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Schweine gesucht und nicht mehr genug da

Laut Österreichischer Schweinebörse war das Angebot an schlachtreifen Schweinen
abermals rückläufig. Wurden im Jänner noch zumindest 100.000 Schweine wöchentlich
geschlachtet, so zählte man zuletzt gerade noch 90.000. Damit entbrannte ein Wettbe-
werb um jedes Schwein. Nicht der Preis, sondern die Verfügbarkeit stand im Vordergrund.

Auf dem Fleischmarkt dominierte nur ein Thema: Wie schnell können die stark steigenden
Rohstoffpreise umgesetzt werden? Der Widerstand der Handelsketten bei Wurst und
Schinken war dem Vernehmen nach groß.

Der österreichische Ferkelmarkt präsentierte sich leergefegt. Dafür verantwortlich war vor
allem die stark steigende Nachfrage. Die Mäster mussten mit zunehmenden Wartezeiten
im Ferkelbezug rechnen.Die Notierung steigt in der 11. Kalenderwoche um 50 Cent.

Der EU-Schweinemarkt stand weiterhin im Zeichen des knappen Angebotes. Die
Schlachthöfe hatten Probleme, ihre Kapazitäten auszulasten. Einige spanische Betriebe
schlachteten deshalb nur noch an vier Tagen pro Woche. Die Notierungen zogen teils
kräftig an. In Spanien, Frankreich und Italien wurden die aufgrund von Deckelungen
maximal möglichen Anhebungen vollzogen.

Der Kriegsausbruch in der Ukraine und die damit verbundenen Kostensteigerungen an den Energie- und Rohstoffmärkten sorgen für einen zusätzlichen Preisschub – aber auch für zahlreiche Probleme, auch bei den Schlachtern, wie die jüngsten Forderungen von Tönnies an den Lebensmittelhandel verdeutlichen.

Hinzu kommt, dass in vielen Ländern eine schrumpfende Produktion mit kräftigen Nachfrageimpulsen durch die Lockerung der Corona-Maßnahmen und ersten Grillwetterimpulsen zusammentreffen. In Deutschland ist der Wettbewerb um schlachtreife Schweine auf einem leergefegten Spotmarkt besonders groß, sagt die ISN.

Rückläufige Schlachtungen sorgen zudem für ein kleines Fleischaufkommen, das für die Nachfrage des LEH’s nicht ausreichend ist. In Vorbereitung auf die Grillsaion sind vor allem Nacken gefragt und erzielen im Wochenvergleich den größten Aufschlag. Der gesamte Schlachtkörper wurde satte 31 Cent über der Vorwoche verkauft, berichten die Marktbeobachter.