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Noch nie dagewesener Preissprung von +25 Cent bei Mastschweinen

Cent Laut Österreichischer Schweinebörse drehte der Lebendmarkt binnen zwei Wochen kom-
plett. Während die Mäster im Februar noch auf eine halbwegs zeitgerechte Abholung der
schlachtreifen Schweine drängen mussten, suchten die Schlachthöfe zuletzt händeringend
jedes Schwein. Zu der abrupten Marktänderung trug auch das „spekulative Drehmoment“
bei. Zu Beginn einer Preisanstiegsphase wird angebotsseitig zwischen 5 und 10 % zurück-
gehalten und 5 bis 10 % mehr nachgefragt. Je größer die Lücke empfunden wird, desto
größere Preissprünge sind möglich. Nachdem der Anstieg der Mastschweine-Notierung
um 15 Cent in der Vorwoche bereits als historisch bezeichnet wurde, ist das aktuelle Plus
mit 25 Cent je kg sogar noch größer.

Auf dem österreichischen Ferkelmarkt wurde das Angebot zunehmend knapper. Da zu-
dem die Nachfrage steigt, waren Wartezeiten für die Mäster im Ferkelbezug unausweich-
lich. Dieser Trend dürfte sich in den nächsten Wochen fortsetzen.

Europaweit profitierte die Ferkelnachfrage vom Anstieg der Schweinepreise. Das geringe
bis durchschnittliche Angebot konnte den Bedarf zumeist nicht decken. Daher zogen fast
alle Notierungen an, in Deutschland und anderen Ländern mit großen Aufschlägen.

Der EU-Schweinemarkt setzte den Aufschwung fort. Die Notierungen gingen weiter nach
oben, zumeist nicht so extrem wie in Deutschland, aber doch deutlich. In Italien kam keine
Notierung zustande. Verantwortlich für die Preisanstiege war die wachsende Differenz
zwischen Angebot und Nachfrage. Da die Zahl der schlachtreifen Schweine abnahm,
hatten die Schlachthöfe zunehmend Probleme, ihre Kapazitäten auszulasten. Im Fleisch-
handel kam es ebenfalls zu einer Belebung. Auch dank der umfangreichen Lagerbestände
aus den Vormonaten konnte hier von einer knappen Versorgung aber keine Rede sein.
In Deutschland wird das Schweineangebot immer kleiner und kann den Bedarf der
Schlachtbetriebe kaum decken.