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Es wird noch enger -China verbietet Schweinefleisch aus Italien: ASP-Krise spitzt sich zu

Der italienische Landwirtschaftsverband Confagricoltura teilte mit, dass China, Japan, Taiwan und Kuwait die Einfuhr von italienischem Schweinefleisch bereits ausgesetzt haben und dass auch die benachbarte Schweiz Beschränkungen verhängt hat.

Chinas Landwirtschaftsministerium teilte am Mittwoch mit, es habe die Einfuhr von Schweinefleisch aus Italien ausgesetzt, nachdem die Afrikanische Schweinepest (ASP) bei einem Wildschwein im Land festgestellt worden war, berichtet Reuters.

Dies war der erste gemeldete ASP-Fall in Italien, seit das Virus 2018 in Westeuropa angekommen ist. Italien ist der siebtgrößte Schweinefleischproduzent der Europäischen Union mit einer Industrie im Wert von 9,1 Milliarden US-Dollar bzw. knapp 8,1 Milliarden Euro. Der ASP-Fall wurde in der Region Piemont entdeckt, das regionale Gesundheitsamt von Piemont bestätigte den Fall nach Tests an einem Wildschwein.

ASP ist für Schweine fast immer tödlich und hat 2019 etwa die Hälfte der chinesischen Herde ausgerottet. Das Virus verursacht immer noch Ausbrüche in China.

Die Entdeckung der Afrikanischen Schweinepest in Norditalien lässt italienische Schweinefleischproduzenten erhebliche wirtschaftliche Schäden für einen großen Agrarexport befürchten und hat dazu geführt, dass die offiziellen Zeiten für die Jagd nach Wild und das Sammeln von Trüffeln verkürzt wurden.

Andere Regionen im Norden Italiens drängen auf ein Vorgehen gegen Wildschweine außerhalb des betroffenen Gebiets, um ihre eigene Schweinefleischproduktion zu retten. „Die Afrikanische Schweinepest kann Schweine und Wildschweine treffen, sie ist hoch ansteckend und oft tödlich“, sagte Gianluca Barbacovi, der Leiter des landwirtschaftlichen Verbandes Coldiretti in der italienischen Region Trentino-Südtirol.