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Geht vieleicht doch was- Ukraine und Russland: Abkommen über Getreideexporte rückt näher

Ein Abkommen zur Wiederaufnahme des Exports von ukrainischem Getreide würde dem Land die Möglichkeit geben wieder an die internationalen Märkte zurückzukehren. Die Weizenpreise in den USA und Europa sind seit der möglichen Aufhebung der Hafenblockade und der Wiederaufnahmen der Exporte auf das Vorkriegsniveau zurückgefallen.

Russland und die Ukraine könnten nächste Woche ein Abkommen über die Wiederaufnahme der Getreideexporte an den Schwarzmeerhäfen unterzeichnen. Die USA wollen im Gegenzug russische Getreide- und Düngerexporte erleichtern, die wegen der Sanktionen ebenfalls ins Stocken geraten sind.

Russland, die Ukraine, die Türkei und die Vereinten Nationen könnten bereits nächste Woche ein Abkommen zur Wiederaufnahme der ukrainischen Getreideexporte unterzeichnen, sagte der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar nach den Gesprächen in dieser Woche. Die Vereinigten Staaten teilten außerdem am Donnerstag mit, dass sie russische Getreide- und Düngemittelexporte erleichtern wollen, indem sie Banken, Schifffahrts- und Versicherungsunternehmen zusicherten, dass solche Transaktionen nicht gegen die Sanktionen gegen Moskau verstoßen würden, berichtet Reuters.

Die Ermöglichung dieser russischen Exporte ist ein wesentlicher Bestandteil der Versuche der Vereinten Nationen und der Türkei, ein Abkommen mit Moskau auszuhandeln, dass auch Transporte von ukrainischem Getreide aus dem Schwarzmeerhafen Odessa ermöglichen würde. Die schriftliche US-Klarstellung kam einen Tag, nachdem sich Russland, die Ukraine, die Türkei und UN-Beamte in Istanbul zu Gesprächen getroffen hatten, um die Getreideexporte der Ukraine wieder aufzunehmen, berichtet Reuters.

Die Türkei kündigte an, dass die Parteien in der nächsten Woche erneut zusammenkommen würden, um ein Abkommen zu unterzeichnen. „Die Vereinigten Staaten unterstützen nachdrücklich die Bemühungen der Vereinten Nationen, sowohl ukrainisches als auch russisches Getreide auf die Weltmärkte zu bringen und die Auswirkungen von Russlands Krieg gegen die Ukraine auf die globale Lebensmittelversorgung und -preise zu verringern“, sagte das US-Finanzministerium.