Betrifft : Anlieferungszeiten Neu am Schlachthof Klagenfurt

Wegen Anrainerbeschwerden und Beanstandung Lärm nach den üblichen Betriebszeiten und Gerüchen wurden neue Anlieferungszeiten für uns Bauern fixiert.

Nach einen Termin bei Bürgermeisterin Dr. Maria- Luise Mathiaschitz und ihrem Magistratsteam und Jörg Mai- Bereichsleiter Schlachthöfe Marcher Fleischwerke sowie Dr. Gerhard Stürzenbecher  Betriebsleiter Schlachthof Klagenfurt wurden folgende Maßnahmen die uns Bauern betreffen sollen besprochen.

Organisierte Lebendviehdisposition zur Vermeidung der Stehzeiten von Traktoren mit Viehanhänger genauso Pkw mit Viehanhänger und LKWS.

Deshalb gilt ab nun die neuen Anlieferungszeiten von 8:00 -10:00 Uhr um die Schallimmissionsvermeidung von unserer Seite einzuhalten.

Aber wo bleibt die versprochene Lärmschutzwand die das Land und die Bürgermeisterin den Anrainer versprochen hat? Da gibt es null Toleranz der Anrainer die ja bei einem Schlachthof gebaut haben und der sich nicht in Luft auflösen kann und für uns Bauern lebensnotwendig ist . Siehe Coronakrise nah vor Ort produzieren, kurze Transportwege nachhaltig sein aber nicht für die Anrainer……. 

AMA-Gütesiegel: Lob und Tadel am Masterplan

Der Masterplan zur Weiterentwicklung des AMA-Gütesiegels im Schweinebereich hat viele Reaktionen nach sich gezogen. Vor allem das darin vorgesehene Fortbestehen der Vollspaltenböden bis Ende 2032 regt auf.

Die Mitteilung der AMA Marketing GmbH, wonach die Richtlinie „Schweinehaltung“ im AMA-Gütesiegel novelliert und ein Masterplan zum Ausstieg aus den Vollspaltenböden beschlossen wurde, hat viele Reaktionen hervorgerufen. Der Schweinesektor, die Verbände und die offizielle Agrarpolitik begrüßten den veröffentlichten Fahrplan, andere kritisierten ihn scharf. Vor allem der Ausstieg aus der Vollspaltenhaltung der Schweine im AMA-Gütesiegel erst mit 31.12.2032 ruft Kritiker auf den Plan.

„Mit unserem Konzept zur Weiterentwicklung des AMA-Gütesiegels haben wir einen möglichen Weg vorgegeben, wie die österreichische Schweineproduktion den Erwartungen der Konsumentinnen und Konsumenten entgegenkommen kann. Gleichzeitig wurde die Wirtschaftlichkeit für unsere Familienbetriebe stets berücksichtigt“, erklärte VÖS-Obmann Walter Lederhilger nach Bekanntwerden der getroffenen Branchenübereinkunft. Die Schweinebauern hätten sohin bewiesen, dass sie bereit sind, ihren Beitrag zu einer Weiterentwicklung zu leisten, so der oberste Schweinebauernvertreter.

Ähnlich die Stellungnahme des Bauernbundes: „Mit dem Stufenplan, der 2022 starten soll, werden Zwischenstufen zeitlich konkretisiert und begleitende Maßnahmen für die Umsetzung auf den bäuerlichen Betrieben definiert. Wichtig ist, dass diese Weiterentwicklung jetzt von allen handelnden Akteuren mitgetragen wird und die Bäuerinnen und Bauern nicht auf ihren Mehrkosten sitzen bleiben. Von den Händlern bis hin zur öffentlichen Beschaffung und den Gastronomen brauchen wir jetzt die Zusage für mehr Tierwohl-Lebensmittel“, so Bauernbund-Präsident Abg.z.NR DI Georg Strasser (ÖVP).

Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) sah sogar einen neuen Meilenstein für mehr Tierwohl: „Mit den neuen Stufenplänen erreichen wir eine nachhaltige Änderung der Produktion und Verbesserungen bei Tiergesundheit und Fütterung sowie mehr Platz für die Tiere. Das Ziel ist, dass wir mehr Tierwohl auf den heimischen Betrieben erreichen und gleichzeitig die Mehrkosten für die Produktion abgegolten werden“, so die Ministerin.

Für den LK Österreich-Präsidenten Josef Moosbrugger (ÖVP) zeige der AMA-Masterplan Schwein für noch mehr Tierwohl deutlich die Bereitschaft der Bäuerinnen und Bauern, in Vorleistung zu gehen. Dies signalisiere in Zukunft den Käuferinnen und Käufern an der Theke, dass das in Österreich erzeugte Schweinefleisch den hohen Anforderungen an Tierwohl, Tiergesundheit, Fütterung und gesicherte bzw. geprüfte Qualität noch mehr entspreche. „Mit ihrer bewussten Kaufentscheidung können Frau und Herr Österreicher den Masterplan erfolgreich machen“, so der oberste Bauernvertreter Österreichs.

Die Spar-Gruppe, AMA-Gütesiegel-Vertragspartner der ersten Stunde, begrüßte den nun verabschiedeten Stufenplan. Anstelle von schlagartigen Umstellungen, die Landwirten wenig Zeit für Adaptionen gegeben hätten, haben die Bauern nun Planungssicherheit bis 2030, heißt es u.a. in der Spar-Stellungnahme.

Diese Planungssicherheit und die Stärkung des Tierwohls und Klimaschutzes sprach auch der Handelsverband in seiner Aussendung an.

Für den LEH-nahen Infoverein „Land schafft Leben“ (LsL) ist der vorgelegte Plan aber zu wenig. Dieser biete nämlich zu wenig Orientierung für die Zukunft und verunsichere Österreichs Bäuerinnen und Bauern. Auch entwickle sich die Schweinebranche „viel zu schleppend“ weiter, so Vereinsobmann Hannes Royer und gibt zu bedenken: „Es bleibt völlig unklar, wie ich meinen Schweinestall heute bauen muss, damit er auch 2030 noch den Standards und den gesellschaftlichen Erwartungen entspricht.“

Während der seit Jahren gegen die Vollspaltenböden kampagnisierende „Verein gegen Tierfabriken“ (VgT) den nunmehrigen Vorstoß der Schweinebranche prinzipiell als in die richtige Richtung gehend klassifizierte, ist die Kritik von SPÖ und FPÖ schon schärfer.

Laut SPÖ-Agrarsprecherin Cornelia Ecker bringe die Zerstückelung des AMA-Gütesiegels nichts außer Unübersichtlichkeit und damit noch mehr Intransparenz für die Konsumenten. Mit jährlich 50 Mio. € aus der 2,1 Mrd. € großen Agrarförderung gäbe es in fünf Jahren keine Vollspaltenböden mehr in Österreich. Ein neues AMA-Modul, wie von der Ministerin angekündigt, bringe jedoch kein Ende dieser qualvollen Haltung von Schweinen, sondern habe zur Folge, dass diese Vollspaltenböden weiterhin existieren, auch nach dem Zeitrahmen von 11 Jahren.

Für die FPÖ müsse laut deren Agrarsprecher Peter Schmiedlechner das AMA-Gütesiegel überhaupt „komplett reformiert werden“. Denn es müsste als ein Zeichen österreichischer Produktion mit den höchsten Standards gelten. Doch derzeit wäre besonders bei den verarbeiteten Produkten nicht einmal die Herkunft sicher.

Tierleid und Naturzerstörung im AMA-Gütesiegel sieht die NGO „ökoreich“ um den Koordinator des Tierschutzvolksbegehrens Dr. Sebastian Bohrn-Mena. Der vorgestellte Plan wäre „Zeugnis völligen Unwillens dieser Regierung das Tierwohl, den Naturschutz und die Weiterentwicklung der Landwirtschaft zu forcieren“. Die „Verhöhung der Bürger“ wird zudem als „Frechheit“ tituliert. Zudem werde dieser „Stillstand beim mit massenhaft Steuergeld finanzierten Mindeststandard der AMA bejubelt!“

Während es aus dem Sozialministerium bisher keine offizielle Stellungnahme zu den Plänen der AMA Marketing GmbH beim „Gütesiegel Schwein“ gibt, teilte die Grüne Agrarsprecherin DI Olga Voglauer voll aus: Für sie habe sich die Lebensmittelindustrie bei den verlautbarten Zukunftsschritten des Gütesiegels Schwein voll durchsgesetzt. Mit mehr Tierschutz habe das neue AMA-Gütesiegel nichts zu tun, von mehr Klimaschutz könne auch nicht die Rede sein, so Voglauer. Zudem kritisierte die Abgeordnete und Biobäuerin den vorgesehenen Mehrplatz im Stall im Ausmaß eines DIN A4-Blattes (AMA-Basismodul) bzw. A3-Blattes (bei der höchsten Gütesiegel-Ausbaustufe) pro Schwein.

Aus dem Gesundheitsministerium hieß es indes inofiziell gegenüber top agrar, dass in Sachen Vollspaltenböden und den Eingriffen am Tier entsprechende Novellierungstexte für die 1. Tierhaltungsverordnung und dem Bundestierschutzgesetz seit Monaten in der Koordinierungsgruppe der schwarz/türkis-grünen Bundesregierung liegen. Dem Vernehmen nach sei darin ein Verbot der Vollspaltenböden mit 2028 vorgesehen. Demnach habe die Landwirtschaft via AMA-Gütesiegel die Vollspaltenböden nun quasi vier Jahre verlängert.

Verbot der Vollspaltenböden ab 2033

Die Richtlinie „Schweinehaltung“ im AMA-Gütesiegel wurde novelliert und sieht die sukzessive Umrüstung der teilnehmenden Schweinemastbetriebe vor. Bis Ende 2030 sollen bereits 1 Mio. Schweine aus den „Mehr Tierwohl“-Modulen kommen.

Schon seit Längerem gibt es Betsrebungen, das AMA-Gütesiegel für den Schweinebereich inhaltlich weiter zu entwickeln (siehe unsere Online-Meldung vom 28. Mai). Gestern tagte das Fachgremium zur Richtliniengestaltung der AMA-Schweinefleischproduktion. Vertreter der Landwirtschaft, der Schlacht- und Zerlegebetriebe sowie des Lebensmitteleinzelhandels trafen eine Richtungsentscheidung über die inhaltliche Weiterentwicklung der Richtlinie „Schweinehaltung“ im AMA-Gütesiegel. Eines der Ziele: Eine Millione Schweine ohne Vollspaltenböden bis Ende 2030.

Folgende Ziele wurden im Masterplan festgeschrieben:

  1. Ab sofort: Erweiterung um ein zusätzliches, freiwilliges Modul in der Richtlinie zu „Mehr Tierwohl“ mit 100% mehr Platz im Stall. Ein Modul mit 60% mehr Platz gibt es bereits seit einigen Jahren. Bei beiden Systemen sind zusätzlich eingestreute Liegeflächen vorgeschrieben.
  2. Bis 2030 sollen insgesamt eine Million Schweine aus biologischer Haltung bzw. aus den freiwilligen AMA-Gütesiegel-Modulen „Mehr Tierwohl“ stammen und vermarktet werden.
  3. Bis Ende 2026 vollständige Einbindung aller Zuchtsauen- und Aufzuchtbetriebe in das AMA-Gütesiegel.
  4. Beitrag zur Zielerreichung der österreichischen Eiweißstrategie: Bis 2030 Reduktion der Importe von Übersee-Soja um 50%. Das bedeutet eine Erhöhung des Selbstversorgungsgrades mit Eiweißfuttermitteln über alle Tierkategorien auf 90%. Damit soll ein wesentlicher Beitrag in Sachen Klimaschutz, Unterstützung der regionalen Kreislaufwirtschaft und der kleinstrukturierten Produktion als Differenzierungsmerkmal der heimischen Herstellungsweise und Qualität geschaffen werden.
  5. Sukzessive Umrüstung aller Schweinemastbetriebe im AMA-Gütesiegel auf Haltungssysteme ohne Vollspaltenböden, dh endgültiges Aus für Vollspaltenböden im AMA-Gütesiegel bis Ende 2032.

„In einem ambitionierten Stufenplan, der 2022 starten soll, werden die Zwischenschritte nun zeitlich konkretisiert und begleitende Maßnahmen für die Umsetzung definiert. Notwendig dafür ist die Unterstützung möglichst vieler Marktpartner und eine Abgeltung der Mehrleistungen an die Landwirte, um eine echte Branchenlösung zu erreichen“, erklärte Dr. Michael Blass, Geschäftsführer der AMA-Marketing.

Östereich: Fünf Millionen Euro Gesamtschaden an Agrarflächen

,,Aus jetziger Sicht wird mit einer überschwemmten und geschädigten Agrarfläche von 5.000 ha und einem Gesamtschaden von bis zu 5 Mio. Euro gerechnet“, so der Vorstandvorsitzende der Österreichischen Hagelversicherung, Dr. Kurt Weinberger, in einer ersten Bilanz.

Die Ursache begründet der Europa-Präsident der World Meteorological Organization (WMO) und ehem. Direktor der Zentralanstalt für Meterorologie und Geodynamik (ZAMG), Dr. Michael Staudinger, wie folgt: ,,Extreme Wetterereignisse als Ergebnis des Klimawandels. Höhere Temperaturen führen zu einer höheren Luftfeuchtigkeit und damit zu intensiveren Niederschlägen mit katastrophalen Schäden an der Infrastruktur. Er weist auf ein zusätzliches Problem hin: ,,Die Verbauung potenziert die Auswirkungen der Starkniederschläge, weil kein Wasser gespeichert werden kann. Fehler in der Raumordnung machen sich leider jetzt bemerkbar.“

Weinberger und Staudinger weisen auf den dringenden Handlungsbedarf insbesondere bei der Verbauung Österreichs hin: Naturkatastrophen nehmen in Häufigkeit und Intensität zu, global, kontinental und national müssen wir nun endlich unsere Hausaufgaben machen. Viele Einzelteile ergeben das Ganze. Neben der Verhinderung des Klimawandels steht die Beherrschbar-Machung des Klimawandels an oberster Stelle. Ziele zu setzen ist unverzichtbar, doch wir brauchen auch den realpolitischen Weg wie wir diese Ziele erreichen. Dazu zählt auch der Weg hin zu einer strukturierteren Raumordunung. Die Folgen der Zubetonierung wurden uns ja leider wieder vor Augen geführt: Überschemmungen, Vermurungen und Zerstörung von Häusern, Straßen, Äckern und Wiesen. Der Schutz der Dörfer und Städte beginnt nicht erst am Tag der Katastrophe, sondern mit dem Raumordnungsverfahren und später mit dem Bebauungsplan. Hier gilt es prioritär anzusetzen. Die Schulden am Raubbau der Natur sollen nicht unsere Kinder zahlen.

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ASP- Ausbruch ändert Marktlage nicht- Schweinehalter in Not

Der ASP- Ausbruch in drei Hausschweinebestände ändert die Marktlage nicht, und die Schweinehalter sind tief in den roten Zahlen.

Das Problem am Schweinemarkt ist offenbar ein ganz anderes. Seit Monaten machen Schweinemäster und Ferkelerzeuger Verluste und nun sind die Preise unter dem Druck der roten Seiten auf das Niveau der Hauspreise gedrückt worden. Nach Berechnungen der ISN machen die Schweinehalter derzeit einen Verlust von 30 bis 40 Euro je Tier. Die Schweinepreise befinden sich schon seit letztem Jahr- spätestens seit dem Preisrutsch im September unterhalb eines kostendeckenden Niveaus. Auf der anderen Seite steht die massive Verteuerung von Futtermittel und der steile Anstieg der übrigen Agrarkosten.

Ebenso wie die Mäster sind auch die Ferkelerzeuger betroffen. Da die Einstallbereitschaft der Mäster angesichts so niedriger Schweinepreise deutlich zurückgegangen ist befinden sich auch die Ferkelpreise in Deutschland auf einen desaströden Niveau von zuletzt nur noch 36 Euro je Stück, auf dem eine kostendeckende Ferkelerzeugung nicht mehr möglich ist.

Bei uns in Österreich stellt sich die Absatzsituation auf den heimischen Ferkelmärkten ebenfalls herausfordert dar. Das frische Angebot bleibt zwar in ganz Österreich auf niedrigen Niveau, jedoch die Nachfrage ist sehr begrenzt. Damit lassen sich die Rückstellungen der letzten Wochen nur schwer abbauen. In Anbetracht stabiler heimischer Schlachtschweinepreise bleibt auch die Ferkelnotierung mit 2,50 €/kg unverändert zur Vorwoche.

Donau-Soja: Alle wollen es und keiner zahlt es

Landwirtschaftsmimisterin Elisabeth Köstinger will das die Soja- Importe aus Übersee bis 2030 um 50 % verringert werden. Das ist ein sehr ambitioniertes Ziel. Aber wie es machbar ist, sehen wir jetzt in der Geflügelbranche. Die Branche am Abgrund weil man so folgsam alles auf Donau-Soja umgestellt hat und die enorm gestiegenen Futterkosten jetzt zahlen muss. Der LEH will nicht die geforderten 2 Cent Aufpreis für die Eier oder das Geflügel zahlen. Im Gegenteil Penny verkauft noch Dumpingeier aus Deutschland. Ein Verein ,, Land schaft Leben“ bezahlt vom LEH und einigen dazu gedrängten Lieferanten rührt sich genau so wenig wie der Donau- Soja Verein um uns Bäuerinnnen und Bauern. Daher gibt es nur eine Chance, sofort aus der Donau- Soja Fütterung auszusteigen, die Konsumenten werden das dem LEH schon danken!

Aber dann bleibt ja dann Donau- Soja übrig für das Neue AMA- Gütesiegelprogramm das dem Einsatz von mehr heimischen oder Donau-Soja im Futtertrog von Schweinen haben will. Allerdings sollen die Kosten wie immer meistens bei uns Bäuerinnen und Bauern bleiben, oder doch auch von der öffentlichen Hand mitgetragen und am Markt erzielt werden. Mit einer konsenquenten Strategie, sei es aktuellen Futterkostenindex einrechnen Fairness vom LEH und zusammenarbeit aller Organisationen und mit gefestigtem Zusammenhalt von uns Bäuerinnen und Bauern wäre dieses Ziel zu erreichen.

Schweinepest: Erstmals an Hausschweinen in Brandenburg nachgewiesen

Es war nur eine Frage der Zeit bis die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Haustierbeständen angekommen ist. Es handelt sich jeweils um Bestände in den brandenburgischen Landkreisen Spree Neiße und Märkisch Osterland.

Die beiden betroffen Tierhalter je ein Bio-Betrieb mit 200 Schweinen und ein Kleinsttierhalter mit zwei Schweinen wurden durch die zuständigen Veterinärämter gesperrt und die notwendigen Maßnahmen eingeleiter. Das Virus wurde zunächst vom Landeslabor Berlin-Brandenburg nachgewiesen, und dann vom nationalen Referenzlabor dem Friedrich-Löffler- Institut (FLI) bestätigt.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium wies darauf hin, dass wegen dem Regionalisierungsprinzips innerhalb der EU weiterhin die Möglichkeit des innergemeinschaftlichen Handels mit Schweinen und Schweinefleisch bestehe, da die betroffenen Hausschweinebestände in derselben Regionen liegen wie die bisherigen ASP-Fällen bei Wildschweinen.

Schweinepreise in Deutschland: Absturz mit Ansage-Schlachtunternehmen setzen sich durch

In Deutschland fallen die Schweinepreise um 6 Cent. Zu Beginn der neuen Schlachtwoche üben maßgebliche Schlachtunternehmen sehr starken Druck auf die Schlachtschweinepreise aus. Trotz verhältnismäßig kleiner Angebotsmengen konnten Preisreduzierungen nicht mehr verhindert werden.

Der EU-Schweinemarkt präsentierte sich ählich wie in der Vorwoche. Ein geringes Angebot reichte für die schwache Nachfrage vollkommen aus. Der Fleischandel kam nicht in Schwung. Selbst in Spanien und Italien, die üblicherweise vom Beginn der Urlaubssaison profitieren, waren keine Impulse spürbar. Damit stieg der Druck auf die Schweinepreise- die meisten Notierungen gaben nach, Für die Mäster sanken die Erlöse, gleichzeitig stiegen ihre Ausgaben für Futtermittel.

Das Problem ist weiterhin, der stockende Absatz am überversorgten europäischen Fleischmarkt und eine Entlastung durch den enorm wichtigen Export fehlt sichtlich.

Bei uns in Österreich lagen die Schlachtzahlen laut Schweinebörse um etwa zehn Prozent unter dem Normalwert. Das inzwischen auf 97,2 kg gesunkene durchschnittliche Schlachtgewicht trug zudem zum Schrumpfen des Fleischanfalls bei. Dennoch waren die Fleischgeschäfte in praktisch allen Richtungen noch immer reichlichst versorgt. Mit dem Ferienbeginn in den östlichen Bundesländern und den Urlaubsreisen in die Mittelmeerregionen ging die Inlandsnachfrage zurück. Die Mastschweine- Notierung bleiben bis zum 21. Juli unverändert.

Auf den österreichischen Ferkelmarkt litt der Absatz vor allem unter Rückstellungen aus den schwierigen Vorwochen. Das frische Angebot lag im Vergleich zu den Vorjahren auf niedrigem Niveau und passte gut zur Nachfage. Aber die Ferkelvermarktung wird immer schwieriger bei den Schweinefleisch- und Futterkostenpreise.

Schwein gehabt: Land prämiert Vorzeigeprojekte

Zweiter Tierschutzpreis des Landes Kärnten. Diesmal dreht sich alles um das Thema Schwein. Auf den Sieger wartet ein Preisgeld in der Höhe von 13.000 Euro.

Denn die große Mehrheit der Schweinehalter leisten weit mehr, als das Tierschutzgesetz vorschreibt. Genau diese Personen will der Zweite Landestierschutzpreis in ihrer Vorreiterrolle auszeichnen.

Landeshauptmann-Stellvertreterin Beate Prettner, auch für den Tierschutz verantwortlich, und mit Agrarlandesrat Martin Gruber schreiben den zweiten Tierschutzpreis des Landes Kärnten aus. Das Motto lautet ,, Schwein gehabt“. Dies aus guten Grund betont Prettner. Kein anderes Fleisch werde in Österreich so viel konsumiert wie das Schweinefleisch, daher biete das Schwein, eine gute Basis zur Sensibilisierung der Bevölkerung für den Tierschutz. Es gehe um Fragen , wie werden Schweine gehalten? Wie sieht es bei Schweinen mit importierten Tieren aus? Welche Faktoren beeinflussen die Fleischqualität? All das sind Fragen, die Tierschutz noch stärker in der Gesellschaft verankern können, sagte Prettner.

Landesrat Gruber möchte mit dem heurigen Tierschutzpreis besondere Projekte im wichtigen landwirtschaftlichen Sektor Schweinehaltung vor den Vorhang holen. Die Kärntner Bäuerinnen und Bauern halten ihre Schweine, nach sehr hohen gesetzlichen Standards, weshalb sich die heimische Fleischproduktion durch eine sehr gute Qualität auszeichne. Dieser Wettbewerb soll genau das der Bevökerung noch bewusster machen, und zeigen, dass durch den Kauf regionaler Produkte heimische Betriebe unterstützt werden, für die Tierwohl eine Selbsverständlich ist , sagt Gruber der selbst Bioschweinemäster ist.

So machen Sie mit:

Mit dem Preis werden Personen öffentlich ausgezeichnet, die sich durch ihr beispielgebendes Engagement zum Wohle von Schweinen verdient gemacht haben. Die eingereichten Projekte werden von einer fachkundigen Jury beurteilt. Aus den Bewerbungen werden drei Preisträger ermittelt. Zusätzlich werden ein Sonderpreis und ein Innovationspreis vergeben. Der Tierschutzpreis ist mit insgesamt 13.000€ vergeben. Die Preisvergabe wird am 4. Oktober, dem Welttierschutztag, im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung stattfinden.

Bewerbungen sind bis 27. August an die E-Mail-Adresse abt5.tsk@ktn.gv.at oder im Postweg an das Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung 5, Sachgebiet Tierschutz und -kontrollen, Kirchengasse 43, 9020 Klagenfurt zu richten

AGES startet Impfstoffherstellung

Die Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit Gmbh (AGES) steigt wieder in die Impfstoffherstellung ein.

Am AGES-Instiut für veterinärmedizinische Untersuchungen in Möbling (NÖ) werden seit Anfang Juli in einer neu errichteren Produktionsstätte bestandsspezifische Impfstoffe und Autovakzinen hergestellt. Bei diesen Vakzinen handelt es sich um inaktivierte Impfstoffe (keine Lebendimpfstoffe); die unter Verwendung eines aus einem bestimmten Bestand oder von einem Tier isolierten Krankheitserregers (Viren, Bakterien, Pilze) hergestellt und nur in diesem Bestand oder an diesem Tier angewendet werden.

Diese maßgeschneiderten Impfstoffe und Autovakzine umfassen das aktuelle Keimspektrum des jeweiligen Betriebes und werden von Tierärzten zur gezielten Impfprophylaxe bei Rindern, Schweinen, Geflügel, Ziegen, Schafen, Fischen und anderen Tierarten eingesetzt, erläutert die Leiterin der Abteilung Bestandsspezifische Impfstoffe, Dr. Astrid Weiss. Sie sieht großes Potenzial für die Verbesserung der Gesundheit von Nutztierbeständen, aber auch im Heim- und Kleintierbereich.

Mit dem Einsatz von bestandsspezifschen Impfstoffen kann der Antibiotikaverbrauch auch im Veterinärbereich weiter reduziert werden. Ich halte es für einen wichtigen Schritt, dass die AGES nun bestandspezifische Impfstoffe entwickelt, erklärte Gesundheitsminister Dr. Wolfgang Mückstein bei seinem Besuch am AGES-Institut in Mödling. Er informierte sich auch über den aktuellen Stand der Überwachung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sowie über die Diagnosemöglichkeiten am Zentrum für Biologische Sicherheit, wo beispielweise die hochinfektiöse Maul- und Klauenseuche (MKS) untersucht wird. Die Veterinärmediziner in Möbling sind auch in die aktuelle Corona-Pandemie- Bewältigung involviert.

Vorstands-u. Aufsichtsratsitzung vom SVR

Endlich nach langer Zeit bedingt durch die Corona- Pandemie, wurde wieder eine Vorstands- u. Aufsichtsratsitzung abgehalten.

Auf Einladung unseres Ringmitglieds Wolfgang Kulterer konnten wir die Sitzung , unter Einhaltung der 3 G- Regel bei ihm zu Hause abhalten. Nach großartiger Bewirtung durch den Hausherrn Wolfgang arbeiteten wir die einzelnen aktuellen Tagesordnugspunkte durch, und nebenbei immer einen Seitenblick zum Fußball.

Zum Schluss ein großes Danke an unseren Wolfgang für die Einladung, und wir waren auch Froh wieder einen persöhnlichen Kontakt gehabt zu haben.

Höhere Lebensmittelpreise: Zustimmung sinkt

Die Echtzeit Studie ,, Rabobank Food Navigator“liefert regelmäßig Einblicke zur Haltung der Deutschen in Sachen Nahrungsmittelsicherheit, Nahrungsmitteltrends, Konsum und Agrarwirtschaft.

Bereitschaft, den Bauern ein größeres Stück vom Kuchen abzugeben sinkt. In der Studie wird die Haltung zu vier Fragen über einen längeren Zeitverlauf ermittelt. Der Verlauf zeigt den Trend auf.

1.Inwieweit stimmen Sie der Aussage zu,, Lebensmittel müssen grundsätzlich teurer werden, damit die Bauern eine faire Entlohnung erhalten“?

Die Bereitschaft der Konsumenten, steigende Lebensmittelpreise zu akzeptieren, um den Bauern bessere Preise zu zahlen, sinkt. Die Zustimmung ist rückläufig, die Ablehnung steigt. Das ergibt einen eindeutigen Trend. Auch wenn die Mehrheit der Befragten dazu noch bereit wäre, schrumpft der Vorsprung erheblich.

2.Inwieweit stimmen Sie der Aussage zu: ,,Mir ist beim Kauf von Lebensmitteln wichtig, dass sie aus der Region stammen“?

Den gleichen Trend gibt es zur Bedeutung der Regionalität. Zwar ist den Großteil der Konsumenten die regionale Herkunft wichtig, aber die Zustimmung sinkt und die Ablehnung steigt. Ein Effekt, der den meisten gängigen Annahmen doch deutlich widerspricht. Anscheinend findet da eine gewisse Neuorientierung der Verbraucher statt.

3. Wie häüfig müssen Sie Lebensmittel entsorgen, weil sie nicht mehr genießbar sind?

Wenigstens hier zeigt sich ein Trend zum Positiven. Die Kosumenten scheinen ihre Vorratshaltung besser in den Griff zu bekommen, so dass sie weniger wegwerfen müssen. Der Anteil “ Seltener“ nimmt zu. Das passt an sich aber wieder ganz gut ins Gesamtbild, dass die Konsumenten bei den Ausgaben für Lebensmittel strenger kalkulieren, sowohl bei den Preisen als auch bei den Verlusten.

4. Inwieweit stimmen sie der Aussage zu: ,,Mir wäre es wichtig, dass ich mit meinem angelegten Geld etwas Gutes in der Welt bewegen kann“?

Ein Punkt, der für Banken von besonderem Interesse ist, ist die Form der Geldanlage. Ein Schlagwort dazu lautet Green- Investments, also inwieweit Umweltaspekte bei Geldanlagen eine Rolle spielen. Hier ist der Verlauf eher für Zustimmung.

Wie Nachhaltig sind E-Autos

Manche Besitzer der hochsubventionierten E-Autos strahlen geradezu eine kindliche Glücksseligkeit aus und verdrängen dabei die Umweltzerstörung bei der Produktion. Zwar handelt sich bei ihren Fahrzeugen meist um Zweitwagen, aber ihre Fahrer sonnen sich in der unerschütterlichen Gewissheit, etwas Gutes für das Übeleben der Menschheit zu tun. E- Autos gelten schließlich als umwelttreundlich, sauber, nachhaltig und damit als Alternative zu den bösen Verbrennern. Die sind durch ihren CO2-Ausstoß schlecht für die Umwelt und zudem vom Rohstoff Erdöl angetrieben. Das Elektro-Akkus aber so etwas wie Lithium oder Kobalt benötigen, wird gerne ignoriert. Schließlich fährt man mit seinem Auto ohne Auspuff gegen den menschengemachten Klimawandel an.

Die hohe Energiedichte von Lithium und Kobalt macht beide Metalle ideal für den Antrieb von Elektroautos. Das heißt: Es werden immer größere Mengen Lithum und Kobald benötigt. In den wichtigsten Fördergebieten für Lithium- Argentinien, Bolivien und Chile- wird auf tausenden Quadratkilometer bereits heute die Umwelt in einem unvorstellbaren Ausmaß zerstört.

Für eine Tonne Lithium werden zwei Millionen Liter Wasser verbraucht, und das in den trockensten Regionen des Kontinents. Dafür wird Grundwasser abgesenkt und einheimische Bauern vertrieben. Und wie sieht es beim Kobald aus? Nicht besser! Weltgrößter Lieferant ist der Kongo. Dort werden, vor allem in kleineren Minen, Kinder unter Tage geschickt statt in die Schulen. Auch die Gewinnung von Kobald führt zu erheblicher Umweltzerstörung. Erze, die abgebaut werden, bilden in Vebindung mit Wasser und Sauerstoff Schwefelsäure. Damit werden Flüsse, Seen sowie das Grundwasser vergiftet. Aber wo soll der Strom für die E-Mobilität kommen? Von Atomkraftwerken um die Ladeinfrastruktur aufzubauen- sehr Nachhaltig.

Billigeier aus Deutschland bei Penny

In Zeiten wo österreichische Eierbauern ums Überleben kämpfen, importiert der Rewe-Konzern Billigeier aus Deutschland für ihre Penny-Märkte. Zuerst alles fordern, wie ein Vorstanddirektor von Rewe in Güssing den Donau-Soja für die Eierbranche und dabei betonen- Wir zahlen alles….. aber nur wir Bauern zahlen alles!!!!!

Vergessen alles was die österreichischen Eierbauern beim Ausstieg aus der Käfighaltung versprochen wurde, der Lebensmitteleinzelhandel hat sich dazu bekannt, den Weg durch Verzicht auf Frischeiimporte mit zugehen. Diesen Weg von Rewe nun zu verlassen ist mehr als unverständlich, wo gerade die hohen Donau-Soja kosten von 800 €/t die Futterpreise ins unermäßliche steigen.

Vergessen, dass die heimischen Geflügelbauern unter strengsten Tier- und Umweltstandards produzieren und einen hohen Nachhaltigkeitsstandard haben. Nah durch kurze Wege um den Konsumenten zu zeigen woher sein Frühstücksei kommt.

Auch die LK Steiermark fordert den Rewe- Konzern daher auf, seinen Worten über Umwelt- Tierschutz sowie die Wichtigkeit regionaler Lebensmittelversorgung auch Taten folgen zu lassen und auf ausländische Eiprodukte im Sortiment zu verzichten. Eier aus deutscher Produktion, verpackt in Holland, verkauft in österreichischen Pennymärkten, ist ein super Beitrag zur Nachhaltigkeit…..???

Werden die Schweinebauern auch so vergessen werden, wenn sie den geforderten Umstieg auf mehr Tierwohl mitmachen?

Aus Gülle und Klärschlamm: Hohenheimer stellen neuen Biokraftstoff her

Forscher haben Diesel aus Klärschlamm hergestellt. So könnte der Biomasse-Kraftstoff der Zukunft sein.

Wissenschaftler ist es gelungen, aus Klärschlamm und anderer Biomasse, Diesel und Kerosin zu produzieren. Auf diese Weise könnte die Kraftstoffproduktion in Zukunft nachhaltiger und klimafreundlicher funktionieren. Für die Produktion verwendeten die Forscher Klärschlamm, aber auch Spirulina-Algen und Weizenstroh. Außerdem zeigte sich, dass mit dem Verfahren auch Kraftstoffproduktion in einem industriellen Maßstab möglich ist. Das kann dazu beitragen, Alternativen zu fossilen Brennstoffen zu schaffen und den CO2 Ausstoß zu reduzieren.

Mit dem neuartigen Hydrothermalen Liquefaktioins- Prozess (HTL) lassen sich Kraftstoffe aus verschiedenen Arten von Biomasse oder Abfällen erzeugen. Die Vorteile liegen auf der Hand.

Nach Aussage der Entwickler ist der HTL-Prozess kostengünstiger als andere bisher verfügbaren Wege der Kraftstoffproduktion aus Biomasse. Da sich auch Klärschlamm und Gülle dazu nutzen lassen, kann der HTL-Prozess außerdem zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft beitragen. So gibt es keine Flächenkonkurenz mit der Lebens- und Futtermittelproduktion. Bisher werden Klärschlämme wegen möglicher Schadstoffbelastung größtenteils verbrannt, bei uns in Kärnten landen diese auf den Feldern.

Hinter der Entwicklung steht das europäische HyFlexFuel-Projekt. Daran beteiligt sind Forscher der Universitäten Hohenheim. Aarhus und Aalborg sowie des Deutschen Biomasseforschungszentrums e.V.

Lidl und Kaufland listen Schweinefleisch der Haltungsstufe 1 fast komplett aus

Kaufland listet ab sofort auch Schweinefleisch der Haltungsstufe 1 vom Sortiment aus, und zwar alle Fleischstücke außer Innereien und Filet. Lidl will ebenfalls nahezu sein gesamtes Schweinefleischsortiment bis Ende 2021 auf die Haltungsstufe 2 umstellen. Das haben die beiden Tochterunternehmen der Schwarz-Gruppe heute mitgeteilt.

Das erreiche man nicht durch Absichtsbekundungen, sondern indem man konkrete Maßnahmen umsetze und mit der gesamten Prozesskette zusammenarbeite. Vor diesem Hintergrund wolle Kaufland die cooperation mit seinen Vertragslandwirten für Schweinefleisch aus Haltungstufe 3 und 4 bis 2023 verdoppeln.

Erst vorige Woche hatte Aldi angekündigt, sein Frischfleischsortiment bis 2030 auf die Haltungsstufen 3 und 4 umzustellen. Rewe zog wenig später mit derselben Ankündigung nach. Der agrarpolitische Sprecher der CDU im Bundestag, Artur Auerhammer kritisierte heute, dass es im Lebensmitteleinzelhandel zu einem Überbietungswettbewerb gekommen sei.

Leidtragende dabei seien die Bauern, betonte Auerhammer. Denn Umbaumaßnahmen und Investitionen können nicht von heute auf morgen getätig werden. Hierfür brauche es ein Konzept, wie es die Borchert-Kommission in der Ende gegangenen Wahlperiode erarbeitet habe und das nach der nächsten Bundestagswahl umgesetzt werden solle. Andernfalls würden viele kleine Betriebe auf der Strecke bleiben, warnte der CSU-Politiker.

Der Deutsche Bauernverband und die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) haben vergangene Woche bereits auf Hürden bei der Umsetzung verwiesen, etwa im Genehmigungsrecht und in der Finanzierung, in der Landwirtschaft. Wenn diese nicht überwunden werden, können die erforderlichen Angebotsmengen nicht bereitgestellt werden.

Ferkel mit Minus 10 Cent

Der Preisdruck bleibt weiterhin bestehen. In Anlehnung an die sinkenden Notierungen im nahen Ausland wurde auch bei uns eine Preisanpassung vorgenommen.

Und das scheint auch möglich, obwohl das Angebot an lebenden Schweinen sehr klein ist, versuchen namhafte deutsche Schlachtbetriebe ihre Hauspreise durchzubringen. Die immer weiter fallenden Fleischpreise, am europäischen Binnenmarkt und keine erhofften Impulse von der Fußball- Europameisterschaft für den Absatz sind das Dilema.

Damit bleiben die Ferkelmärkte unsicher. Belastend wirken sich vor allem die Überhänge in Oberösterreich , Niederösterreich und seit schon zwei Monaten in der Steiermark aus. Für den Mäster ist die Laune für das Einstellen stark gesunken und auf Grund der hohen Ferkel- und Futterpreise ist kaum eine wirtschaftliche Mast möglich.

Deswegen wurde eine Preisanpassung an Anlehnung der EU- Preisentwicklung von 10 Cent vorgenommen.

ASP: Schutzzaun zu Polen fertiggestellt

Der letzte Abschnitt des Zaunbaus entlang dem deutsch-polnischen Grenzverlauf zum Schutz gegen die Einwanderung von mit der ASP infizierten Wildschweinen ist nun fertiggestellt. Derzeit gibt es nach Angaben des Tierseuchen-Informationssystems (TSIS) 1.469 bestätigte Fälle bei Wildschweinen in Brandenburg und Sachsen.

Wie das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz Brandenburg (MSGIV) in dieser Woche mitteilte, ist das letzte Teilstück der rund 255 Kilometer langen festen Wildschweinbarriere zum Schutz vor ASP entlang der brandenburgisch-polnischen Grenze fertig gestellt. Es handelte sich um 15 Kilometer durch Polderflächen im Landkreis Uckermark. Mit der trockenen Witterung konnte auch hier der temporäre Elektrozaun durch einen festen Zaun ersetzt werden.

Die Leiterin des ASP-Krisenstabs, Verbraucherschutzstaatssekretärin Anna Heyer-Stuffer kommentierte die Fertigstellung des Zaunbaus: Der feste Zaun entlang Oder und Neiße gehört zu den wichtigsten Maßnahmen, um eine weitere Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern. Der Kampf gegen die ASP ist eine Mammutaufgabe.

Laut dem MSGIV seien in letzter Zeit verstärkt positive ASP-Funde in Polen nahe der Grenze zu Brandenburg oder auch unmittelbar am festen Zaun festgestellt worden. Wir sehen, dass die Zäune wirken und die Seuche eingrenzen. Innerhalb der doppelt umzäunten Weißen Zonen gibt es nur noch vereinzelte Fälle, was zeigt, dass diese Zonen wirken. Bislang können wir die Seuche im Osten des Landes halten. Doch der Seuchendruck aus Polen ist enorm. Der Landeskrisenstab hat darum vergangene Woche beschlossen, einen zweiten Zaun entlang des Grenzverlaufs zu bauen, so Heyer-Stuffer.

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat in der vergangenen Woche mehrere weitere ASP-Fälle bei Wildschweinen festgestellt, vorwiegend in Brandenburg in den Landkreisen Oder-Spree und Frankfurt (Oder) Stadt. Nach aktuellen Angaben des Tierseuchen-Informationssystems (TSIS) gibt es mittlerweile 1.196 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild in Brandenburg und Sachsen.

Die Hausschweinbestände in Deutschland sind nach wir vor frei von der Afrikanischen Schweinepest.

Aldi-Ankündigung: Eine Aufgabe für Minister, nicht für Marketingstrategen!

Aldi schafft Fakten und das Risiko tragen die Bauern. Die Branche steht vor einer Mammutaufgabe und die Politik vor der letzten Chance den Umbau der Tierhaltung ohne Systembrüche zu gestalten.

Die Ankündigung von Aldi, bald nur noch Frischfleisch aus Freiland- und Biohaltung zu verkaufen, hat das Potenzial die deutsche Tierhaltung grundlegender zu verändern als die Agrarpolitik der Minister Schmidt und Klöcker der vergangenen sieben Jahre.

Der Discounter zieht nicht nur auf der Überholspur an der Politik vorbei und macht dem Ruf des Handels als Defacto- Gesetzgeber alle Ehre. Aldi macht das, was sich Baüerinnen und Bauern so sehnlichst wünschen. Klare Ansagen, Konkrete Ziele. Vorgeben, wo die Reise hingeht.

Ob die Marketingstrategen in der Essener Aldi-Zentrale allerdings auf dem Schirm haben, dass sie mit ihren ambitonierten Plänen gerade nicht bloß den Prospekt zur nächsten Grillaktion gestalten, sondern den Umbau der deutschen Tierhaltung, darf bezeifelt werden. Niemand kritisiert die Richtung, in die der Discounter die Tiehaltung treibt. Das Tempo erscheint aber mehr als sportlich.

Landwirte, Ministerien und Branchenverbände reiben sich verwundert die Augen, wie sich der Marktanteil von Fleisch der Haltungsstufe 3 ( Außenklima) und ( Freiland und Bio ) innerhalb weniger Jahre aus der Nische heraus explosionsartig vermehren soll. Niemand kann sagen, aus welchen Ställen und welchen Herkunftsländern das Frischfleisch in den Regalen dann stammt. Wo die Milliardenbeträge für den Umbau herkommen sollen, steht völlig in den Sternen.

Fest steht dagegen eines: Aldi schafft gerade Fakten. Lidl und Kaufland folgen und einige weitere. Die Anforderungen werden sich kaum wieder zurückdrehen lassen.

Landmaschinenindustrie beklagt hohen Anstieg der Rohstoffe

Der Dachverband der Europäischen Landmaschinenindustrie (CEMA) klagt über einen starken Anstieg der Rohstoffpreise und die sich daraus ergebenden Folgen für den Sektor.

Wie der Dachverband in seinem ,,CEMA Business Barometer“für den Monat Juni berichtet, ist die Inflation seit März dieses Jahres in allen Industrieländern, insbesondere in den USA, stark gestiegen wo sie im April mit 4,2 % den höchsten Jahrestrend seit 2008 erreicht habe.

Auch wenn der allgemeine Preisantieg in Europa dieses Tempo noch nicht erreicht hat, besteht laut CEMA, der sich hierbei auf Daten des Satistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) bezieht, ein klar erkennbares Risiko, dass sich die Inflation in den kommenden Wochen aufgrud des zu beobachtenden starken Anstiegs der Rohstoffpreise beschleunigt.

Darüber hinaus würden sich auch die höheren Energiepreise zwangsläufig in den Produktionskosten und den Verbraucherpreisen niederschlagen. Neben den höheren Energiekosten nehme der Anstieg der Rohstoffpreise für die Branche allmählich problematische Ausmaße an. Betroffen sind nach Angaben des Dachverbandes alle Rohstoffe, die für die Herstellung landwirtschaftlicher Geräte unverzichtbar sind. Dies gelte insbesondere für Stahl, dessen Preis sich in einem Jahr von 550 €/t auf 1250 €/t mehr als verdoppelt habe.

Laut CEMA macht der Stahl je nach Anlagetyp 30 % bis 40 % der durchschnittlichen Produktionskosten aus. Des Weiteren legten aber auch die Preise ,, sämtlicher Produkte“ aus der Petrochemie zu. So sei es in den vergangenen sechs Monaten bei bestimmten Kunststoffen, die für die Landmaschinenproduktion gebraucht werden, zu Preisaufschlägen von rund 70 % gekommen. Schließlich seien auch Metalle wie Aluminium und Kupfer sowie Naturkautschuk von Preiserhöhungen betroffen.

Da kann man als Bauer nur neidvoll auf diese Branchen schauen, und was machen wir falsch?

Hofer folgt Aldi und will auch Billigfleisch aussortieren

Die Supermarktkette Hofer hebt- wie seine Mutter Aldi Süd- die Standards bei Fleischeinkauf und tauscht das Frischfleisch- Sortiement bis 2030 zur Gänze aus. In Sachen Tierwohl sieht Hofer die Bundesregierung gefordert und will sich an deren weiteren Maßnahmen orientieren.

Der Diskonter-Hofer stellt sein gesamtes Frischfleisch-Angebot auf höhere Tierwohlstandards um. In Österreich wurde der gleiche Beschluss gefasst, wie die Eigentümerin Aldi SÜD mit ihrer Schwesterkette Aldi Nord bis 2030 das durchzieht. Bei uns in Österreich sind die Tierschutzstandards schon höher und Hofer ist schon länger ins Fleischpremiumsegment via „Zurück zum Ursprung“ und „Fairhof“ eingestiegen.

Hofer und Aldi Süd setzen zur Erfüllung ihrer Tierwohl- Vision konkrete, an die unterschiedlichen Marktgegebenheiten angepasste Maßnahmen.

Hofer verzeichnet bei beiden Eigenmarken große Steigerungsraten und damit ein stetiges Wachstum im Sortiment: FairHOF ging im Jännr 2017 mit 14 Artikeln an den Start und zählt mittlerweile über 70 verschiedene Schweinfleisch-, Rindfleisch-, Molkerei-, Hühner- und Putenartikel von 90 Bäuerinnen und Bauern aus der Region. Unter der Eigenmarke ,, Zurück zum Ursprung“ sind jährlich über 450 nachhaltige Bio-Produkte aus Österreichs Regionen von über 4.000 Ursprungs-Bäuerinnen und Bauern erhätlich. Damit machen die Fleisch- und Wurstprodukte der beiden Eigenmarken bereits jetzt 20 % des gesamten Fleisch- und Wurstumsatzes bei Hofer aus.

Der Lebensmittelhändler Hofer will den Tierwohl-Anteil im Sortiment weiter erhöhen und verfolgt für 2030 das klare Ziel, die 100 % Marke zu erreichen. Wie der Weg dorthin sich gestaltet und welche Maßnahmen Hofer zur Zielerreichung setzt, ist vor allem auch abhängig von den Entscheidungen der Bundesregierung im Rahmen des ,,Tierwohl-Paktes“ und den Ergebnissen aktueller Tierwohl-Projekte der AMA.