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Schweinemarkt vollständig geräumt-aber keine Preiserhöhung

Laut Österreichischer Schweinebörse war die vollständige Räumung des Schweine-
marktes primär dem um ca. 10 Prozent unter dem Durchschnitt liegenden Angebot ge-
schuldet. Das abwärts tendierende Schlachtgewicht von 97,4 kg war eine Folge der flotten
Abholung schlachtreifer Schweine, aber auch der hochsommerlichen Temperaturen, die
das Wachstum in den Maststallungen verlangsamten. Nach Angaben der Handelsketten
sorgte das inflationsbeeinflusste Kaufverhalten der Konsumenten für einen Rückgang des
Fleischabsatzes um etwa 15 Prozent. Die Notierung bleibt gleich.

Auf dem österreichischen Ferkelmarkt wog der Rucksack zurückgestellter Ferkel aus den
Vorwochen nach wie vor schwer. Die Verkaufsgewichte waren deutlich höher als üblich.
Für die Mäster bedeutete das einen deutlichen Startvorteil, der zumindest bei Ferkeln aus
der Vermittlung nicht verrechnet wurde. Die Notierung bleibt in der 26. Kalenderwoche
unverändert bei EUR 2,50 je kg.

Der EU-Schweinemarkt wurde weiterhin vom geringen Angebot bestimmt. Die Nachfrage
fiel uneinheitlich aus, abhängig vom Fleischmarkt in den Mitgliedsländern. Während in
Südeuropa der Bedarf an Schweinefleisch durch die steigenden Touristenzahlen zunahm,
klagte man in anderen Regionen noch immer über stockende Geschäfte. Aufgrund der
wenigen verfügbaren Schlachtschweine stiegen die Notierungen dennoch mehrheitlich.
In Deutschland passt das rückläufige Angebot gut zum Bedarf der Schlachthöfe. Der
Handel mit Schweinefleisch wird etwas lebhafter, vor allem dank der Grillartikel. Allerdings
dämpfen die am Monatsende beinahe erschöpften Haushaltsbudgets und die beginnende
Urlaubszeit die Nachfrage der Konsumenten. Damit besteht kein Spielraum für eine wei-
tere Preisanhebung.