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Auch Chinas Fleischimporte sind um 36 % gesunken

Die chinesischen Fleischimporteure haben im ersten Quartal 2022 erwartungsgemäß deutlich weniger Ware am Weltmarkt geordert als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Die wachsende Eigenerzeugung und Nachfrageausfälle wegen der strikten Corona-Maßnahmen ließen nicht nur die Einfuhr von Schweinefleisch sinken, sondern auch die der anderen Fleischsorten.

Erste Daten für April bestätigten den Negativtrend bei Chinas Fleischimporten. Sie fielen gegenüber dem Vorjahresmonat erneut um 36 % geringer aus. Besonders starke Zurückhaltung übten die chinesischen Importeure beim internationalen Kauf von Schweinefleisch. Die Bezugsmenge nahm im Vergleich zum ersten Jahresviertel 2021 um gut die Hälfte auf rund 690.000 t ab. Dabei wurde die Einfuhr von frischer und gefrorener Ware um fast zwei Drittel auf nur noch 420.000 t gekürzt. Bei den Schlachtnebenerzeugnissen waren die Einbußen geringer.

Nach dem ASP-bedingten Bestandsrückgang im Jahr 2020 erhöhte sich der Schweinebestand Anfang dieses Jahres auf rund 450 Mio. Tiere. Die Folge war ein drastischer Preiseinbruch. Inzwischen nähert sich Chinas Schweinebestand einem für eine stabile Markt- und Preissituation angestrebten Niveau. Und auch auch der Sauenbestand gleicht sich der politischen Zielvorgabe von 41,5 Mio. Tieren an, so dass für den Herbst/Winter 2022/2023 wieder mit einem für China ausgeglichenen Schweinefleischmarkt gerechnet wird.

Den Anstieg des chinesischen Schweinebestandes bekamen alle wichtigen Importeure zu spüren. Die USA meldeten für das erste Quartal 2022 gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Rückgang ihrer Schweinefleischexporte nach China von 56 % auf 101.900 t, die Europäische Union für Januar und Februar einen von insgesamt 61 % auf 242.300 t. Nach Angaben des brasilianischen Verbandes für tierisches Protein (ABPA) gingen die Schweinefleischlieferungen in die Volksrepublik von Januar bis April im Vergleich zur Vorjahresperiode um 35 % auf 118.600 t zurück.