Corona: Warum trifft es Spaniens Schlachthöfe nicht?

In spanischen Schlachthöfen gibt es nur wenige Coronafälle. Die Fleischverbände betonen, dass u.a an der hohen Zahl an einheimischen Mitarbeitern liegt.

Die Coronapandemie hält die Welt in Atem. In Europa ist Spanien eines der am stärksten betroffenen Länder. Die Infektionsrate liegt bei 135 pro 100.000 Einwohner. Während die Tourismusbranche besonders stark unter der Pandemie leidet, scheint die spanische Fleischindustrie immun gegen Corona zu sein. Der Schlacht- und Zerlegebetrieb läuft in vielen spanischen Fleischfabriken unverändert weiter.

Der Chef des spanischen Wirtschaftsverbandes der Fleisch- und Fleischindustrien (FECIC), Josep Collado, erklärt das Phänomen wie folgt: In Spanien setzen die Unternehmen anders als sonst wo, vergleichsweise wenige ausländische Mitarbeiter ein. Die heimischen Arbeitskräfte halten sich im Privatleben besser an die Abstands- und Maskenpflicht. Zudem wohnen die Mitarbeiter in der Regel bei ihren Familien und Leben nicht in großen Wohngruppen zusammen. Hinzu kommt, dass spanische Schlachthöfe bis auf wenige Ausnahmen eher kleiner strukturiert sind, da sie oft ein Teil einer vertikalen Integration sind.  

Jetzt geht,s los KWS Feldtag 2020

Am Donnerstag den 03. September ab 19,00 Uhr bei Fam. Wedenig  St. Michael o. d. Gurk 4, 9130 Poggersdorf. Nach der Veranstaltung gemütliches Zusammen sein in der Buschenschenke Repitsch.

Bei dieser Veranstaltung gelten die aktuellen Maßnahmen gegen Covid 19 .

Wir freuen uns auf euer kommen, Christian Kaufmann(KWS) und Fam. Wedenig. 

Mehr Schweine bei uns in Österreich

Nachdem der Schweinebestand in den vergangenen Jahren rückläufig war, kehrt sich der Trend um. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Bestand um 1,6% bzw. 43.100 Tiere auf 2,70 Mio. so die Statistik Austria.

Mit einem Plus von 2,1% stieg der Bestand an Ferkel und Jungschweinen auf 1,4 Mio. Die Zahl der Zuchtschweine erhöhte sich um 2,8% auf 234.000 und jene der Mastschweine um 0,8% AUF 1,05 Mio.

 Im Detailvergleich gab es in nahezu allen Tierkategorien Bestandszunahmen gegenüber dem Vorjahr. Für 1 Juni 2020 wurde ein Bestand von 667.000 Ferkel (+4,4%)  und 743.000  Jungschweinen (+0,1%) ermittelt. In der Gruppe der Zuchtschweine stieg die Zahl der gedeckten Sauen auf 159.000 (+2,5%) und jene der ungedeckten Sauen auf 70.000 (+3,7%). Der Bestand an Zuchtebern sank auf 4.900 (-1,9%). Bei den Mastschweinen wurde in der Gewichtskategorie 50 bis unter 80 kg ein Anstieg auf 519.000 (+0,2%) verzeichnet, während die Zahl der 80 bis unter 110 kg schweren Tieren auf 420.000 (-0,4%) zurückging. Mit einem Plus von 8,1%  nahm der Bestand der über 110 kg schweren Mastschweine auf 112.000 zu.

Der Anteil der in der Schweinehaltung maßgeblichen Bundesländer (Ober- und Niederösterreich sowie Steiermark) lag am 1. Juni 2020 abermals bei 93,7% des Gesamtbestandes.

China: Flutkatastrophe tötet Millionen Schweine und überflutet Äcker

Sintflutartige Regenfälle entlang des Flussbeckens des Jangtse, haben im Süden und Osten Chinas, zu Überflutungen von Ackerland geführt und möglicherweise Millionen Schweine getötet. Gleichzeitig breitet sich mit der Flut die Afrikanische Schweinepest (ASP) erneut aus. Die überfluteten Flächen gehören zudem zu den wichtigsten Reis- Anbaugebieten in China.

Die chinesischen Verbraucher sehen sich angesichts der zunehmenden Knappheit von Nahrungsmittel erneut mit steigenden Verbraucherpreisen konfrontiert. Chinesische Medien berichten, dass die Überflutungen in einigen Regionen Höhen erreicht haben, die es seit der schlimmen Flut im Jahr 1998 nicht mehr gegeben hat.

Die Preise für lebende Schweine im Süden China sind jedenfalls schon kräftig gestiegen. Viele kleine Farmen sind nicht gegen solche Fluten gerüstet. Wie viele Schweine insgesamt durch die Flut in China gestorben sind, ist jedoch bisher unklar. Ping Chew, Chefanalyst bei Rabobank Research in Asien, sagt, dass in den letzten Wochen möglicherweise 20 Millionen Schweine ertrunken sein könnten. Dies entspricht etwa 5 Prozent der derzeitigen chinesischen Schweinepopulation von 340 Millionen Tieren. Das genaue Ausmaß des Schadens wird aber erst in den kommenden Monaten klar werden.

USA; Maxwell Foods stellt Produktion in 2021 ein

Bis Mitte 2021 will sich einer der größten amerikanischen Schweinefleischproduzenten aus der Produktion zurückziehen. Grund dafür sind die anhaltend schlechten Margen.

Im Jahr 2019 war das Unternehmen Maxwell Foods aus den Vereinigten Staaten noch einer von weltweit insgesamt 31 Megabetrieben, die mehr als 100.000 Sauen hielten. Die Schweinefleischpreise in den USA sowie die Auswirkungen der Corona- Pandemie haben das Unternehmen jedoch finanziell unter erheblichen Druck gesetzt. Laut dem niederländischen Magazin ,,varkens“ seien die schlechten Margen der Anlass dafür gewesen, aus der Schweinefleischproduktion auszusteigen.

Wie das Portal The Pig Site berichtet, hatte Maxwell Foods bereits im vergangenen Jahr 46.000 Sauen und Produktionskontrakte an Country View Farms, einem Teil der Clemons Food Group, veräußert. Neue Verträge mit Schweinehaltern wurden von Maxwell Foods schon lange nicht mehr abgeschlossen. Derzeit hält der Megaproduzent noch 150 Verträge mit Schweinebetrieben und 54.000 Sauen. Bis Mitte des Jahres 2021 sollen die Verträge dann auslaufen und einer der größten Schweinefleischproduzenten nach 31 Jahren aus der Produktion aussteigen. 

Günstiges Fleisch vom Discounter qualitativ so gut wie Biofleisc

Bei einer Analyse von 15 Schweinefleischprodukten stellte die Stiftung Warentest weitgehend keine Unterschiede zwischen teuren bzw. Biofleisch zu konventioneller Discounterware fest.

Die Stiftung Warentest hat untersucht, wie gut Schweinenackensteaks und Koteletts im Handel sind und welche Anbieter sich für das Wohl der Schweine einsetzen. Insgesamt haben die Tester dies für 15 Schweinefleisch- Produkte geprüft.

Fazit; Die Qualität wurde bei jedem zweiten Stück Fleisch mit gut bewertet. Darunter waren preiswerte Nackenstücke von Supermärkten und Discountern und teurere mit Biosiegel. Es hat nur ein Produkt gegeben, das sehr auffällig mit Verderbniskeimen belastet war. Gesundheitlich sei die Keimmenge weniger problematisch gewesen, sie deute eher auf ein Hygieneproblem in der Produktion hin. In zwei Drittel der Steaks und Koteletts haben die Tester antibiotikaresistente Keime nachgewiesen.

Eine weitere wichtige Erkenntnis. Die Haltung hat keinen Einfluss auf die Fleischqualität. Auf die vorderen Plätzen haben es viele günstige Steaks von Supermarktketten wie Kaufland, Aldi oder Lidl geschafft. Deren Fleisch kommt aus konventioneller Haltung. Im Interview mit Spiegel bezeichnete das Nicole Merbach von Stiftung Warentest als eine bittere Erkenntnis aus Tierwohlsicht. Das heißt aber auch, dass Biofleisch nicht besser schmeckt, was viele Verbraucher vermuten würden. Hier spiele die Psychologie und der Kopf eine gewisse Rolle, so Merbach, und jede Blindverkostung bestätige, dass es geschmacklich keinen Unterschied zu konventionellem Fleisch gib

Daisch Crown- Schlachthof in Dänemark muss schließen

Im Danisch Crown- Schlachthof  im dänischen Ringsted muss aufgrund von weiteren Corona-Infektionen der Schlachtbetrieb ab Montag für eine Woche ruhen.

Nach den ersten Corona- Infektionen bei Danisch Crown in Dänemark am Standort Ringsted, wurde die Schlachtkapazität vergangene Woche im Werk halbiert. Nach einem Corona- Ausbruch mit Dutzenden infizierten Mitarbeitern wird der Schlachtbetrieb in Dänemark nun vorübergehend geschlossen. Damit solle versucht werden, die Infektionsketten innerhalb des Personals zu durchbrechen. Danisch Crown schlachtet am Standort Ringsted rund 35.000 Schweine in der Woche.  

Schlachthof Dachsberger wieder in Betrieb

Der Corona bedingt geschlossene Schlachthof Dachsberger in Eggenburg (Bezirk Horn) hat seinen Betrieb wieder aufgenommen. Nachdem bereits am Montag die Produktionshalle geöffnet hatte, sperrten am Mittwoch auch die beiden Filialen auf.

Wie berichtet, waren in dem Schlachtbetrieb Mitte Juli mehrere Personen positiv auf Corona getestet worden. Dabei hatte der Betrieb bereits im März seine Hygienemaßnahmen verschärft. Nach dem Bekanntwerden der COVID -19- Fälle in dem Schlachtbetrieb wurden 244 Mitarbeiter abgesondert. Insgesamt wurden 38 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet. Behördlich geschlossen wurde das Unternehmen nie. Aufgrund der hohen Anzahl an in Quarantäne befindlichen Mitarbeitern stand der Betrieb jedoch für rund drei Wochen still.

Nun werden die Mitarbeiter in einzelne Gruppen aufgeteilt, die sich nicht durchmischen sollten. Vor der Öffnung wurden die Räumlichkeiten durch eine private Firma desinfiziert- in enger Abstimmung mit den Behörd

Große Nachfrage nach schlachtreifen Schweinen

Während der Rückstau bei Tönnies noch immer den deutschen Markt belastet, sind in Österreich schlachtreife Schweine Mangelware. Bei uns steigt die Mastschweine- Notierung um 3 Cent.

Während im Norden Deutschland der im Zuge der Causa Tönnies entstandene Rückstau noch immer den Markt belastet, sind südliche EU-Regionen optimistischer im Hinblick auf eine Preisentwicklung nach oben. Dabei spielt aber primär die hitzebedingt rückläufigen Zunahmen der Mastschweine eine Rolle und weniger die Impulse auf Seiten der Verbraucher. In Deutschland (+/-0) hoffen die Erzeuger, dass am Tönnies- Betrieb mit dem Anlaufen der zweiten Schicht die Überhänge rascher abgebaut werden können. Von noch anhaltenden Exportsperren namhafter Betriebe in Deutschland und Holland dürften spanische Exporteure profitieren. Sowohl mengen- als auch preismäßig werden die Bestellungen aus Peking und Shanghai wollwollend entgegengenommen.

Bei uns in Österreich ist der Schlachtschweinemarkt leergefegt. Unterdurchschnittliche Angebotsmengen mit unterdurchschnittlichen Schlachtgewicht reichen nicht überall aus, die gewünschte Nachfrage zu decken. 

Wenig Kauflust auf Tierwohl-Fleisch in Deutschland

Studie: Es werden nur Preisaufschläge zwischen neun und 13 Prozent akzeptiert.

Nur 16 % der Verbraucher sind bereit. mehr Geld für Tierwohl- Fleisch zu bezahlen. Dies zeigt eine Studie der Hochschule Osnabrück unter Leitung von Prof. Ulrich Enneking. Dieses geringe Kaufinteresse steht dabei im Widerspruch zur parallel durchgeführten Befragung im Kassenbereich. Hier gaben deutlich mehr Konsumierende an, Tierwohl-Produkte zu bevorzugen.

Tierwohl-Siegel hatten demnach nicht durchgängig, einen positiven Einfluss auf die Kaufbereitschaft. Zudem wurden lediglich Preisaufschläge von 30 Cent für einen mittelpreisigen Schweinefleisch- Artikel akzeptiert, der nach Tierwohl-Standards produziert wurde.

Von den neun Testprodukten wurden im neunwöchigen Testzeitraum in Summe mehr als 18.000 Produkte in insgesamt 18 Edeka- und NP Discount-Märkten verkauft. Bei 16 % der Käufe fiel die Entscheidung auf den Tierwohl-Artikel. Dabei wurden lediglich Preisaufschläge zwischen 9 und 13 % akzeptiert. Bei merklich höheren Preisaufschlägen (zum Beispiel 26 % für Gulasch) sowie kleineren Erhöhungen gingen die Absätze deutlich zurück.    

Der Rückstau in Deutschland lähmt heimische Preisentwicklung

Die Absatzkrise in Deutschland hält weiter an. Die vierwöchige Betriebssperre des EU-weit größten Schlachthofes belastet weiterhin den Markt, und verhindert ein Preisplus bei uns in Österreich.

Weil der Neustart des Tönnies Betriebes nur sehr zögerlich voran geht werden speziell im Norden Deutschland die Überhänge nicht kleiner. Tönnies gründet 15 Tochtergesellschaften für Anstellung von Mitarbeitern, und Kritiker vermuten, das Unternehmen könnte damit das neue Verbot von Werkverträgen unterlaufen. Tönnies bestreitet das, und Heil sagt das geht gar nicht ?

Demnach wird die Stabilität der Preise von einigen Marktanalysten schon als Erfolg gehandelt. Impulse soll nun der Grillsommer, der Inlandstourismus und das saisonüblich schwächelnde Angebot an frischen Schlachtschweinen bringen. Darauf basierend zeigen die Notierungen in den südlichen EU-Ländern sichtbare Aufwärtstendenzen.

Bei uns in Österreich reicht das unterdurchschnittliche Angebot gerade aus, die Nachfrage der Schlachtbetriebe zu decken. In der Fleischbranche ist man mit dem nationalen Geschäft nicht unzufrieden, im Export und bei der heimischen Fleischindustrie lässt das internationale Preisdumping keine Luft nach oben.  

In Deutschland droht die Fleischbranche mit höheren Fleischpreisen

Die Fleischwirtschaft rechnet mit steigenden Preisen für Fleisch, sollte das Werkvertrags- Verbot für die Branche kommen. Außerdem hält die Branche das Gesetz für verfassungswidrig.

Ohne Werkverträge und Leiharbeit werde Fleisch aus Deutschland 10 bis 20 Prozent teurer und werde weniger wettbewerbsfähig. Das schreibt die Fleischwirtschaft in einer Stellungnahme zum geplanten Gesetz von Bundesminister Hubertus Heil (SPD).

Die Fleischwirtschaft sei auch künftig auf Leiharbeiter angewiesen, um Produktionsspitzen etwa zur Grillsaison abfangen zu können, hieß es weiter. Würden Werkvertrag und Leiharbeit verboten, verteure das die Produktion. Der Verbraucherpreis dürfte demzufolge um zehn bis 20 Prozent je Kilo und Produkt ansteigen, zitierte die NOZ aus der Stellungnahme. Es sei damit zu rechnen, dass die Produktion ins Ausland abwandere- inklusive der Tierhaltung, so die These.

Zudem halten die Vertreter der Fleischwirtschaft das Gesetzvorhaben für verfassungswidrig. Es sei nicht erklärbar, warum beim Portionieren und Verpacken von Käse künftig anderes Arbeitsrecht gelten solle als bei der Wurst. Das Gesetz geht zu weit, weil es eine abstruse Ungleichbehandlung gegenüber anderen Branchen darstelle, hieß es darin.

Polen: Weitere ASP- Fälle im Wildschweinebestand

In der ersten Julihälfte haben die polnischen Behörden wieder zahlreiche Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen registriert.

Die Oberste Veterinärbehörde in Polen hat allein in der vergangenen Woche 29 Funde bei insgesamt 32 Tieren, die nachweislich an ASP verendet seien, bestätigt. Betroffen waren Orte in insgesamt fünf Wojewodschaften, darunter ein Lbus in unmittelbarer Nähe zur deutschen Grenze. Laut den amtlichen Angaben betraf dies auch zwei Fälle in den Kreisen Nowosolsky und Zielona Gora, wo sie Krankheit seit Dezember 2019 immer wieder aufflammt.

Seit Jahresbeginn sind landesweit mehr als 2.800 Fälle der ASP bei Wildschweinen verzeichnet worden. Damit sind in Polen bis zur Jahresmitte schon deutlich mehr Seuchenfälle aufgetreten als im gesamten Jahr 2019. Auf deutscher Seite besteht daher weiterhin große Sorge vor einer Einschleppung der ASP. Um diese Gefahr etwas entgegenzusetzen, hat Mecklenburg-Vorpommern Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus in der vergangenen Woche den Startschuss zum Bau eines Wildzauns entlang der Grenze von Vorpommern und dem polnischen Westpommern gegeben. Die Anlage wird dem Schweriner Agrarressort zufolge rund 62 km lang und soll etwa 1,2 Mio.€ kosten. Nach Fertigstellung wird die deutsch- polnische Grenze dann auf ihren gesamten Verlauf von Wildzäunen gesichert sein. 

Schweinepreise: Alles wird besser- Bei uns in Österreich + 3 Cent!

Zum einen psychologisch, denn der immense Druck, der auf die Bauern in Deutschland lastet, weil sie nicht mehr wussten wohin mit den Schweinen, ist erst einmal vom Tisch. Noch wichtiger ist jedoch die markttechnische Seite: Nämlich der möglichst rasche Abbau, der auf die Preise drückenden Angebotsüberhänge, in den deutschen und nordwesteuropäischen Schweineställen. Damit dürften Angebot und Nachfrage allmählich wieder besser ins Gleichgewicht kommen

Die VEZG hat die Schweinepreise heute deshalb unverändert gelassen. Positive Signale kommen auch vom Fleischmarkt. Im Fleischgeschäft hat sich die Stimmung in der letzten Tagen etwas beruhigt, was maßgeblich auf zwei Faktoren zurückzuführen ist. Auf der einen Seite trug die unveränderte VEZG-Notierung zu einer stabileren Lage bei. Auf der anderen Seite werden die Wetterbedingungen  im gesamten Bundesgebiet in der kommenden Woche besser, was Grillaktivitäten mit sich bringt.

Bei uns in Österreich konnte auf Grund des knapperen Angebot und der guten Auslastungen der Fremdenverkehrsbetriebe ein Plus von 0,3 Cent beim Schweinepreis erzieht werden.

Talboden dürfte erreicht sein

Nach den massiven Preisrücknahmen der letzten Wochen hat sich der Ferkelmarkt wieder stabilisiert. Es sieht alles nach einen stabilen Markt aus , nach der Talfahrt der Tränen.

Die Situation auf den europäischen Ferkel- und Schweinemarkt bleibt aber weiter angespannt. Zuletzt hat sich aber zumindest die mehrwöchige Preisrally nach unten eingebremst und alle EU-Mitgliedsstaaten versuchen, das derzeitige Preis- Niveau bei Ferkel und Schlachtschweinen zu stabilisieren.

Gestützt werden diese Stabilisierungsversuche von der nun wieder schrittweisen Öffnung des bis zuletzt gesperrten Tönnies- Schlachthofes. Alles andere als unterstützend wirkt jedoch der aktuell stark rückläufige Schweinefleischkonsum in Deutschland. Sowohl die deutsche Politik als auch die deutsche Presse haben sich mit ihren Handlungen und ihren Berichterstattungen zur Sache mit fragwürdigen Ruhm auf Kosten der Schweinebauern bekleckert

Tönnies präsentiert deshalb ein Sofortprogramm mit Neuerungen in Richtung Tierhaltung an. Das Unternehmen unterstützt z.B. die Pläne der Borchert-Kommission und erweitert sein Angebot für die Haltungsform 3 (Außenklima).

Nicht zuletzt wegen der enormen Preisrücknahmen in den letzten beiden Wochen, konnte bei uns der Ferkelmarkt auch zuletzt weitgehend geräumt werden. 

Tönnies darf in Reda-Wiedernbrück wieder schlachten

Nach Angaben der Stadtverwaltung hat Bürgermeister Theo Mettenborg nach Abstimmungsgesprächen zwischen allen beteiligten Behörden und dem Unternehmen die Schließungsverfügung teilweise aufgehoben.

Betroffen sind die Schlachtung und Blutverarbeitung. Die beiden Bereiche werden von den Tochterunternehmen Reisinger GmbH (Schlachtung) und Acontex GmbH (Blutverarbeitung) betrieben Die 597 Mitarbeitenden der Schlachtung und die 7Mitarbeitenden der Blutverarbeitung dürfen ab sofort das Werksgelände betreten und ihre  Arbeit schrittweise wieder aufnehmen. Und die Zerlegung könnte ab Freitag ihren Probebetrieb beginnen.

Fleischhändler berichten, dass der Fleischverkauf in Deutschland ins Stocken geraten ist Die Schlachtgewichte nehmen deshalb weiter zu. Zudem bleibt der Export nach China für Fleisch von Tönnies und auch Fleisch aus Holland geschlossen.

Aber auch bei uns in Niederösterreich ist ein Schlacht- und Zerlegebetrieb von Dachsberger(Bezirk Horn) betroffen. Es sind 34 Personen positiv auf Corona getestet worden und der Betrieb wurde vorübergehend gesperrt. Die schlachtreifen Mastschweine wurden von der Firma Stelzl (die neue Börse) in die Steiermark zum Schlachten gebracht.  

Tönnies- Stillstand: 500.000 Schweine in Wartestellung

Aufgrund des Corona-bedingten Stillstandes des Tonnies- Werks in Rheda- Wiedenbrück spitzt sich die Lage dramatisch zu. 500.000 Schweine stehen in der Warteschleife. Wie Matthias Quaing Marktreferent bei der Interessengemeinschaft der Schweinehalter (ISN), gegenüber denn Inforadio, des rbb erklärte, solle es nicht zu Notschlachtungen kommen.

Bundesagrarministerin Julia Klöckner dringt deshalb auf Lösungen der Schlachtbranche, um die Abnahme von Tieren aus den Ställen auch in der Corona- Krise zu sichern. Weil Schlachthöfe wegen Corona- Fälle in der Belegschaft geschlossen sind oder nur eingeschränkt arbeiten, fehlen laut Ministerium aktuell etwa 14 Prozent der normalen Schlachtkapazitäten für Schweine. Grundsätzliche Kapazitätsengpässe gebe es nach Branchendarstellung nicht, aber die Schweinebauern verlieren jede Woche 20 Millionen Euro. 

Schweinepreis bricht ein- Tönnies- Krise wird schlimmer

Die coronabedingte Sperre bei Tönnies in Deutschland, die Coronafälle in heimischen Schlachthöfen, viel Angebot und geringe Nachfrage bringen den Schweinemarkt unter Druck, Die Folge Minus 13 Cent.

Zahlreiche Schlachter haben im Vorfeld der Notierung bereits mit Hauspreisen auf die Schweinemarkt- Krise reagiert. Denn immenser Druck lässt die Fleischpreise einbrechen, eine Besserung dürfte wohl erst mit der Wiederaufnahme der Schlachtung bei Tönnies in Rheda möglich sein. Weil mehre hunderttausend schlachtreife Schweine aus den Ställen geholt werden sollen, geraten die Bauern zunehmend in Panik und weil durch die negativen Schlagzeilen vielen deutschen Verbrauchern der Appetit auf Schweinefleisch vergangen ist , können die aktiven Schlachtbetriebe die Ware nur mittels massiver Preiszugeständnisse absetzen. Zusätzlich verschärft wird das Dilemma durch das von China verhängte Exportverbot von Corona betroffenen Schlachtbetrieben. Weil unter diesen Rahmenbedingungen nun vom Schlachtschwein bis zum Verarbeitungsfleisch um jeden Preis verkauft wird, stürzen europaweit die Preise ab. Auch hier zeigt Deutschland was möglich ist. Laut offizieller Notierung binnen 14 Tagen minus 19 Cent. Im Handel soll noch billigere Ware unterwegs sein.

Bei uns in Österreich ist die Verunsicherung quer durch die gesamte Wertschöpfungskette massiv spürbar. Obwohl die Schlachtaktivtäten annähernd auf Normalniveau geblieben sind. Problematischer stellt sich der Fleischmarkt dar, der unmittelbar mit dem Dumpingangebot aus Deutschland und weiteren Ländern wie z. B. Spanien konfrontiert ist.

Minus 15 Cent am Ferkelmarkt

Damit der heimische Absatz an Ferkeln bestmöglich aufrechterhalten werden kann, war eine deutliche Rücknahme der Ferkelnotierung unausweichlich.

Der europäische Ferkelmarkt hat sich in den letzten Wochen sehr stabil gezeigt. Die deutschen Entwicklungen setzen aber nun sowohl den Fleisch- als auch den Ferkelmarkt  gehörig unter Druck. Die andauernde Sperre bis zum 17. Juli bei Tönnies in Rheda- Wiedenbrück erzeugt einen enormen Rückstau bei schlachtfertigen Schweinen. Der Stau schlägt bereits bis in die deutschen Ferkelerzeugerbetriebe durch. Starke Preiseinbußen am deutschen Schweine- und Ferkelmarkt sind die Folge.

In Österreich hat man zuletzt noch versucht, sich von diesen Entwicklungen abkoppeln zu können. Nicht zuletzt die aktuellen Coronafälle  von Mitarbeitern in oberösterreichischen Schlachtbetrieben, setzen nun auch den heimischen Schlachtschweine- und Ferkelmarkt gehörig zu. Und wir Bauern zahlen so wie immer die Zeche

Zehn Coronafälle in österreichiscchen Schlachthöfen

Zehn Mitarbeiter in drei oberösterreichischen Schlachthöfen wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Weitere Untersuchungen werden noch durchgeführt. Bisweilen gibt es keine Betriebssperren.

Die Schlachthöfe sollen vorerst nicht geschlossen werden, allerdings werden die Betriebe aufgrund der fehlenden Arbeitskräfte nicht zu 100 % schlachten können, und das es Rückstellungen geben werde und das sich dies natürlich negativ auf den Schweinemarkt auswirken werde.

Die Schlachthöfe waren ein Teil der am Donnerstag durchgeführten Screening- Testungen. Das Ziel sei laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober, ein Frühwarnsystem zu installieren, um für den Herbst gerüstet zu sein. Bereits vor Bekanntwerden der Fälle in Oberösterreich wurden in fleischverarbeitenden Betrieben stetig Tests durchgeführt.

Die österreichischen fleischverarbeitenden Betriebe sind mit jenen in Deutschland nicht zu vergleichen. So hätte ein durchschnittlicher Schlachthof in Österreich 400 Mitarbeiter, im Nachbarland seien dies 8000. Während die Schlachtkapazitäten in Deutschland bei maximal 33.000 Schweinen täglich liegt, würde diese in Österreich rund bei rund 2.000 Tieren liegen. Die kleineren Strukturen seien ein Vorteil im Containment, Bayern will hier auch nachziehen. Zudem seien die Mitarbeiter in den österreichischen Betrieben unter besseren sozialrechtlichen Bedingungen angestellt als in Deutschland.

Fleisch ist kein Überträger des Coronavirus. Dies teilte Pia Anna Landsiedl von der Wirtschaftskammer (WKO) mit. Auch AGES Sprecher Roland Achatz erklärte, dass es keine dokumentierten oder belegten Ansteckungen über Lebensmittel gebe.