Sich mit fremden Federn schmücken

Das EU-Parlament hat wieder einen Kompromis für die Bezeichnung von Veggie- Burger und Milch beschlossen. Milch muss Milch von Tieren bleiben. Bei Fleisch können wir nicht mehr sagen ,,Das ist kein Steak“, leider haben wir regionale Bauern verloren.

Eine Branche, die glaubt den Anspruch zu haben, Mainstream zu werden, sollte es nicht nötig haben Trittbrettfahrer zu sein. Ein Marketing, mit dem das Orginal erst in Verruf gebracht und dann in der Bezeichnung kopiert werde, sei mies. Dabei werde der Vorwand benutzt, die Schaffung der richtigen Bezeichnung, wie beispielsweise ,, Erbsenbratling“ respektive dessen Vermarktung wäre zu kostenträchtig.

Die Lobbys der veganen Gesellschaft haben gesiegt. Erleichert über die Burger-Entscheidung laut Krone auch Hermann Neuburger von besten Leberkäse? Der Unternehmer hat eine Alternative Fleischersatzproduktion auf Pilz- Bassis auf den Markt gebracht.Unter der Marke ,,Hermann“ Fleischlos- werden Schnitzel, Faschiertes, Rostbratwürstchen, Käsebratwurst und Bratstreifen angeboten, mit 100 % höherer Spanne nicht zum Wohle von uns Bauern.

Ganz anderes Gourmetfein, die seit 10 Jahren auf hochwertigen Leberkäse und Fleischprodukten setzen und einen anderen Weg für uns Bauern gehen. Mit ihren gegenwärtig 46 Partnerbauern die jährlich 60.000 Schweine produzieren hat Fritz Floimayr- Gourmetfein Geschäftsführer einen eigenen Jahresfixpreis vereinbart. Der Fixpreis ist 20% über dem aktuellen Marktpreis und umfasst eine Abnahmegarantie. Dadurch können auch kleinbäuerliche Famlienbetriebe gesichert werden, die hochwertige Waren produzieren.

Tierische Produkte leisten einen wichtigen Beitrag

Der Verein Nachhaltige Tierhaltung Österreich (NTÖ) als Sprachrohr der vielen Nutztieren haltenden bäuerlichen Betriebe wies anlässlich des diesjährigen Welternährungstages auf die Versorgungssicherheit Österreichs mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln wie Milch, Milchprodukten, Fleisch, Geflügel oder Eier hin.

Der Selbstversorgungsgrad beträgt in Österreich bei Rind und Kalb 141 %, bei Milch und Milchprodukten 128 %, bei Schweinefleisch 101 %, bei Käse 99 %, bei Eiern 87 %, und bei Geflügel 71 %. Gerade die Corona-Pandemie hat vielen Österreichern die Leistungen unserer tierhaltenden Betrieben in einen verstärkten Ausmaß bewusst gemacht.

Die Volksrepublik China hat in den ersten drei Quartalen dieses Jahres eine Rekordmenge von 7,41 Mio.t Fleisch einschließlich Nebenerzeugnissen eingeführt. Aber auch China baut den Tierbestand wieder auf. Zudem haben die wachsenden Tierbestände im eigenen Land, vor allem bei Schweinen den Bedarf an Soja für die Futtermittelherstellung vergrößert. Die Einfuhr von Soja nahm von Januar bis September 2020 im Vorjahresvergleich um 15,5 % auf 74,5 Mio t zu.

Das wachsende Schweineangebot in Kombination mit den hohen Schweinefleischimporten, macht sich seit drei Monaten auch in fallenden Erzeugerpreisen bemerkbar. Von Mitte Juli bis Mitte Oktober ist der Schlachtschweinepreis , bezogen auf das Lebendgewicht landesweit um 22 % auf zuletzt 29,71 CNY/kg (3,73 Euro) gesunken.

Danke für alles lieber Peter!

Ganz unerwartet hat uns Prof. Peter Lexe für immer verlassen ….. ein Tausendsassa der alles konnte, als Reporter und Schriftsteller, Herausgeber von Regionalmedien, und Chefredakteur von „Mein Sonntag“, Organisator von Genussreisen, die seines gleichen ein immer unvergleichbares Erlebnis waren. Aber auch für uns Bauern hatte Peter immer ein offenes Ohr und war stets unser „Kuchlmasta“ bei ,, SAUGUT“ am Salamifest, und bei all unseren Charityaktionen. Beeindruckend war auch unser letzter gemeinsamer Vereinsausflug nach Triest, der von Ihm perfekt organisiert wurde. Lieber Peter wir sagen dir dafür ein herzliches Dankeschön. Wir werden dich vermissen. Schweinevermarktungsring (SVR) und ARGE- Kärntner Schweineproduktion.

Die reiche Ernte bleibt den anderen

Von den steigenden regionalen Einkäufen- von diversen Studien belegt- profitieren ausgerechnet wir heimische Landwirte am wenigsten.

In der Bundeshauptstadt waren kürzlich die Jungbauern mit einem Foodtrack unterwegs, und in den Bundesländern machen Bauernfunktionäre und Bauern in Einkaufszentren Werbung für ihre Produkte. Mit großen Eifer und viel Aufwand versucht die Landwirtschaft den Rückenwind zu nutzen, den die Covid- 19- Krise für bäuerliche- Produkte aus der Heimat auslöste. Regionalität ist in aller Munde und bietet tatsächlich große Chancen.

Überlicher weise gelten wir Landwirte als ,,Krisengewinner“, aber in Wirklichkeit haben wir den gerigsten Profit von dieser Entwicklung. Wir Bauern sorgen nämlich mit unseren Engagement sehr wohl für schöne Zuwächse in vielen Sektoren und tragen dort auch zur Sicherung von Arbeitsplätzen bei, für uns selbst aber fällt im Vergleich dazu wenig ab.

Dies hat kürzlich eine Untersuchung des Wirtschaftsforschungsinstitut aufgezeigt. Demnach bringt eine nur einprozentige Erhöhung der Nachfrage nach inländischen Agrarrohstoffen und Lebensmittel für die gesamte österreichische Volkswirtschaft eine zusätzliche Wertschöpfung von 141 Millionen Euro, mit der rund 3100 Arbeitsplätze verbunden sind, wenn zum selben Prozentsatz dadurch Importe ersetzt werden. Nicht einmal bei den bäuerlichen Dierktvermarkter ist eindeutig, dass sie wirklich zu den großen Gewinner des Regionaltrends bei Lebensmittel zählen. ,, Die tun sich vieleicht am leichtesten, den Trend zu nutzen, haben aber oft sehr hohe Kosten“, erklärte Sinabell. Aber auch der Handel profitiert stark von ihnen, wenn er die Produktion von regionalen Kleinerzeugern in Regionalregalen verkauft.

Sinabells: Fazit klingt somit für die Landwirtschaft, die so große Erwartungen in die Regionalität setzt, ernüchternd: ,, Wenn wir die Nachfrage nach heimischen Gütern ausweiten, können wir den Strukturwandel nicht aufhalten, sondern bestensfalls bremsen. In der Landwirtschaft kann man nicht viel gewinnen, man kann im Wesentlichen nur die Reduktion der Zahl der Arbeitskräfte verlangsamen.

ASP: Viele Wildschweinabschüsse in Polen

Die ASP- wütet weiter in Polens Hausschweinebeständen und in der Wildschweinepopulation. Im laufenden Jagdjahr wurden bereits etwa 145.000 Stk. Wildschweine geschossen, so der polnische Jagdverband.

Während laut Friedrich-Loeffler (FLI) in Deutschland bisher weiterhin keine Hausschweinbstände von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) betroffen sind, mussten in Polen wieder viele Nutztierbestände gekeult werden. Laut der Obersten Veterinärbehörde in Warschau trat die Seuche allein in der vorletzten Woche in vier weiteren Betrieben auf. Seit Jahresbeginn bis 30. September wurden in Polen insgesamt 98 Agrarbetriebe wegen der ASP gesperrt, das waren mehr als doppelt so viel wie im gesamten Jahr 2019. Unterdessen setzen die Jäger alles daran, den Wildschweinbestand zu reduzieren. Nach Angaben des polnischen Jagdverbandes wurden im laufenden Jagdjahr 2020/21 bereits rund 145.000 Wildschweine geschossen. Das Ziel von mindestens 176.000 Wildschweinen dürfte bis zum Ende der Saison deulich übertroffen werden.

Tönnies- Schlachthof in Sögel darf eingeschränkt weiterarbeiten

Ab heute dürfen am Tönnies.Schlachthof- Weidenmark in Sögel wieder bis zu 5.000 Schweine täglich geschlachtet werden. Der eingeschränkte Schlachtbetrieb hilft natürlich ein wenig, so Bernd Terhalle Geschäftsführer der EZG. Es ist überhaupt nicht genug. Allein im nördlichen Ennsland bräuchten wir 17.000 Schlachtungen pro Tag um den Rückstau aufzuhalten. Mehrere 100.000 Schweine stauen sich bereits in den Stallungen, da die Schlachtkapazitäten durch behördliche Corona- Restriktionen sei Wochen stark reduziert sind. Am Fleischmarkt gibt es Meldungen aus anderen EU-Ländern, wonach deutsche Dumpingangebote entsprechende Konkurrenz machen.

Bei uns in Österreich wird auf Volllast an den Schlacht- und Zerlegebändern gearbeitet, um die gewachsenden Nachfragen nach China abzuarbeiten. Neben den zugelassenen EU-Exporteuren die nach China liefern sind aktuell die Amerikaner, seit Juli ist der US-Preis um mehr als 100 % gestiegen, die Hauptprofiteure der ASP-bedingten Asien Exportsperre Deutschlands.

In Kärnten ist der Regierungsbeschluss durch, für die Corona bedingte Abgeltung im Rinder und Schweinebereich. Laut Landesrat Martin Gruber werden 1,4 Mio. € bereitgestellt. Die Antragsstellung erfolgt vom 01.-30. November . Im Schweinebereich wird die halbe Coronaabwertung von 10 € pro Schwein von Mai bis Juli voraussichtlich ausbezahlt, mit Ober-und Untergrenzen. Näheres ist im nächsten Kärntner Bauern zu lesen.

Schweinemast: Östereich plant Spaltenverbot

Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober will Spaltenböden in der Schweinemast verbieten. Dafür kämpfe der Grünen- Politiker in Verhandlungen mit Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger.

Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober plant ein Verbot der Spaltenbodenhaltung in der Schweinemast. Aus Tierschutzsicht ist ein Verbot von Vollspaltenböden sicherlich notwendig, erklärte der Grünen- Politiker gegenüber dem Nachrichtenmagazin ,,profil“. Man müsse den Tieren mit Mehrflächenbuchten die Möglichkeiten bieten, den Kot und den Liegeplatz zu trennen. Außerdem werde die Zugabe von Strukturfutter und Beschäftigungsmaterial einfacher, da das Güllesystem nicht belastet werde. Seine Position sei klar und er kämpfe dafür in den Verhandlungen mit Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger, betonte Anschober.

Vieleicht sollte sich der Minister mehr auf Corona konzentrieren, oder doch sich Auszeit nehmen, und sich Praxis in Österreichs Schweinestallungen holen, dann kann man darüber reden- oder ???.

Diesbezügliche Gesetznovellierungen seien in seinem Ministerium bereits erarbeitet worden. Uneins sind sich Köstinger und Anschober laut profil auch in der Frage einer Kennzeichnung in der Form der Tierhaltung. Anschober wolle, dass für die Verbraucher im Supermarkt, im Restaurant und in der Kantine auf den ersten Blick erkennbar sein sollte, ob das Fleisch beispielweise aus der umstrittenen Vollspaltenhaltung stamme oder von Stroh- beziehungsweise Freilandschweinen.

Aber wer wird das bezahlen Herr Minister ??? . Wer anschafft, der bezahlt !!!

Allerdings sei Köstinger dagegen, Sie argumentiere, dass Östereich bei der Tierhaltung in vielen Bereichen höhere Standards habe als in der EU vorgeschrieben ist. ,Mit einer Herkunftskennzeichnung würden wir das in einem ersten Schritt sichbar ausloben, so die Ressortchefin.

Deutschlands Schweinehalter in Not

Im Schlacht- und Nutzviehbereich macht sich aufgrund der großen und weiter zunehmenden Überhänge an Schlachtschweinen Resignation breit. Holzenkamp, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) sagt die Schlachtgewichte der Schweine steigen Woche für Woche und es ist nicht absehbar, dass sich die Situation entschärfen könne. In der Folge wird es immer schwieriger, Ferkel zu vermarkten, da die Mäster immer weniger bereit oder in der Lage sind, neue Tiere einzustellen.

Ähnlich schätzt auch die interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) die Lage ein. Es bestehe ein regelrechter ,,Schweinestau“ heißt es seitens der ISN. Corona und ASP für sich allein genommen stellen den Schweinemarkt bereits vor riesige Herausforderungen. Dass nun beides zusammenkommt, macht die Lage für die Ferkelerzeuger und Mäster gleichermaßen dramatisch, fasst ISN-Geschäftsführer Torsten Staack die aktuelle Situation zusammen.

Auf den Notruf der Schweinezüchter reagieren die Bundesländer unterschiedlich. ,, Wir kennen das Problem und suchen nach Lösungen, aber so kurzfristig ist das nicht umsetzbar“, sagte eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums.

Das Verbraucherschutzministerium Brandenburg ordnet nun auch Maßnahmen außerhalb bestehender ASP-Restriktionszonen an. Verstärkte Schwarzwildbejagung und Fallwildsuche gelten jetzt flächendeckend.

Maisernte beginnt und Preise stabilisieren sich

Während die Asienexporteure in mehreren EU-Ländern auf Volllast arbeiten, zeigt sich in der ASP-Krise Deutschlands wenig Entspannung. Zwar ist dort der Fleischmarkt wegen fehlender Arbeitskräfte in der Zerlegung keines überfüllt, trotz Schlachtungen am Samstag stauen sich in die Stallungen die schlachtreifen Schweine und dann auch die Ferkel. Entsprechend unterschiedlich ist die Preislage in diesen Sparten. Am dortigen Fleischmarkt sind mangels China-Export Nebenprodukte unter Preisdruck, jedoch Edelteile, ausgenommen Bauch mangels Korea-Export, könne sich gut behaupten. Die Vermarktung der Schlachtschweine ist weiter eine extreme Herausforderung um den dreiwöchigen Rückstau abzubauen.

Bei uns in Österreich laufen die Schlachtbänder seit September auf Volllast. Damit werden wöchentlich ca. 100.000 Schweine geschlachtet, was mengenmäßig gut zum zuletzt saisontypisch gestiegenen Angebot passt. Geringfügige Absatzprobleme ergeben sich regional in Oberöstereich, wo Corona bedingt fehlende Arbeitskräfte die Schlachtaktivität zweier Schlachtbetriebe reduziert haben, aber mit der kommenden Woche wieder voll im Betrieb sind. Durch Panikverkäufe reduzierte sich das durchschnittliche Schlachtgewicht auf 90 kg. Die Exporte nach China laufen auf höchsten Nievau, nun wird versucht auch für die Schlachtnebenprodukte eine Exportbewilligung zu bekommen.

Trotz der Maisernte nicht die Stallarbeit vernachlässigen, denn der VGT treibt wieder sein böses Spiel.

ASP-Verdachtsfall in Bleyen-Genschmar bestätigt

Der FLI hat den neuen ASP-Verdachtsfall im Landkreis Märkisch-Oderland heute bestädigt. Und auch in der bereits bestehenden Kernzone gibt es einen weiteren ASP-Fall.

Das Friedrich Loeffler-Institut (FLI) hat am heutigen Mittwoch zwei neue Fälle von ASP bestätigt. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der aktuellen ASP-Fälle auf 38. Die Hausschweinebestände sind nach wie vor frei von ASP.

Dieser ASP-Fall liegt cirka 60 Kilometer entfernt vom Kerngebiet, das in den Kreisen Oder-Spree und Spree- Neiße eingerichtet worden ist. Damit haben wir eine neue Lage, erklärte Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher heute in Postdam. Nach ihrer Einschätzung handelt es sich in Brandenburg um zwei voneinander getrennten Seuchengeschehen. In Westpolen gibt es ein hochdynamisches Infektionsgeschehen. Wir brauchen einen festen Zaun entlang der gesamten brandenburgisch- polnischen Grenze, und zwar durchgehend von der Uckermark bis Spree-Neiße, um einen Wechsel von infizierten Tieren zu verhindern, forderte Nonnemacher in einer Pressekonferenz.

Bauernverband: Versäumisse beim ASP- Seuchenschutz rächen sich jetzt. Seit Jahresbeginn wurde über den Bau eines festen Schutzzaunes zu Polen gestritten. Der LBV hatte ihn immer gefordert.

Die ersten Erfahrungen aus dem ‚Krisenherd im Süden des Landes zeigten außerdem, dass eine kreisübergreifende, konsequente Übernahme der Seuchenbekämpfung durch das Land viele Reibungsverluste und Kommunikationsprobleme vermieden hätte.

Zu wenig Aufbruch

Die Sorge wegen der ASP überschatten das Vorankommen bei der Umsetzung der Borchert- Vorschläge zum Umbau der Tierhaltung in Deutschland. Der Prozess stockte schon vorher. Die Signale zum Umbau der Tierhaltung drohen zu verpuffen. Zwar haben sich der Bundestag und alle Landesagrarminister hinter das Borchert-Konzept gestellt. Doch, um sich auf die Details zu einigen, die den Umbau ermöglichen, fehlt der großen Koalition in Berlin die Kraft.

Und Tönnies expandiert weiter, jetzt will der Konzern für 75 Mio. € in Spanien einen neuen Schlachthof bauen. Demnach will Tönnies einen Schlachthof plus Verarbeitungsbetrieb in Calamocha in der autonomen Region Aragon bauen. Dort sollen jährlich 2,4 Mio. Schlachtungen im Jahr und 1.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Für Tönnies wäre es bereits der zweite Produktionsbetrieb in Spanien. Das Unternehmen besitzt bereits einen Schlachthof in der Gemeinde La Mata de los Olmos. Und in Spanien interessiert sich die Bevölkerung bisher wenig für die Themen Tierwohl, Fleischverarbeitung und Mitarbeitersituation in der Fleischbranche.

Die Auswirkungen des ASP-Ausbruches auf den europäischen Ferkelmarkt sind nach wie vor enorm. Deutschland und die Niederlande erleben in den letzten Wochen einen noch nie dagewesenen Ferkel- Rückstau.

Einen wichtigen Lichtblick gibt es auf der Weltbörse wo der Schweinepreis wieder steigt.

Bei uns in Österreich läuft der Ferkelmarkt deutlich besser als in vielen anderen EU-Ländern. Unsere AT- Schlachtschweine die nicht am heimischen Markt verkauft werden gehen alle grob zerlegt in TK-Container nach China.

Importstopp für Deutschland verteuert Schweinefleisch in China

Das Einfuhrverbot für Deutschland trifft Chinas drittgrößten Lieferanten von Schweinefleisch und hat nicht nur für den deutschen Markt erhebliche Folgen. Am ohnehin extrem knapp versorgten Markt fehlen die deutschen Lieferungen nämlich, und sie sind wohl nicht so schnell zu ersetzen. Nun berichten chinesische Medien und Nachrichtenagenturen über steigende Preise für Schweinefleisch, offenbar vor allem bei den in China sehr beliebten Schweinerippchen. Die Preise stiegen zuletzt von 38 Yuan pro Kilo auf 44 Yuan.

In Deutschland hat sich ein gewisser Angebotsüberhang aufgebaut der sich vor allen durch den 32 ASP- bestätigten Fall und coronabedingt reduzierten Schlacht- -und Zerlegekapazitäten beruht. Diese Situation dürfte wohl länger anhalten, deshalb hat die Firma Marcher Betriebsleitung Werk Klagenfurt einen Preisabschlag für die nicht in Österreich geborenen Schlachtschweine von 0,15 Cent ab 01. Oktober 2020 eingeführt.

Einbußen die wegen Corona für Kärntner Schweinebauern in der Zeit von Mai bis Juli entstanden, sollen mit Unterstützung des Landes abgemildert werden. Das stellt Landesrat Martin Gruber (ÖVP) vor und daran wird schon gearbeitet.

Sieben weitere ASP-Fälle vom FLI bestätigt

Soeben hat das Nationale Referenzlabor für die Afrikanische Schweinepest (ASP), das Friedrich- Loeffler- Institut (FLI) auf der Ostseeinsel Riems, sieben weitere ASP-Fälle bei Wildschweinen in Brandenburg bestätigt. Es handelt sich offenbar um Kadaver, die im Laufe des Wochenendes entdeckt wurden. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der ASP-Fälle auf 20. Die Fundorte aller sieben Tiere befinden sich innerhalb des bereits ausgewiesenen gefährdeten Gebietes. Die Hausschweinebestände in Deutschland sind nach wie vor frei von der ASP, aber der Absatz der Schweine ist komplett eingebrochen. Das Verbot Flächen bewirtschaften zu dürfen und die Ernte einzufahren ist aufrecht. Die Zukunft im betroffenen Gebiet ist nicht gerade optimistisch, es rollen keine Traktoren und das ist bedrohlich.

Der ASP- Ausbruch bei Wildschweinen in Deutschland ist am europäischen Schweinemarkt allgegenwärtig und erzeugt teils massive Absatzprobleme uns dadurch ausgelöste Preiseinbußen bei Schlachtschweinen und Ferkel. Ganz hart trifft, es aktuell den deutschen Markt, der de fakto zum Stillstand gekommen ist. Auch die Niederlande, als maßgeblicher Ferkellieferant, spricht von enormen Markteinbrüchen. Alle hoffen auf eine rasche Stabilisierung der Märkte.

Bei uns in Österreich trifft die Marktkrise den Ferkelmarkt zur ungünstigen Jahreszeit. Überdurchschnittliche Angebotsmengen treffen auf eine verhaltene Nachfrage, und Rückstellungen sind damit in keinen Bundesland zu vermeiden.

NTÖ: Aufweichung ist Irreführung der Konsumenten

Die heimische Veredelungswirtschaft ist empört über die geforderte Lockerung des Bezeichnungsschutzes für Milch und Fleisch. Ihr gemeinsames Sprachrohr, der Verein Nachhaltige Tierhaltung (NTÖ) fordert zudem, dass tierische Lebensmittel beim Mercosur -Abkommen herausgenommen werden.

In einem Brief an das EU-Parlament forderten einige Großkonzerne und Kapitalgesellschaftern zusammen mit vegetarischen und veganen Organisationen sowie Tierschutzorganisationen eine Gesetzesänderung für die Aufhebung der geschützten Begriffe für tierische Lebensmittel.

Es kann nicht sein, dass pflanzliche oder künstlich hergestellte Produkte denselben Namen wie Milch, Käse, Butter, Joghurt oder Fleisch führen. Dies ist eine Irreführung für die Konsumentinnen und Konsumenten, ist NTÖ-Obmann Walter Lederhilger empört.

Geht es nach den Industrielobbyisten, sollen billige Imitate mit demselben Namen wie für hochwertige Produkte angeboten werden. In Österreich werden Lebensmittel tierischer Herkunft unter strengsten Tierschutz-Umwelt- und Hygienestandards erzeugt und kontrolliert. Die Kunden wissen, was sie bei einem Liter Milch oder einem Burger in den Händen halten, betont ZAR-Obmann Stefan Lindner.

Die Vertreter der Nutztiersparten im NTÖ fordern nicht nur Transparenz für tierische Produkte, sondern seit Jahren auch die verpflichtende Herkunftskennzeichnug auf den Teller. Auch ein Abschluss des Mercosur- Abkommen ist der falsche Weg in die Zukunft.

Preisverfall vorerst nicht so dramatisch

Nachdem vergangene Woche die deutsche Mastschweine- Notierung um 20 Cent abgestürzt ist, befürchteten viele auch in Österreich einen deutlichen Preisverfall bei Schlachtschweinen. Jedoch konnte dieser vorerst weitgehend abgewendet werden. Auch weil Norbert Marcher bewußt auch auf uns Schweinebauern schaut , denn langfristig geht nur ein gemeinsammes miteinander.. Die über Jahrzehnte aufgebaute ausgezeichnete Gesprächsbasis zwischen Produktion, Schlacht- und Verarbeitungsbranche sowie Lebensmitteleinzelhandel ist eine österreichische Besonderheit und insbesonders in derart kritischen Phasen hilfsreich. So ist es gelungen, einen daramatischen Preisverfall von 20 Cent wie in Deutschland zu verhindern. Die bei uns in Österreich am Mittwoch beschlossenen minus 8 Cent/kg für zwei Wochen gelten sind zwar ebenfalls bedauerlich, aber in Relation zum internationalen Geschehen ein Erfolg.

Damit wird einmal mehr unter Beweis gestellt., wie wichtig ein konzentrierter Marktauftritt der österreichischen Schweinebäuerinnen und -Bauern ist, besonders in so einer heiklen Phase. Der Verband Österreichischer Schweinebauern (VÖS) will weiterhin um das Verständnis der Fleischbranche kämpfen, um das Preisniveau bestmöglich zu stabilisieren. Es ist nämlich zu erwarten, dass Deutschland für mindestens ein Jahr für den Export in relevante Drittländer gesperrt bleiben wird. Gemeinsam mit den österreichischen Veterinärbehörden wird an einer erweiterten Exporlizenz gearbeitet, die den Absatz von Innereien und Schlachtnebenprodukten heimischer Herkunft nach China rasch ermöglichen würde. Als oberste Priorität gilt jetzt allerdings, die ASP- Freiheit Österreichs weiterhin zu erhalten. Effektive Maßnahmen zur Verbesserung der Biosicherheit auf Österreichs Betrieben werden weiterhin umgesetzt.

In Deutschland werden für die neue Schlachtwoche unveränderte Preise notiert. Mindestens ebenso kritisch ist die Lage bei den Ferkeln. Trotz der Preissenkung gibt es praktisch kaum eine Nachfrage.

Auch in den Niederlanden hat Vion den Schweinepreis um 8 Cent auf 1,44 Euro gesenkt. Nach Angaben des Unternehmens gab es bereits vor dem ASP- Fall in Deutschland mehr als genug Schweinefleisch für den europäischen Markt. Dabei ist das Drama auf den Ferkelmarkt vielleicht noch größer, berichtet das niederländische agrarportal Nieuwe Dogst. Auch niederländische Ferkel werden kaum noch nachgefragt.

Fleischverarbeiter zahlt weiter 1,47 € pro kg SG

Der bayerische Fleischverarbeiter Fuss zahlt weiterhin 1,47 € kg SG an seine Landwirte und verurteilt den unnötigen Preisverfall um 20 Cent.

Wie Inhaber Robert Knauer in einem Schreiben an seinen Kunden mitteilt, wird das Unternehmen, das wöchentlich rund 800 Schweine schlachtet, den Preis von 1,47 € pro kg SG aus der Kalenderwoche 37 einfrieren. Wir sind der Meinung, dass für 1,27 € niemand mehr vernünftig Ferkel produzieren oder Schweine mästen kann. Wir heißen diesen Wahnsinn nicht gut, den einige schlaue Köpfe da ausgedacht haben, kritisiert Knauer die Preisfindung.

Knauer und Geschäftsführer Michael Saitner appellieren in dem Schreiben an ihre Abnehmer, den Schritt der Firma Fuss zu unterstützen und so ein deutliches Zeichen in Richtung Landwirtschaft zu setzen. Andernfalls befürchten sie einen massiven Strukturwandel weil viel Ferkelerzeuger und Mäster aufhören.

Auch der Schlachtkonzern Tonnies sorgt sich um den Preisverfall am Schweinemarkt. In Rheda-Wiedenbrück wertet man den chinesischen Exportstopp für die Bauern und den Wirtschaftsstandort Deutschland als herben Schlag. Wir müssen nun den Preis für die Bauern stabilisieren. Ein längerfristiger Preisverfall würde die bäuerlichen Familienbetriebe sehr schwer treffen. Zudem brauchen wir eine Differenzierung der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen und Hausschweinen. Wir müssen die chinesischen Behörden davon überzeugen, dass die sehr hohe Biosicherheit in unseren landwirtschaftlichen Betrieben die Bestände vor dem Eindringen des Wildschweinvirus in die Haustierbestände schützt. Und drittens brauchen wir eine Regionalisierung der Sperrgebiete. Ein infiziertes Wildschwein in Brandenburg darf nicht den Export aus ganz Deutschland verhindern, so das Unternehmen.

Deutschland wurde bereits für viele Exporte ausgeschlossen. China, Südkores, Japan und Mexiko lassen Schweinefleischimporte aus Deutschland nicht mehr ins Land.

Bei uns in Österreich müsste der Schweinepreis steigen, den unsere Schlachtunternehmen haben die Zulassungen für den Chinaexport. Denn für unsere vergleichsmäßig kleinen Familienbetriebe würde so ein Preisverfall nicht zu verkraften sein. Wo es jetzt schon viel Müh und Not bedarf, um das AMA-Gütesiegel aufrecht zu erhalten . Das größte Problem die fehlenden österreichischen Ferkel, und die wegbrechenden Strukturen. Wenn wir schon ihn in den 1978 Jahren unter der Berücksichtigung der Inflation einen doppelt so hohen Schweinepreis, wie heute hatten. Und das ohne Mehrkosten für irgendwelche Qualitätssiegel.

Schweine- und Ferkelpreis brechen ein

Der deutsche Schweinemarkt ist stark verunsichert. Damit die Warenströme vom Ferkelerzeuger bis zum Schlachter nicht abreißen, werden die Preise massiv gesenkt.

Nachdem der erste Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland bestätigt ist , stehen die Preise am Schweinemarkt massiv unter Druck. Marktteilnehmer berichten, dass einige Unternehmen bereits Schlachtungen spürbar reduzieren. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaft (VEZG) hat deshalb in einer außerordentlichen Preiskonferenz am heutigen Freitag die Schlachtschweinenotierung um 20 Cent auf 1,27 €/kg Schlachtgewicht gesenkt. Damit möchte man einen Rückstau an Schlachtschweinen in den Ställen vermeiden, heißt es. Die korrigierte Notierung gilt ab heute bis einschließlich 16.09. 2020 (Mittwoch)

Die Empfehlung für den Ferkelpreis senkte die VEZG ebenfalls sehr deutlich. In der kommenden Kalenderwoche (14.9 bis 20.9) liegt sie mit 27 € pro 25 kg- Ferkel um 12 € unter dem Niveau der aktuellen Woche. Marktteilnehmer berichten im Vorfeld, dass Mäster wegen der unsicheren Preisaussichten geplante Ferkelaufstallungen zurückgestellt haben.

Da Deutschland vermutlich für den gesamten Drittlandexport für längere Zeit gesperrt sein wird, ist auch mit erheblichen Konsequenzen für den Binnenmarkt zu rechnen. Während wichtige Absatzmärkte Richtung Asien wegbrechen, kann der Vermarktung am Binnenmarkt, mit Ausnahmen des betroffenen Bezirkes, weiterhin ungehindert vonstattengehen und wird entsprechenden Mengendruck ausüben.

Etwa jedes sechste Schwein Deutschland muss im Ausland abgesetzt werden. In wie weit es von deutscher Seite gelingen wird, die chinesischen Behörden in Anbetracht der dringlichen Importe Chinas doch noch zum Akzeptieren der Regionalisierung zu bewegen und damit doch den restlichen Teil Deutschland für den Chinaexport offen zu halten, bleibt abzuwarten……

Bei uns in Österreich zeigte der Schweinemarkt bis zum Bekanntwerden der deutschen Entwicklungen ausgewogene Verhältnisse. Schlachtgewicht und angebotene Stückzahlen tendieren dem üblichen Saisonverlauf entsprechend leicht aufwärts.Positiv bleibt anzumerken, dass die Chinaexporteure von zufriedenstellenden Geschäftsabschlüssen sprechen, was auch im Hinblick auf die deutschen Entwicklungen der heimischen Marktlage guttun dürfte.

Leider: ASP-Verdacht im Spree-Neiße- Kreis bestätigt !

Deutschland hat seinen ersten amtlich bestätigten ASP-Fall bei einen Wildschwein.

Bei einen Wildschweinkadaver, dass in einen abgeernteten Maisfeld in der Gemeinde Schenkenöbern im Südosten Brandenburgs gefunden und beprobt wurde, wurde das ASP- Virus eindeutig nachgewiesen. Alle drei Proben, die noch in der Nacht vom Friedrich-Loeffler- Insitut untersucht wurden, waren ASP-positiv. Der Leiter des FLI, Prof.Dr. Thomas Mettenleitner ergänzte, dass es sich um einen stark verwesten Kadaver handle. Das Virusgeschehen sei also vermutlich schon älter. Unklar ist daher, wie weit der Erreger bereits verbreitet ist.

Wie Gesundheits- und Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher von Bündnis 90/ Die Grünen heute Mittag erklärte, arbeiten die Krisenstäbe der betroffenen Landkreise und des dafür zuständigen Verbraucherschutzministeriums Brandenburg auf Hochtouren, um eine weitere Verschleppung des Erregers zu verhindern.

Im Gefährdeten Gebiet gilt ein striktes Jagdverbot für alle Tierarten, um vorhandene Wildschweine nicht zu versprengen. Zudem werde das Melden und Beseitigen von Fallwild noch besser koordiniert. Bei den Schweinehaltern im Restriktionsgebiet werde man das Einhalten der Biosicherheitsmaßmahmen stärker kontrollieren und bei Bedarf ein Ernteverbot für Maisfelder aussprechen, um die Wildschweine am Standort zu halten.

Der ASP-Ausbruch bei einem Wildschwein trifft die Landesregierung in Brandenburg nicht unvorbereitet. Denn durch das Seuchengeschehen in Westpolen, dass nur 30 km entfernt liegt, sei man vorgewarnt gewesen und habe entsprechende Krisenpläne erarbeitet. Auch ein 120 km- langer Elektrozaun entlang der deutsch- polnischen Grenze habe Wirkung gezeigt, den Eintrag der ASP nach Brandenburg aber offensichtlich doch nicht verhindern können.

Obwohl Transporte von Schweinen und Schweinefleisch nur in den festgelegten Gebiet eingestellt werden, müsssen sich Schweinehalter aus ganz Deutschland auf Exporteinbrüche einstellen. Dies betreffe nach Informationen des BMEL, insbesonders Lieferungen nach Asien. Das Ministerium arbeite an Vereinbarungen mit Nicht – EU- Staaten, damit diese sich auf regionale Exportbeschränkungen einlassen.

Klöckner geht davon aus, dass der Handel innerhalb der EU weitgehend aufrechterhalten werden kann.

Herkunftsnachweis auch bei Gemeinschaftsverpflegung

Der Dachverband Nachhaltige Tierhaltung Österreich fordert einstimmig die verpflichtende Herkunftskennzeichnug auf dem Teller.

Die österreichischen Bäuerinnen und Bauern stellen Lebensmittel unter höchsten Qualitäts- und Tierwohlstandards her. Dies wird auf Dauer jedoch nicht möglich sein, wenn Lebensmittel billigst aus vielen Ländern aller Kontinente importiert werden, und mit niedrigeren Standards produziert anonym auf unseren Tellern landen, sagte NTÖ-Obmann Walter Lederhilger. Nur eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung könne die Entwicklung eines Austausches der heimischen Produktion durch billige Importlebensmittel verhindern. Das schließe auch die Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung ein.

Mit der verpflichtenden Herkunftskennzeichnung auf dem Teller gebe man den heimischen Konsumenten und Produzenten eine faire Chance in der Auswahl der Lebensmittel und der Entscheidung über die Entwicklung der zukünftigen Versorgungssicherheit. Zudem sollten wir nicht vergessen, dass die heimischen Bäuerinnen und Bauern nicht nur hochwertige Lebensmittel produzieren, sondern auch mit ihrer Bewirtschaftung die Kulturlandschaft und unsere Lebensräume für die Gesellschaft und den Tourismus erhalten und pflegen, so Walter Lederhilger. Für ihn stellt somit eine verpflichtende Kennzeichnung die Grundlage zur Erhaltung der Versorgungssicherheit mit heimischen Lebensmittel dar und den Fortbestand der heimischen Landwirtschaft.

Die NTÖ ist der Dachverband der gesamten tierischen Veredlungsbranche Österreichs. Rund 130.000 Betriebe werden damit von der NTÖ vertreten und die Betriebe erwirtschaften in der tierischen Produktion eine Wertschöpfung von 3,598 Mrd. Euro. Das ist fast die Hälfte (48,1) des gesamten landwirtschaftlichen Produktionswertes von insgesamt 7,483 Mrd. Euro im Jahr 2019.

In Österreich sind Schlachtschweine knapp

Unverändert zäh gestaltet sich der Abbau des Überhanges an schlachtreifen Schweinen in Deutschland, welcher sich im Zuge der Tönnies Betriebssperre vor zehn Wochen aufgestaut hat. Weil nach Wiederaufnahme der Schlachtung im genannten Betrieb nur mit verminderter Schlachtleistung gefahren werden kann, dürften mehr frische Schweine nachwachsen als überständige werden können. Fehlende Arbeitskräfte entlang der Zerlegebänder sind dem Vernehmen nach zurzeit ein aktivitätslimitierender Faktor. Die Trägheit des deutschen Marktes beeinflusst inzwischen das Business am gesamten Binnenmarkt. Ungebrochen gut läuft allerdings das Exportgeschäft mit China

In Österreich ist das Schlachtschweineangebot anhaltend gering und nur durch das Vorziehen vereinzelter Schlachtpartien mit Mühe bedarfsdeckend. Weniger knapp wird die Versorgungslage am heimischen Fleischmarkt beschrieben. Im Hintergrund kommt der Preis wie alle Jahre um diese Zeit, mit Beginn der Schule und den kühleren Witterungen ist die Grillfleischnachfrage rückläufig, unter Druck.