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Die Getreidepreise steigen in neue Dimension: Neue Ernte über 430 Euro

Die Getreidepreise steigen steil an: Die neue Woche beginnt, wie die alte endete. Die neue Ernte kostete am europäischen Terminmarkt am Freitag 417 Euro je Tonne. Am Hamburger Großmarkt wurden am Freitag für Brotweizen 420 Euro geboten. Und am heutigen Montag steigen die Preise im vorbörslichen Handel in Übersee und an den globalen Handelsplätzen erneut steil an. Die MATIf startet bei 430 Euro – für die neue Ernte.

Preistreiber für die neue Rallye ist das am Samstag verhängte Exportverbot Indiens. Analysten und Händler waren zuvor davon ausgegangen, dass das Land dieses Jahr Rekordmengen an Weizen exportieren würde und damit den Ausfall der Ukraine etwas kompensieren würden.  

Doch zuletzt hatte eine extreme Hitzewelle die Produktion in den wichtigen indischen Produktionsregionen gedrückt und die Inlandspreise auf ein neues Rekordhoch getrieben. Die indische Regierung sicherte jedoch zu, sie würde weiterhin Exporte zulassen, die durch bereits abgeschlossene Verträge abgesichert sind, vor allem in Länder, die das Getreide brauchen, „um ihren Bedarf zur Ernährungssicherheit zu decken“.

Der Schritt, Exporte zu verbieten, sei nicht auf Dauer und könne auch wieder revidiert werden, sagten hochrangige Regierungsbeamte, nach Informtionen der Nachrichtenagentur Reuters.

Große Importeure setzten jedoch auf die Lieferungen des mit rund 110 Millionen Tonnen, nach der Europäischen Union mit 138 Millionen Tonnen und China mit 137 Millionen Tonnen, drittgrößten globalen Weizenproduzenten der Welt. Hintergrund ist der Ausfall der Ukraine als wichtiger Lieferant nach der russischen Invasion in der Ukraine am 24. Februar.

Im vorbörslichen Handel am Montag steigen die Preise in den USA bereits steil an und zeigen wie der Markt die Sache bewertet. Die Chicagoer Weizen-Futures schossen am Montag um ihre 6%-Tages-Limit nach oben, nachdem Indien den Export verboten hatte und die Inlandspreise ein Rekordhoch erreichten.