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Die Schweinepreise steigen steil an.


Laut Österreichischer Schweinebörse zeigte sich der Schlachtschweinemarkt erstmals seit
Mitte 2021 vollständig geräumt. Im Februar lag das Angebot um 5 % unter den Jänner-
Werten. Zuletzt entstand das Minderangebot vermutlich auch durch die Zurückhaltung
mancher Mäster, die in Erwartung steigender Preise zögerlicher als sonst anmeldeten.
Das mit 98,5 kg geringste Schlachtgewicht seit drei Monaten bestätigte aber, dass sich
tatsächlich weniger Schweine in den Maststallungen befanden. Auf dem Fleischmarkt
waren Preisanhebungen noch schwierig umzusetzen, aber auch dort ging man von einem
baldigen Turbo aus. So konnte man sich auch an der Österreichischen Schweinebörse zu einem historisch hohen Preisanstieg im Ausmaß von 15 Cent einigen.

Die heimischen Ferkelmärkte waren knapp versorgt. Einem unterdurchschnittlichen Ange-
bot stand eine steigende Nachfrage gegenüber. Die Entspannung bei Schlachtschweinen
schaffte Spielraum für eine deutliche Anhebung der Ferkelnotierung – sie steigt in der 9.
Kalenderwoche um 15 Cent auf EUR 2,05 je kg.

Europaweit nahm der Ferkelhandel weiter Fahrt auf. Das geringe bis durchschnittliche An-
gebot reichte oft nicht zur Deckung der flotten Nachfrage. Dementsprechend legten fast
alle Notierungen zu.

Auf dem EU-Schweinemarkt ging die Schere zwischen Angebot und Nachfrage weiter auf.
Während die Zahl der verfügbaren Scheine abnahm, stieg das Kaufinteresse der Schlacht-
unternehmen. Daher wurden die meisten Notierungen angehoben. Im Fleischhandel war
aufgrund der weitgehenden Aufhebung der Corona-Maßnahmen in vielen Mitgliedsländern
eine Belebung spürbar. Der Ukraine-Krieg platzte in die allgemeine Aufbruchsstimmung.
Während der Absatz von Schweinefleisch aus der EU kaum betroffen sein sollte, dürfte es
zu einem weiteren Anstieg der Energiepreise und Futtermittelkosten kommen. Insbeson-
dere Spanien importierte zuletzt viel Mais und Futtergetreide aus der Ukraine.

In Deutschland ist das Schweineangebot inzwischen deutlich kleiner als die Nachfrage der
Schlachthöfe. Der Vereinigungspreis für Schlachtschweine steigt um 18 Cent.