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Ukrainische Regierung gibt Geld für Aussaat

Die ukrainischen Landwirte bekommen Unterstützung, um die Aussaat von Getreide und Ölsaaten zu gewährleisten. Mit einem Kreditprogramm will die ukrainische Regierung so die Versorgung des Landes absichern. Ferner ist der Export von Düngemitteln ausgesetzt.

Um die Aussaat und damit die diesjährige Getreide- und Ölsaatenproduktion zu gewährleisten, hat die ukrainische Regierung ein neues Maßnahmenpaket vorgelegt. Premierminister Denys Szmyhal kündigte in dieser Woche ein Garantieprogramm an, bei dem der ukrainische Staat die Zinsen für Liquiditäts- und Erntekredite zur Sicherung der landwirtschaftlichen Tätigkeiten erstattet und zusätzlich für 80 % der Kreditsumme Ausfallgarantien übernimmt.

In einer online übertragenen Ansprache stellte Szmyhal fest, dass die Versorgung der Ukraine mit Grundnahrungsmitteln für die kommenden Monate gesichert sei. Ungeachtet dessen müsse man auch an die nächste Ernte denken, deshalb habe die Regierung diese Garantien ausgesprochen. Damit soll sichergestellt werden, dass zumindest in den noch nicht umkämpften Gebieten Feldarbeiten im üblichen Umfang durchgeführt werden können.

Schon in der vergangenen Woche hatte die Regierung in Kiew zur Sicherung der Nahrungsmittelversorgung Exportbeschränkungen für Weizen, Mais und Sonnenblumenöl sowie Geflügelerzeugnisse und Eier eingeführt. Die Ausfuhr von Roggen, Hafer, Hirse, Buchweizen, Salz, Zucker, Fleisch und Vieh war zuvor aus den gleichen Gründen ganz ausgesetzt worden.

Am vergangenen Freitag beschloss die ukrainische Regierung außerdem eine „Nullquote“ für den Export von mineralischen Düngemitteln aller Art, was praktisch einem Ausfuhrverbot entspricht. Landwirtschaftsminister Roman Leshchenko betonte, dass dieses Verbot erzwungen und vorübergehend sei und auf die Versorgung des Inlandsmarktes und die Gewährleistung der Aussaatkampagne abziele.  AgE