für eine solche Endemie ist sicher die Malaria: Sie ist räumlich begrenzt durch den Verbreitungsraum der Anopheles-Mücke, die den Malaria-Erreger auf Menschen überträgt. Die Moskitos sind stets präsent, es gibt keine ausgeprägten saisonalen Effekte. Endemisch heißt in diesem Fall allerdings auch, dass in der afrikanischen Subsahara-Region im Jahr 2020 um die 240 Millionen Menschen an Malaria erkrankt und etwa 600.000 daran gestorben sind. Das zeigt sehr deutlich, worüber das Wort endemisch nichts sagt: über die Schwere des Krankheitsverlaufs, über die Zahl der Erkrankten und über die der Toten. Auch die Pocken waren endemisch, Polio ist es nach wie vor. Und niemand wird wohl behaupten wollen, dass diese Krankheiten harmlos sind.

Ein entscheidender Unterschied zwischen Malaria und COVID-19 ist natürlich, dass es für SARS-CoV-2 einen wirksamen und zugelassenen Impfstoff gibt. Dass endemische Zustände durch gute Impfstoffe beendet werden können, zeigen die Pocken und Polio. Zwar ist Polio noch nicht eradiziert, so wie die Pocken, aber das hat eher politische als medizinische Gründe. Aber SARS-CoV-2 ist eben ein anderes Virus. Eines, das sich rasant verändert und so dafür sorgt, dass die Impfstoffe nur eine gewisse Halbwertzeit haben. Das haben die letzten Monate eindrücklich gezeigt.

Gerne wird darauf verwiesen, dass es verschiedene Corona-Viren gebe, die ebenfalls endemisch wären und nur einen ordinären Schnupfen auslösen. Dabei schwingt die Hoffnung mit, dass es mit SARS-CoV-2 ähnlich laufen könnte. Aber diese Corona-Erkältungsviren nehmen auch ohne Impfung keine Leben – zumindest nicht als alleinige Ursache. Sie sind harmlos und kosten uns nichts weiter als ein paar Tage Unwohlsein und unzählige Taschentücher.

Weshalb durchaus auch Experten von einer Zukunft des SARS-CoV-2 als neuer Erkältung sprechen, es ist mitnichten deren Glaube daran, dass das Virus sich abschwächen wird. Soweit wir wissen, sind Mutationen Zufall und es setzen sich diejenigen Mutationen durch, die dem Virus einen Vorteil verschaffen. Den Vorteil, sich effizient zu verbreiten. Tötet das Virus schnell, entzieht es sich selbst die Existenzgrundlage, denn ein toter Wirt verbreitet keine Viren. Sackgasse. Aber ein langsam über Wochen auf der Intensivstation sterbender Mensch ist durchaus ein guter Wirt. Er hat noch viel Zeit, das Virus unter die Menschen zu bringen.

Auch den Legehennhalter geht es schlecht- ZAG fordert rasche Hilfe

Die Auswirkungen der Corona-Krise schädigen die österreichischen Legehennenhalter immer gravierender. Eine wirtschaftliche Betriebsführung ist für viele nicht mehr möglich. Die Dachorganisation der Österreichischen Geflügelwirtschaft (ZAG) fordert deshalb einen Mehrpreis zum Ausgleich extremer Kostensteigerungen, eine Lebensmittelkennzeichnung und nationale Stützungsmaßnahmen.

Die Gründe für die kritische Situation liegen laut ZAG einerseits in den stark gestiegenen Kosten für Betriebsmittel, die bisher nicht ausreichend an die Handelspartner weitergegeben werden konnten. Andererseits belaste die Branche nach wie vor der deutlich zu geringe Eierabsatz in der Gastronomie. Der nachweislich sehr hohe österreichische Qualitätsstandard und der damit einhergehende höhere Basispreis würden auch kaum Exporte, die den Markt entlasten könnten. Die Preise für Industrieeier seien ebenfalls auf einem Niveau, auf dem nicht einmal die Futterkosten abgedeckt werden können.

Weiters kämpfe die Branche seit letztem Herbst auch gegen die Einschleppung der Vogelgrippe. Biosicherheitsbestimmungen hätten verschärft werden müssen. Viele Bauern könnten nun ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. Marktexperten gehen davon aus, dass viele Betriebe gänzlich aus der Geflügelhaltung aussteigen werden, oder leer stehen lassen. Mit der Erholung der Gastronomie könnte damit am Markt in Zukunft eine Unterversorgung entstehen.

Offizielle Notierungen für Weizen, Mais und besonders GVO-freies, europäisches Soja seien seit Herbst des letzten Jahres letztlich auch aufgrund der Corona-Krise noch einmal deutlich angestiegen. Die Preise für Legehennenfutter lägen inzwischen um zirka 50% höher als noch vor der Corona-Krise. Zeitgleich seien die Kosten für Strom und Heizen sowie Verpackungen auch auf Ebene der Eierpackstellen gestiegen. Bauern und Eierpackstellen hätten diese Kosten bislang nur zu einem geringen Teil von den Handelspartnern abgegolten bekommen, obwohl der Lebensmitteleinzelhandel die Endverbraucherpreise angehoben hat.

ZAG-Obmann Franz Karlhuber fordert für österreichische Bauern und Eierpackstellen einen fairen Anteil am Endverbraucherpreis: „Wenn es uns jetzt nicht gelingt, einen entsprechenden Mehrpreis für hochwertige österreichische Eier zu erzielen, dann werden wir zusehen müssen, wie immer mehr Legehennenhalter aus der Geflügelhaltung aussteigen. Damit werden auch Tür und Tor geöffnet für Importe von Käfigeiern aus dem Ausland.“ Die langjährige Partnerschaft mit dem Handel basiere auf beiderseitigem Verständnis und Vertrauen. Die ZAG erwarte sich nun angesichts der kritischen Situation auch Verständnis von ihren Partnern im Handel.

Seit über zwei Jahren führe die Corona-Krise zu massiven Marktverwerfungen, die in erster Linie die Gastronomie und Tourismusindustrie, aber in weiterer Folge auch die österreichischen Legehennenhalter und Eierpackstellen als Zulieferer getroffen haben und immer noch treffen. Branchenberechnungen hätten ergeben, dass inzwischen 80% aller Eier in der Gastronomie aus österreichischer Tierhaltung stammen. Entsprechend hart wird die Branche durch den Absatzausfall getroffen.

Die EZG Frischei fordert daher, die bestehenden Instrumente zur COVID-Hilfe für österreichische Legehennenhalter als systemrelevanten Teil der Lebensmittelproduktion auch in dieser schwierigen Marktsituation einzusetzen. EZG-Obmann Franz Kirchweger hält fest: „Die wirtschaftliche Situation für Legehennenhalter stellt sich in diesem Jahr noch schwieriger dar als im Vorjahr, unsere Bodenhaltungsbetriebe brauchen dringend einen COVID-Verlustersatz, um zumindest einen Teil der wirtschaftlichen Einbußen durch Corona abzudecken.“ ZAG und EZG Frischei prüfen gegenwärtig mit Experten des Landwirtschaftsministeriums die Möglichkeiten im Rahmen der bestehenden Bestimmungen.

Rückläufiges Schweineangebot

Laut Österreichischer Schweinebörse zeigte der Lebendmarkt eine leichte Tendenz Rich-
tung Entspannung. Diese ermöglichte jedoch nicht ein florierender Fleischmarkt, sondern
ein weniger drückendes Angebot an schlachtreifen Schweinen. Quer durch die Fleisch-
branche klagten Unternehmen über Personalausfälle, die die Aktivität zum Teil erheblich einschränkten. Außerdem machte ein immer umfangreicher werdendes Dumpingangebot
in der Fleischverarbeitung aus Spanien und Deutschland den heimischen Schlacht- und
Zerlegebetrieben das Leben schwer.

Auf dem österreichischen Ferkelmarkt machte sich der saisonübliche Effekt eines knapper
werdenden Angebotes bei gleichzeitig wachsender Nachfrage bundesweit bemerkbar. Die
Nachfrage konnte nicht mehr überall pünktlich gedeckt werden, erste Bestellungen muss-
ten zurückgestellt werden. Damit wurde der erste Preisanstieg seit 18 Wochen möglich.
Die Ferkelnotierung wird in der 6. Kalenderwoche um 5 Cent auf EUR 1,85 je kg ange-
hoben.
EU-weit passten Ferkelangebot und -nachfrage relativ gut zueinander. Die Vermarktung
lief zügig. Dementsprechend entwickelten sich die Notierungen unverändert bis leicht
steigend.

Der EU-Schweinemarkt präsentierte sich ähnlich wie in der Vorwoche. Die Nachfrage litt
weiterhin unter dem stockenden Fleischhandel. Auf der Angebotsseite blieben die Mengen
überschaubar, der zu dieser Jahreszeit übliche Rückgang blieb zumeist noch aus. Somit
dominierten stabile Notierungen, in Italien setzte sich der Preisdruck fort. Spanische
Schlachtschweine wurden dagegen stark nachgefragt. In Erwartung eines deutlich gerin-
geren Angebotes und höherer Preise in den nächsten Monaten lagerten die Schlacht-
betriebe große Mengen ein.

Die chinesische Nationale Entwicklungs- und Reformkommission hat am Dienstag (08.02.) die Warnstufe für die Marktsituation bei Schlachtschweinen erhöht. Momentan wird geprüft, ob einzelne Regionen Schweinefleisch für die Lagerhaltung ankaufen sollen.

Berechnungen der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission zufolge lag die Relation von Schweinepreis zum Futtermittel- beziehungsweise Getreidepreis in der letzten Januarwoche bei 5,57 zu eins. Im dreistufigen Warnsystem wird die zweite Warnstufe von 5,00 zu eins bis 6,00 zu eins ausgelöst.

Innerhalb dieser Spanne bewegt sich die Relation nun schon die dritte Woche in Folge. Während sich die Futterkosten auf hohem Niveau bewegen, bleiben die Schweinepreise niedrig.

Deutschland: 33% hatten noch nie Kontakt mit Landwirt

Und bei uns in Österreich ? Wir in Kärnten waren mit ,, SAUGUT“ ganz gut unterwegs ….

Jeder dritte Deutsche hat noch nie mit einem Landwirt gesprochen. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage, die das Forum Moderne Landwirtschaft (FML) jetzt gemeinsam mit dem Meinungsforschungsunternehmen Civey durchgeführt hat. 

Demnach mangelt es vor allem im Osten und Westen Deutschlands an Gesprächen zwischen Landwirtschaft und dem Rest der Gesellschaft, weniger im Norden und Süden.

Bevölkerung wünscht Austausch

Daneben haben Menschen aus Grossstädten besonders wenig Kontakt zur Landwirtschaft. Beispielsweise haben 47% der Befragten in Berlin noch nie mit einem Landwirt gesprochen. Zugleich belegen die Studienergebnisse, dass sich die Bevölkerung durchaus den Austausch mit Landwirten wünscht. Landesweit 37% der Befragten fänden ein Gespräch sehr interessant, weitere 30% eher interessant.

Fast jeder Zweite würde mit einem Landwirt über das Wohlbefinden von Nutztieren sprechen wollen, 35 % über den Arbeitsalltag auf den Höfen und 34 % über den Umweltschutz. Vor dem Hintergrund der Ergebnisse hat das FML am 2. Februar 2022  in Berlin seine Aktions-Tour «Entdecke mit uns die moderne Landwirtschaft» gestartet.

Wie das FML berichtete, wird ein Tourbus jetzt ein Jahr lang durch alle 16 Bundesländer reisen und bei insgesamt 52 Aktionen über die moderne Landwirtschaft informieren. Geplant sind unter anderem Stopps auf Wochenmärkten, Hofbesichtigungen und Veranstaltungen zum Klimaschutz und zum Tierwohl. Teilnehmen wollen Unternehmen der Agrarbranche, Politiker und Nichtregierungsorganisationen sowie das AgrarScouts-Netzwerk.

Nach dessen Angaben wird es in den Veranstaltungen darum gehen, dass die Menschen mit den Landwirten ganz offen sprechen können. Beispielsweise werde erklärt, wie Landwirtschaftliche Betriebe heute bewirtschaftet werden oder wie die Nutztierhaltung wirklich aussieht. Informationen zur Entdecker-Tour stehen im Internet bereit.

Russland stoppt Export von Ammonium und Düngerpreise starten durch und unsere Gülle auch

Am Weltmarkt steigen die Düngerpreise schon wieder. Das hat viele Gründe. Einer ist der Exportstopp Russlands.

Russland, einer der weltgrößten Exporteure von Düngemitteln, verhängte ein zweimonatiges Ausfuhrverbot für Ammoniumnitrat. Harnstoff und Ammoniumnitrat sind die weltweit am häufigsten verwendeten Stickstoff-Dünger.

Russlands neues Exportverbot für Ammoniumnitrat, das bis zum 1. April gilt, zielt darauf ab, mehr Düngemittel im Inland zu behalten und die Inlandspreise zu kontrollieren. Die russische Maßnahme folgt auf das Exportverbot Chinas für Phosphatdünger, das bis Juni 2022 gilt.

Der Exportstopp der Russen dürfte das globale Düngemittelangebot spürbar reduzieren. Betroffen sind vor allem Brasilien und Europa. Das südamerikanische Land ist der mit Abstand größte Importeur von Ammoniumnitrat aus Russland. Brasiliens zweite Maisernte (Safrinha) wird nach der laufenden Sojabohnenernte gepflanzt und benötigt reichlich Stickstoffdünger.

Samuel Taylor, Analyst für landwirtschaftliche Betriebsmittel bei Rabobank Research, sagte gegenüber dem US-Onlinedienst DTN: Ein militärischer Konflikt hätte enorme negative Auswirkungen sowohl auf die globale Nährstoffversorgung als auch auf die Düngerpreise. Viele Düngemittelanalysten hatten spätestens für die zweite Jahreshälfte 2022 eigentlich niedrigere Düngemittelpreise erwartet.

Ohne die derzeitigen massiven Marktstörungen und die wieder wachsenden Angebotsmengen wären die Düngemittelpreise auf dem Weltmarkt zum Beginn des Jahres 2022 weiter gefallen, vermuten Analysten. Das galt vor allem für Harnstoff, aber auch für Phosphordünger. Chris Lawson, Leiter der Düngemittelabteilung des Beratungsunternehmens CRU, beobachtete: „Die globalen Harnstoffpreise waren in den letzten Wochen deutlich zurückgegangen.“ Davon ist nun erst einmal keine Rede mehr.

An den deutschen Importhäfen sind die Preise für Kalidünger Anfang Februar auf 408 Euro je Tonne gestiegen. Dagegen ging es für Harnstoff im Februar auf 855 Euro je Tonne nach unten. Die Preise für die beiden Stickstoffdünger Kalkammonsalpeter (KAS) und Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösung (AHL) blieben mit 616 Euro je Tonne bzw. 603 Euro je Tonne auf sehr hohem Niveau stabil und für Phosphordünger (DAP) wurden mit 804 Euro je Tonne ebenfalls unveränderte Preise gefordert.