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So wie immer- Bauern zahlen- Mastschweine-Notierung sinkt um 12 Cent

Laut Österreichischer Schweinebörse wurde in der kurzen Woche nach Ostern rund 20 %
weniger als normal geschlachtet. Aufgrund des schwachen Fleischmarktes waren die
Schlachtbetriebe nicht bereit, mittels teurer Überstunden den Ostermontag zu kompen-
sieren. In der folgenden Woche gelang es nicht, die entstandenen Überhänge vollständig
abzubauen. Im Lebensmitteleinzelhandel stiegen die Verbraucherpreise für Frischfleisch
nach Ostern um 10 bis 30 %. Infolge vermeldeten Zerleger und Verpacker substanzielle
Bestellrückgänge im Ausmaß von 10 bis 15 %. Sonnige Wochenenden sollten mithelfen,
diese Einbußen wieder wettzumachen, was kurzfristig aber nicht möglich war.

Auf dem österreichischen Ferkelmarkt lag wie so oft zu dieser Jahreszeit ein Überangebot
vor, das in erster Linie auf ein zögerliches Einstallverhalten zurückzuführen war. Bei den
Schweinemästern machte sich zunehmend Verunsicherung wegen der wenig zufrieden-
stellenden Marktlage breit.

Europaweit entwickelte sich der Ferkelhandel unterschiedlich, zumeist übertraf das An-
gebot aber die Nachfrage. Dementsprechend gaben die Notierungen mehrheitlich nach,
einige konnten sich behaupten. In Deutschland blieben geräumte Ställe häufig einige Zeit
leer. Viele Mäster warteten die weitere Entwicklung des Schweinemarktes ab.

Der EU-Schweinemarkt wartete weiterhin auf belebende Impulse. Zwar lösten sich die
nachösterlichen Überhänge in vielen Mitgliedsländern auf, zumeist war das Angebot aber
gut ausreichend. Die stockende Fleischnachfrage ließ nur knapp behauptete bis gering-
fügig steigende Mastschweine-Notierungen zu.
In Deutschland gelang der Abbau der Angebotsüberhänge nicht, aktuell nimmt der Ab-
stand zur schwachen Nachfrage sogar wieder zu. Auch aufgrund der bisher enttäuschen-
den Grillsaison reduzieren die Schlachtbetriebe ihre Aktivitäten und untermauern so ihre
Forderung nach einer Preiskorrektur. Diesem Druck können die Erzeugergemeinschaften
nicht länger ausweichen: Der Vereinigungspreis für Schlachtschweine sinkt ab dem 5. Mai
um 15 Cent