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Auch in Frankreich geht es bergab -Jeder zehnte Schweinehalter vor der Aufgabe

Jeder zehnte der noch insgesamt rund 10 000 Betriebe mit Schweinehaltung in Frankreich wird diese in den nächsten Monaten aufgeben. Davon geht die Interprofession für Schweinefleisch (Inaporc) aus.

Der Anteil von Schweinehaltern die aufhören, könne  höher als 10000 Betriebe ausfallen. Inaporc mahnte vor diesem Hintergrund am vergangene Woche eine deutliche Anhebung der Schlachtschweine- und Ferkelpreise an. Diese sei «unerlässlich», denn der Schweinesektor befinde sich «in einer beispiellosen Krise».

n den vergangenen zwölf Monaten sei nicht ein einziges Mal die Rentabilitätsschwelle erreicht worden. Inaporc wies darauf hin, dass seit Jahresbeginn die Kosten für Futtermittel um 25 % angezogen hätten, während die Erzeugerpreise «nur sehr langsam» gestiegen seien.

Bereits seit einem Jahr sei die Differenz zwischen den Ausgaben für Futtermittel und den Erlösen negativ. Während der Erzeugerpreis für Schweinefleisch seit Mitte April bei 1,88 CHF/kg liege, seien die Produktionskosten auf mehr als 2,04 CHF/kg gestiegen. Zwar solle den Erzeugerinnen im Rahmen des Resilienzplans Unterstützung gewährt werden, die einen Teil der im ersten Halbjahr 2022 erlittenen Verluste ausgleichen solle, jedoch verdüstere sich die Lage immer weiter, stellte Inaporc fest.

Der Krieg in der Ukraine habe den Anstieg der Futtermittelkosten beschleunigt und die Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland und Italien hätten dazu geführt, dass die Schweinepreise in Europa aufgrund der durch den Exportstopp entstandenen Lagerbestände stagnierten oder sogar rückläufig seien. Notwendig ist laut der Interprofession aber vielmehr ein rascher Anstieg der Erzeugerpreise. Dabei gehe es auch um die Zukunft zahlreicher Unternehmen im nachgelagerten Bereich, gab Inaporc zu bedenken. Laut ihren Angaben arbeiten in der gesamten französischen Schweinebranche rund 130 000 Menschen.