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Die Schweinepreise steigen nicht mehr so . Doch die Kosten sind noch höher.

In mehreren Mitgliedsstaaten sind in den letzten fünf Wochen die Schweinepreise um bis zu 40 % gestiegen. Das war für Erzeuger dringend erforderlich, um aus der Verlustzone herauszukommen. Am internationalen Fleischmarkt macht sich aber zunehmend Widerstand bemerkbar. Länder wie Dänemark und Frankreich konnten zuletzt nicht so dynamisch mitziehen, was neben der verstärkten Auslagerung von Gefrierfleisch die deutsche Preislokomotive (+7 Cent) einbremste. Eine Angleichung der verschiedenen EU-Notierungen und eine Konsolidierung des EU-weiten Preisgefüges ist somit im Gange. Nicht wirklich nachvollziehbar ist die aktuelle Meldung, dass die EU-Kommission in Brüssel nun die private Lagerhaltung gestartet hat. Diese komme drei Monate zu spät, so Johann Schlederer, Geschäftsführer der Österreichischen Schweinebörse.

Am deutschen Schlachtschweinemarkt fallt das Angebot regional etwas umfangreicher aus. Insgesamt ist es aber nicht vollständig bedarfsdeckend. Weiter steigende Preise sind die Folge. Am Fleischmarkt haben sich die Verkäufe ebenfalls weiter positiv entwickelt.

Bei allen Artikeln konnten erneut spürbare Aufschläge zur Vorwoche erzielt werden, berichtet die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG) diese Woche. Dem Vernehmen nach, laufen bereits Vorbereitungen für die Grillsaison.

Zusätzlich berichten europäische Exporteure über eine guten Nachfrage aus Asien, wenn auch China noch nicht wieder größere Mengen kauft. Die anziehende Nachfrage am Binnenmarkt übersteigt in den meisten EU-Ländern das verfügbare Angebot, beobachtet die ISN.

Wegen der sehr hohen Energie, Transport und Futterkosten sind die Schweinehalter trotz der höheren Preise der vergangenen Wochen jedoch weiter in der Verlustzone.

In Österreich zeigt sich der Schlachtschweinemarkt blitzsauber geräumt. Trotz einer Preiszunahme um 62 Cent binnen fünf Wochen ist das Interesse an schlachtreifen Schweinen ungebrochen. Hintergrund ist primär das knappe Angebot. Mit voraussichtlich ca. 360.000 Schlachtungen liegt die Menge im März ca. 10 % unten den Schlachtzahlen vom Februar. Der Mangel an Schlachtschweinen stellt sich regional etwas unterschiedlich dar, im Osten Österreichs scheint der Kampf um das letzte Schwein zurzeit am intensivsten zu sein.