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Oatlys Hafermilch verliert seine Freunde – Börsenwert halbiert

Oatly, der börsennotierte Hafermilch-Hersteller, hat Probleme. Der Börsenwert ist in zwei Jahren um drei Viertel eingedampft. Der Markt wächst zu langsam und die Kosten steigen zu schnell. Verbraucher sparen bei hohen Preisen und die Konkurrenz wird größer.

Zehn Milliarden US-Dollar war der Haferdrink-Hersteller Oatly zum Börsengang im Mai 2020 wert. Inzwischen ist die Marktkapitalisierung deutlich geschrumpft: Eine anhaltende Talfahrt der Oatly-Aktie hat den Börsenwert auf zuletzt nur noch 2,4 Milliarden US-Dollar drastisch reduziert. Schuld war aber nicht nur die Corona-Pandemie und die Folgen unterbrochener Lieferketten und verzögerter Markteinführungen und Projekte.

Die Aktien des Hafermilchunternehmens Oatly-Group fielen allein im April 2022 um 28,9 %. Seit Juni 2021 verlor die Oatly-Aktie rund 81 %. Vor diesem Hintergrund sind Anleger und Oatly-Fans sicher erleichtert, dass es im Mai nicht noch weiter nach unten ging. Das Unternehmen hat sich stabilisiert, obwohl die Finanzergebnisse für das erste Quartal die Erwartungen der Analysten verfehlt haben, sagen jedenfalls die US-Analysten von „The Motley Fool.“

Der Analyst Jeremy Fialko sagte Anfang des Jahres, dass das Management von Oatly die Größe des Hafermilchmarktes „grundlegend überschätzt“, und er glaubt auch, dass das Unternehmen zu viel in Wachstum investiert, was letztendlich die Margen belasten und Kapazitätskürzungen erzwingen wird.

Investoren scheinen das potenzielle Wachstum für pflanzliche Produkte wie Beyond Meat und Oatly neu zu bewerten. Das gilt im Umfeld der derzeitigen stark steigenden Lebensmittelpreise und der notwendigen Einsparungen vieler Haushalte bei den Lebensausgaben um so mehr. Im vierten Quartal 2021 wuchs Oatly zwar immer noch mit einem Umsatzanstieg von 49 % auf 171,1 Millionen US-Dollar. Doch das Unternehmen ist immer noch unrentabel, was zum Teil auf seine starke Expansion in Amerika zurückzuführen ist. In Europa ist Qatly indessen profitabel.