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Mastschweine-Notierung steigt leicht

Laut Österreichischer Schweinebörse lagen die wöchentlichen Schlachtzahlen im Juli bei
87.500 Stück, was einem Minus von 5,8 % zur vergleichbaren Vorjahresperiode ent-
sprach. Von einer tendenziellen Verknappung auf dem Fleischmarkt war dennoch keine
Rede. „Grillartikel liegen im Rahmen der Erwartungen, alles andere plätschert eher lustlos
vor sich hin“, so beschrieben Abnehmer der Schweinebörse das Szenario.

Auf dem österreichischen Ferkelmarkt schwankten Angebot und Nachfrage zuletzt relativ
stark. In der Berichtswoche konnten die Ferkelrückstellungen reduziert werden. Dennoch
waren die Marktverhältnisse weiterhin angespannt.

Europaweit wurden Ferkelangebot und -nachfrage zumeist als unterdurchschnittlich und
weitgehend ausgeglichen eingeschätzt. Dementsprechend verharrten fast alle Notierun-
gen auf dem Niveau der Vorwoche. In Spanien setzte sich der leichte Aufwärtstrend fort.

Der EU-Schweinemarkt stand weiterhin im Zeichen des geringen Angebotes, das den
Bedarf der Schlachthöfe nur knapp deckte. Dennoch stieg deren Widerstand gegen
weitere Preisanhebungen, weil der Fleischhandel schwächelte und die Erlöse nicht Schritt
halten konnten. Die Mastschweine-Notierungen blieben stabil oder legten geringfügig zu.
In Dänemark ermöglichten Vertragsabschlüsse mit asiatischen Fleischeinkäufern einen
Anstieg.
In Deutschland zeichnet sich zumindest regional eine leichte Entspannung ab. Insbeson-
dere im Süden wird das nach wie vor kleine Angebot an Schlachtschweinen flotter ver-
marktet als zuletzt. Der Druck von einigen großen Schlachtunternehmen, die niedrigere
Hauspreise für nicht vertraglich gebundene Schweine zahlen, dürfte somit verpuffen. Mit
dem baldigen Ende der Schulferien in einigen Bundesländern und der erhofften Nach-
fragebelebung könnte sogar Spielraum für einen Preisanstieg entstehen.