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Schweineangebot nimmt zu

Laut Österreichischer Schweinebörse flossen schlachtreife Schweine zeitnah vom Markt
ab. Zwar nahm das Angebot merklich zu, lag aber noch immer unter dem saisonüblichen
Niveau. Sinkende Schlachtgewichte deuten darauf hin, dass das in nächster Zeit so
bleiben dürfte. Schlacht- und Zerlegebetriebe berichteten von nachlassendem Absatz in
Richtung Fleischindustrie, da das Ostergeschäft abgeschlossen wurde. Grillfähige Teil-
stücke standen unter Druck, was dem kurzzeitigen Wintereinbruch geschuldet war.

Auf dem österreichischen Ferkelmarkt herrschten überwiegend ausgeglichene Verhält-
nisse. Die Nachfrage fiel etwas verhaltener aus. Somit konnten die Wartezeiten im Ferkel-
bezug deutlich reduziert werden.

Der Ferkelhandel verlief europaweit ruhiger als in den Vorwochen. Die Nachfrage passte
recht gut zum leicht steigenden Angebot. Dementsprechend dominierten stabile Notierun-
gen, Anhebungen (z.B. Italien) und Absenkungen (erneut Niederlande) blieben Ausnah-
men.

Der EU-Schweinemarkt präsentierte sich nicht mehr so dynamisch wie im März. Das
wachsende Angebot lag auf ähnlichem Niveau wie die rückläufige Nachfrage. Mit dem
Ende des Ostergeschäfts fielen saisonale Impulse weg und durch den feiertagsbedingten
Ausfall von Schlachttagen sinkt der Bedarf weiter. Die meisten Notierungen wurden daher
unverändert fortgeschrieben. Nur Spanien und Italien verzeichneten nochmals nennens-
werte Anstiege. In den Niederlanden tendierten die Preise dagegen abwärts.
In Deutschland melden die Mäster in den letzten Tagen vor Ostern vermehrt Schweine zur
Schlachtung an. Gleichzeitig sind die Verarbeitungskapazitäten durch die Feiertage redu-
ziert. Regional bestehen daher Angebotsüberhänge. Die Erzeugergemeinschaften beur-
teilen die Lage insgesamt als eher ausgeglichen und belassen den Vereinigungspreis für
Schlachtschweine im Zeitraum 14. bis 20. April unverändert bei EUR 1,95 je kg. Einige
Schlachtunternehmen haben im Vorfeld einen Abschlag gefordert. Neben den regionalen
Überhängen führten sie fehlende Nachfrageimpulse aufgrund der kühlen Witterung und zu
niedrige Erlöse im Fleischhandel ins Treffen.

Doch schaut man auf den Fleischmarkt, sieht die Sache anders aus: Dort standen die Preise zuletzt unter Druck. „Seitdem am Lebendmarkt weitere Aufschläge ausblieben, ließen sich auch beim Fleisch keine Mehrerlöse mehr erzielen“, sagt jedenfalls die VEZG. Leider bewegten die Fleischpreise zuletzt sogar in die entgegengesetzte Richtung. Vermutlich auch, weil das für einen weiteren Preisanstieg dringend benötigte Grillwetter ausblieb.

In dieser Woche verloren die Teilstücke unterm Strich 8 Cent, berichtet die VEZG. Das kann sicher nicht lange gutgehen. Sollten sich Nachfrage und Absatzlage nicht schnell bessern sind seitens der Schlachter auch preisliche Reaktionen im Einkauf zu befürchten.