Betrifft : Anlieferungszeiten Neu am Schlachthof Klagenfurt

Wegen Anrainerbeschwerden und Beanstandung Lärm nach den üblichen Betriebszeiten und Gerüchen wurden neue Anlieferungszeiten für uns Bauern fixiert.

Nach einen Termin bei Bürgermeisterin Dr. Maria- Luise Mathiaschitz und ihrem Magistratsteam und Jörg Mai- Bereichsleiter Schlachthöfe Marcher Fleischwerke sowie Dr. Gerhard Stürzenbecher  Betriebsleiter Schlachthof Klagenfurt wurden folgende Maßnahmen die uns Bauern betreffen sollen besprochen.

Organisierte Lebendviehdisposition zur Vermeidung der Stehzeiten von Traktoren mit Viehanhänger genauso Pkw mit Viehanhänger und LKWS.

Deshalb gilt ab nun die neuen Anlieferungszeiten von 8:00 -10:00 Uhr um die Schallimmissionsvermeidung von unserer Seite einzuhalten.

Aber wo bleibt die versprochene Lärmschutzwand die das Land und die Bürgermeisterin den Anrainer versprochen hat? Da gibt es null Toleranz der Anrainer die ja bei einem Schlachthof gebaut haben und der sich nicht in Luft auflösen kann und für uns Bauern lebensnotwendig ist . Siehe Coronakrise nah vor Ort produzieren, kurze Transportwege nachhaltig sein aber nicht für die Anrainer……. 

Zusätzliche Hilfe für die Bauern

Die coronabedingten Lockdowns treffen vor allem die fleischproduzierenden Bauern hart. Wie bereits letzte Woche angekündigt, brachte die Bundesregierung nun weitere 60 Mio. € an Hilfsgeld für die Landwirtschaft auf den Weg. 2020 war ein herausforderndes Jahr für die österreichische Landwirtschaft. Zusätzlich zu oftmals ohnehin schwierigen Rahmenbedingungen hat die Corona-Krise einzelne Branchen, vor allem durch die Schließung der Gastronomie und Hotellerie, besonders schwer getroffen. Zum Teil sind die Umsatzeinbußen und Verluste existenzbedrohend.

Mit dem letzte Woche angekündigten und nun verlautbarten „Verlustersatz für indirekt Betroffene in der Landwirtschaft“ wird eine wirksame Maßnahme zu Unterstützung der Bäuerinnen und Bauern gesetzt.

Die Betriebe und Betriebszweige in der der Landwirtschaft sind unterschiedlich hart vom Einbruch ihrer Absatzmöglichkeiten betroffen. Der Verlust wird für die Betriebszweige einzeln pauschal berechnet. Übersteigt der pauschal errechnete Verlust eine bestimmte Höhe, werden 70% des errechneten Verlustes als Zuschuss gewährt.

Das Gesamtvolumen des Verlustersatzes für die Landwirtschaft beträgt 60 Mio. €. Einkunftsverluste aufgrund coronabbedingter Einnahmenausfälle können damit teilweise ersetzt werden. Der Verlustersatz für die indirekt Betroffenen in der Landwirtschaft kann ab 15. Februar 2021 beantragt werden.

Die Eckdaten und Voraussetzungen für den „Verlustersatz für indirekt Betroffene in der Landwirtschaft“ schauen wie folgt aus:

   Anspruchsberechtigt sind landwirtschaftliche Betriebe, die im Betrachtungszeitraum von Oktober 2020 bis März 2021 einen entsprechenden Verlust erlitten haben. Als Vergleichszeitraum dienen die gleichen Monate aus dem jeweiligen Vorjahr.

 Ein Verlust von zumindest 30% des Deckungsbeitrags ist Voraussetzung für den Zuschuss. Für die Weinwirtschaft gibt es ein eigenes Berechnungsmodell.

 70% des pauschal ermittelten Einkunftsverlustes werden als Zuschuss gewährt.

 Bei der gegenständlichen Hilfe handelt es sich um einen nicht rückzahlbaren Zuschuss.

 Die beihilfenrechtliche Grenze bei dieser Hilfe liegt bei maximal bis zu 100.000 € für jeden landwirtschaftlichen Primärproduzenten.

 Die Beantragung erfolgt über die Agrarmarkt Austria.

Laut dem LK Österreich-Präsidenten Josef Moosbrugger „hilft die Bundesregierung mit dem Verlustersatz dies besonders betroffenen Bäuerinnen und Bauern.“

Und Bauernbund Österreich-Präsident Abg.z.NR DI Georg Strasser bedankte sich, dass für die „durch den Wegfall der Abnehmer in Gastronomie und Hotellerie mit herben Absatzverlusten zu kämpfenden Veredelungsbetriebe eine praxistaugliche Lösung möglich gemacht wurde.“

Tönnies: 30 Euro mehr pro Schwein müssen sein

Für Schweine, die nach höheren Tierwohlkriterien erzeugt werden, müssen die deutschen Verbraucher einen Aufpreis zahlen. Das sagt Tönnies – Chef Clemens Tönnies im exklusiven agrarheute- Interview.

“ Wer mehr tut, muss mehr erlösen“, sagte Tönnies .

„Ich glaube, es muss zum Beispiel bei der Anlieferung für die zweite Stufe eines staatlichen Tierwohllabels einen Aufschlag von 10 oder 15 Euro pro Schwein geben. Und dabei muss dem deutschen Verbraucher klar sein, dass er über die Edelstücke diesen Aufschlag zahlt. Den Weltmarkt interessiert Tierwohl nämlich so gut wie gar nicht, der zahlt dafür nicht. Das heißt, der Ladenpreis in Deutschland wird um 30 Euro pro Schwein steigen müssen, prognostiziert der Chef des größten deutschen Schweineschlachtbetriebes.

Das gleiche muss auch bei uns in Österreich mit AMA- Tierwohl passieren, wo jetzt vermehrt Anfragen durch öffentliche Ausschreibungen in diese Richtung gehen.

Spanien konnte Schweinefleischexport in Drittländernweiter ausbauen.

Spanien meldet für 2020 einen Anstieg der Fleischexporte in Drittländer um 53%, den größten Exportanteil daran hatte Schweinefleisch. Darüber hinaus konnten die Spanier errreichen, das mehr Betriebe Schweinefleisch nach Südkorea und die USA exportieren dürfen, berichtet das Fachpersonal euromeatnews.com.

Im Jahr 2020 wurden laut einem offiziellem Bericht aus Spanien 2.011.355 Tonnen Fleisch und Fleischprodukte in Drittländer verschifft, dies sind mehr als 53% mehr als im Jahr zuvor. Wie euromeatnews.com berichtet, war Schweinefleisch mit einer Menge von 1.826.106 Tonnen dabei das wichtigste Exportprodukt. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr lag hier sogar bei 61 %.

Spanien konnte seit September insbesondere von den Exportsperren für deutsches Schweinefleisch profitieren, die von China und anderen Drittstaaten aufgrund der ASP-Fälle in Brandenburg und Sachsen erlassen worden war.

Bei den wichtigsten Zielländern der Exporte wird das Ranking von China mit 1.439.418 Tonnen angeführt, mit weitem Abstand gefolgt von Japan mit 114.464 Tonnen, Philippinen, Südkorea Taiwan, sowie auch Serbien (13.165 Tonnen).

Ausserdem konnte Spanien die Anzahl der Betriebe steigern, die Schweinefleisch nach Südkorea und in die USA exportieren dürfen.

Das Schweineangebot schrumpft deutlich

Die Schweinepreise liegen am Boden, und über eine Million Tiere stauen sich noch in den Ställen. Die Lage klingt aussichtslos. Doch bei der ISN sieht man Licht am Ende des Tunnels.

Das Krisenjahr 2020 hinterlässt tiefe Spuren in der Schweinebranche. Zahlreiche Schweinehalter haben ihren Betrieb wegen der miesen Preise bereits eingestellt, wie die Ergebnisse der Viehzählung zeigen: ­Anfang November waren es etwa 700 schweinehaltende Betriebe weniger als vor einem Jahr. Vor allem Sauenhalter gaben auf. In der kommenden Mai-Zählung zeigen sich angesichts der ­desaströsen Lage voraussichtlich noch einmal deutlich stärkere Rückgänge.

Der Preisabsturz im vergangenen Jahr war beispiellos, weil mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) und Corona gleich zwei Krisen zusammen kamen. Das hatte Folgen für den Absatz:

    Wegen der ASP-Fälle fallen fast alle bedeutenden Drittlandmärkte aus.

    Durch Corona bzw. den Lockdown ist der Absatz im Außer-Haus-Bereich stark eingeschränkt.

Zudem waren wegen der Pandemie an größeren Schlachtstandorten die Kapazitäten stark eingeschränkt. Seit Juni 2020 herrscht praktisch ununterbrochen Schweinestau, und ein schnelles Ende ist noch nicht in Sicht. Im Gegenteil, über die Feiertage hat sich der Stau auf über eine Million Tiere vergrößert. Doch was heißt das für die kommenden Monate? Deutliche Preissteigerungen sind mit diesem Angebotsüberhang wohl noch nicht zu erwarten. Und auch nach einem vollständigen Abbau des Staus werden die Lagerbestände an Schweinefleisch in den Gefrierhäusern die Preiserholung bremsen.

Abgesehen von den Überhängen wachsen nun jedoch deutlich weniger Schlachtschweine in deutschen Ställen nach als in den Vorjahren.

Der Grund: Im Herbst wurden weniger Ferkel aus den Niederlanden und Dänemark importiert. Bis Ende November lagen die Einfuhren etwa 40.000 Ferkel pro Woche niedriger als üblich. Dieser Effekt macht sich nun bei den Schlachtschweinen bemerkbar.

Ein weiterer wichtiger Absatzkanal sind die Drittlandmärkte. Das BMEL ist nach eigener Aussage um eine Öffnung wichtiger Märkte bemüht. Zählbare Ergebnisse gibt es bisher aber nicht, und immer wieder neue ASP-Fälle dürften die Verhandlungen erschweren. Aber selbst wenn es nicht gelingt, China von dem Regionalisierungsprinzip zu überzeugen, sind auch Öffnungen kleinerer Absatzmärkte wichtige Etappenziele. Märkte wie Südkorea, Japan und die Philippinen trugen vor ASP maßgeblich zur Wertschöpfung im Export bei. An die früheren Exportmengen wird Deutschland aber nicht wieder herankommen. Aber spätestens ab Sommer sollte das Angebot an Schlachtschweinen so gering ausfallen, dass die Preise wieder spürbar ansteigen können.

Unterm Strich stehen die Chancen auf höhere Schweinepreise in den nächsten Monaten vor allem wegen des reduzierten Angebots nicht schlecht. Spannend ist zudem, wie sich die Angebotsmengen der Initiative Tierwohl (ITW) entwickeln. Ab Sommer 2021 wollen die großen Lebensmitteleinzelhändler ihr komplettes Frischfleisch­sorti­ment auf ITW-Ware umstellen, damit sie es mit der Haltungsstufe 2 kennzeichnen können. Möglicherweise wird ITW-Ware dann sogar knapp.

17. Jänner, Tag des hl. Antonius: im Volksmund Sautoni

Der hl. Antonius ist ein populärer Viehheiliger. Im Volksmund wird er auch „Sautoni“ genannt. Sein Attribut ist das Schwein.

Der hl. Antonius der Große, um 251 im ägyptischen Kome (heute Keman) als Sohn wohlhabender Eltern geboren, verschenkte nach dem Tod seiner Eltern deren gesamten Besitz an die Armen und zog sich als Einsiedler zunächst in die Wüste, dann auf einen einsamen Berg in der Nähe des Nils zurück. Unter Verfolgung des Maximilian Daja, einem der grausamsten Christenverfolger, ging er nach Alexandria, wo er die gefangenen und verurteilten Christen stärkte, und kehrte anschließend in die Wüste zurück. Viele junge Männer, Kranke und Geistliche besuchten ihn dort, um seinen Rat zu erhalten oder weil sie sich Heilung von Krankheiten erhofften. Der hl. Antonius soll 356 im Alter von 105 Jahren gestorben sein. Da nach seinem Vorbild Tausende als Einsiedler in die Wüste zogen und dort Einsiedlergemeinden bildeten, gilt Antonius als „Vater der Mönche“. Die Antoniusverehrung kam über Konstantinopel nach Europa. Antonius gilt als Viehheiliger, als Patron der Ritter, Bauern und Haustiere, besonders der Schweine. Darüber hinaus ist er Schutzpatron der Hirten, Weber, Fleischhauer, Zuckerbäcker und Totengräber. Angerufen wird er bei Feuersnot und Hautkrankheiten. Am Festtag des hl. Antonius ist es im ländlichen Raum auch ein noch heute weit verbreiteter Brauch, die Ställe zu segnen.

Wollen unseren Bauern den Rücken stärken!

Beten alleine ist wohl zu wenig – das wissen auch die Spitzen vom Bauernbund (Abgz.NR Georg Strasser), dem Landwirtschaftsministerium (Ministerin Elisabeth Köstinger) und der LK Österreich (Präsident Josef Moosbrugger.)

Das politische Agrar- Kleeblatt aus Ministerium, LK Österreich und Bauernbund will verstärkt Akzente in der Regionalität setzen. Ziel ist, die duch die Corona-Pandemie gebeutelte Landwirtschaft und ihre Strukturen zu stützen. Indes fällt der Handel den Bauern mit neuen Preisaktionen in den Rücken.

Das Letzte Jahr war für die österreichische Landwirtschaft sehr herausfordernd. Zusätzlich zu den generell schon beschwerten Bedingungen hat die Coronapandemie auch noch zu Schließung der Gastonomie und Hotel geführt wobei die Landwirtschaft hart getroffen wurde.

Mit einem ÖSTERREICH – PAKT für mehr Wertschätzung, mehr Wertschöpfung und mehr Regionalität will man die Produktion und Vermarktung in der Landwirtschaft stärken. Denn „die kleinstrukturierte österreichische Landwirtschaft hat sich als kriesensicher bewiesen“ stellte Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger in einer Online Pressekonferenz diese Woche fest und ergänzte: “ Diesen österreichischen Weg werden wir im Nationalen Strategieplan der Gemeinsamen Agrarpolitik festschreiben, damit unsere Betriebe auch in Zukunft unsere Lebensmittelversorgung sicherstellen können.“

Dieser „ÖSTERREICH-PAKT“, abgeschlossen zwischen Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel, muss erstklassige Lebensmittel mit regionaler Herkunft sichern, forterte LK Österreich – Präsident Josef Moosbrugger. Die Bäuerinnen und Bauern sind stets bereit, alle Wünsche der Konsumenten zu erfüllen, doch dies sei „zum Nulltarif nicht möglich“, so Österreichs oberster Bauer. Mit der Umsetzung der EU-Richtlinie über unlautere Handelspraktiken in Österreich im ersten Halbjahr 2021 wird eine Entwicklung in Richtung mehr Gerechtigkeit und Partnerschaft auf Augenhöhe mit den LEH eingeleitet.

Politisch sei auch fix das der stark geschwächte Absatzmarkt gestützt werden soll, es werde aber noch verhandelt. Ob und wann es also dieses „Umsatzausfallsgeld“ kommt ist noch zu klären. Klar jedoch ist das es dabei nicht um magere 500€ pro Betrieb gehen kann.

Österreich: Kammervertreter fordern Hilfe für Schweinehalter

In Österreich fordern Vertreter der Landwirtschaftskammern für Schweinehalter als Vorlieferanten für die Gastronomie dringend einen Verlust-Ersatz, um die Höfe vor der Existenzbedrohung zu schützen.

Der Ruf nach Hilfen für die heimischen Schweinehalter werden immer lauter. Der Präsident der Landwirtschaftskammer Steiermark, Franz Titschenbacher, und die Präsidentin der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, Michaela Langer-Weninger, forderten zum Jahreswechsel die Regierung in Wien auf, den Betrieben finanzielle Unterstützung zu geben, um sie vor der Existenzbedrohung zu schützen. Sie wiesen darauf hin, dass die Schweinebranche durch die Corona-Krise dramatische Verluste bei den Erlösen erlitten habe. Seit April 2020 sei den Schweinehaltern bereits ein Schaden von rund 70 Mio. € entstanden, und ein Ende der massiven Marktturbulenzen sei nicht in Sicht. Deshalb brauchten die Höfe als Vorlieferanten für die Gastronomie dringend eine wirkungsvolle Kompensation für ihre Umsatzeinbußen. Außerdem sollte die Europäische Union das Marktinstrument Private Lagerhaltung (PLH) vorbereiten, um den Schweinemarkt vorübergehend zu entlasten, so Titschenbacher und Langer-Weninger.

An den Lebensmittelhandel appellierten sie ebenso , einen besseren Preis für Fleisch zu zahlen, der direkt und abschlagfrei  bei den Bauern ankommen müsse. „Die auflaufenden Verluste werden von Tag zu Tag größer. Die Bauern können die Tiere nicht in ‚Kurzarbeit‘ schicken. Anders als in sonstigen Branchen ist der Betriebsmitteleinsatz weiterhin sehr hoch“, gaben die Kammervertreter zu bedenken. Zudem sei verbaler Dank für die systemrelevante Arbeit allein zu wenig. Wenn aktuell von allen Seiten die Leistungsbereitschaft der heimischen Bauern für die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung hochgepriesen werde, dürfe die aktuelle Krisensituation der fleischliefernden Nutztierhalter nicht übersehen werden. Die Sicherstellung der Eigenversorgung sei ein hohes Gut, das nur dann gewährleistet sei, wenn auch die wirtschaftliche Nachhaltigkeit auf den Höfen gegeben sei.

Euro Tier – Silber 2021 für Möscha : Gülle- Verteilgestänge aus Kunststoff

Die neune Entwicklung des schwäbischen Güllespezialiten Möscha ist der Schleppschuh- Verteiler, der in Arbeistsbreiten von bis zu 15 m gebaut wird. Durch die leichte und auch stabile Bauweise ist auch der Einsatz an kleineren Fässern mit niedrigerem Zugbedarf gegeben. Der Gülleverteiler wurde von der EuroTier-Jury 2021 mit dem Innovation Award in Silber ausgezeichnet.

Aufgrund von Größe und Gewicht der Gestänge kommt eine moderne Ausbringtechnik gerade in hügeligen oder gar bergigen Gelände allzu oft an ihre physikalischen Grenzen. Das Möscha Verteilgestänge mit Kunststoffrohr als tragendem Konstruktionselement zeichnet sich durch seine einfache und zugleich äußerst gewichtssparende Konstruktionsweise aus. Möscha kommt zu leichteren Gestängegewichten, indem statt Vollmetallkonstruktion beplankte Kunststoffrohre genutzt werden. So wiegt das Gestänge mit 15 m Arbeitsbreite gerade mal rund 850 kg.

Die zweite Neuheit am Schleppschuh ist der Schneidverteiler, der patentierte Cutter. Eine vertikale Schnecke, die ihre Drehrichtung ändert, verteilt die Gülle auf die ringsum geschweißten Auslässe. Das sorgt für Präzision bei der Ausbringung und verhindert ein Verstopfen der Schläuche. Der Gülleeinlass ist seitlich, die Schnecke fördert die Gülle dann durch einen Siebkorb. Sichere Funktion, sehr leichtzügiger Antrieb und geringer Verschleiß zeichnen den Verteiler aus. Er soll laut Möscha durch die kompakte, robuste Bauweise, das geringe Gewicht und die leichte Entleerung des Fremdstoffsammelbehälters überzeugen. So wird eine gleichmäßige und zuverlässige Verteilung auf die Ausgänge erreicht.

Das Gestänge ist bei allen Fässern nachrüstbar, Voraussetzung ist, dass der Rahmen einen Anbau zulässt und die Achslast nicht überschritten wird, was aufgrund des geringen Gewichtes des Verteilers in der Regel ausgeschlossen werden kann.

Endlich Ferkelpreise ziehen an

Aufgrund des knapper werdenen Angebots konnten die heimischen Ferkelnotierungen diese Woche um 10 Cent angehoben werden.

Das Ferkelangebot ist im gesamten EU-Raum auf einem überschaubaren Niveau, und die Ferkelzahlen gehen nach unten. Die Nachfrage entwickelt sich immer besser. Nur in Deutschland gibt es in einigen Regionen nach wie vor leichte Angebotsüberhänge, die vor allem wegen Verschiebung bestellter Ferkelpartien entstehen. Der Grund ist noch immer der leichte Rückstau der fertigen Schlachtschweine.

In China sind die Schweinepreise um 13 Prozent abgestürzt. Ursachen sind die rasant wachsenden Schweinebestände und die steigende Schweinefleischproduktion. Das Tempo des Bestandesaufbaues wird der entscheidende Faktor für Preisentwicklung sein, und der Hauptgrund für sinkende Preise, sagte Zhao Guangyu, Analyst für Agrarprodukte gegenüber chinesischen Medien. In einem vor kurzem erschienenen Bericht der Rabobank ging diese bereits davon aus, dass sich die Schweinefleischproduktion in China bis zum Jahr 2024 normalisieren wird.

Und wir in der EU spüren den Rohstoff- Hunger von China bereits . Die Soja und Maispreise klettern auf Rekordnievau.

Neues Jahr beginnt mit stabilen Schlachtschweinenotierungen

Wie sind die Schweinemärkte in Europa in das neue Jahr gestartet?

Verkürzte Arbeitswochen, Corona und Wildschwein-ASP prägen den Schweinemarkt zu Jahresbeginn. Trotz der schwierigen Situation konnte die Ö-Börse den Preis auf Vorwochenniveau fixieren.

Nach dem Jahreswechsel fällt das Schlachtschweineangebot in Deutschland und den meisten Ländern der Europäischen Union mehr als umfangreich aus. Nach dem feiertagsbedingten Ausfall von Schlachttagen sind hohe Schlachtgewichte und ein großes Lebendangebot aber nicht ungewöhnlich.

In Deutschland haben die Überhänge Analysten zufolge zugenommen und das Lebendangebot ist drückend, wobei der Süden wegen des Dreikönigstages stärker betroffen ist. Allerdings sind die schlimmsten Befürchtungen bezüglich eines „Megastaus“ offenbar nicht eingetreten; es wird nun auf einen langsamen Abbau der Überhänge gehofft. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) konnte ihre Leitnotierung stabil halten

Auch in Österreich haben sich zuletzt viele Schweine aufgestaut; dem Verband landwirtschaftlicher Veredlungsproduzenten (VLV) zufolge übertrifft das Angebot die feiertagsbedingt reduzierten Schlachtaktivitäten um 50 %.  Der VLV-Leitpreis blieb aber doch stabil.

Unverändertes Geld für ihre Tiere erhielten in der ersten vollen Januarwoche auch die Mäster von Danish Crown. Der Fleischkonzern berichtete, dass sich der Absatz nach dem Jahreswechsel wieder belebt habe und ein für die Jahreszeit akzeptables Niveau aufweise. Zudem gebe es umfangreichere Exporte in Drittstaaten.

Über den Jahreswechsel hatte sich in der Woche zum 3. Januar an den Schlachtschweinepreisen in der EU nicht viel geändert. Unverändert wurden Schlachtschweine in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Spanien, Portugal und Frankreich bezahlt.

Verbraucherzentrale verurteilt Billigstpreise für Lebensmittel.

Verbraucherschützer kritisieren die extremen Preiskämpfe im LEH und fordern ein stärkeres Einbeziehen von Kosten für mehr Umwelt – und Tierschutz direkt in die Nahrungsproduktion.

Kritisiert wird von der Verbraucherzentrale des Bundesverbandes die extremen Preiskämpfe bei Lebensmittel. Verbandschef Klaus Müller wandte sich im Gespräch mit der Deutschen Presse Argentur gegen ein Verschleudern zu Billigstpreisen. Die Zeche für diese Verfallpreise fallen wieder einmal mehr den Landwirten zu, die an teilweise 14 Stunden Tagen alles geben und dafür kaum Wertschätzung bekommen und geschweige denn anständig entlohnt werden!

Aber wie kann es sein, das Obst, Gemüse, Milch, Eier und Fleischprodukte preiswerter verkauft werden als sie hergestellt werden?

„Unterm Strich wäre es sinnvoll, diese Kosten tatsächlich in die landwirtschaftliche Produktion hinein zu rechnen oder erst gar nicht entstehen zu lassen“, sagte der Verbraucherschützer. Der VZBV- Chef begrüßte es aber, dass Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) unfaire Praktiken großer Supermarktketten zu Lasten kleiner Lieferanten unterbinden will.

Zurückhaltend reagierte Müller auf Klöckners Vorschlag, auf Verpackungen den Anteil anzugeben, der vom Verkaufspreis an die Landwirte geht. Dies sei nauf jeden Fall gut gemeint und bei unverarbeitenden Produkten wie Obst oder Milch spreche nichts dagegen, es könne ein Gefühl vermitteln wie wenig tatsächlich bei den Bauern ankommt. Bei komplexeren, verarbeiteten Produkten stünde aber der Bürokratieaufwand in keinem Verhältnis dazu.

Man meine der Bundestag solle noch eine Schippe drauf legen, um alle Mechanismen zu beenden, die sich in sehr ungleichen Marktbeziehungen eingeschlichen haben. DBV – Präsident Joachim Rukwied sagte dazu der Nachrichtenargentur, mehr Transparenz bei Preisen sei grundsätzlich gut und richtig “ , die hohen Erzeugungsstandards müssen belohnt und höher vergütet werden, dies gilt für alle Produkte in gleichem Ausmaß.

Nach Bauernprotesten vor Zentrallagern des Handels hatten mehrere Supermarktketten bereits angekündigt, ihre Einkaufspreise für Schweinefleisch zu erhöhen.

Auch Ministerin Klöckner will per Gesetz unfaire Handelspraktiken verbieten. Daneben solle der Handel einen Verhaltenskodex mit den Landwirten vereinbaren – ein Entwurf solle noch Im Jänner vorgelegt werden.

42 neue ASP-Fälle in Brandenburg

Brandenburg meldet 42 neue ASP-Funde bei Wildschweinen. Insgesamt wurden bis 7.1.2021 insgesamt 461 infizierte Schwarzkittel entdeckt.

Das für Seuchenschutz zuständige Verbraucherschutzministerium in Brandenburg meldet am 7.1.2021 42 neue, amtlich bestätigte Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in Brandenburg. Damit erhöht sich die Zahl der ASP-Funde in Brandenburg auf 444. Inklusive der bisher 17 Funde im sächsischen Landkreis Görlitz wurden bundesweit 461 ASP-infizierte Wildschweine entdeckt.

Kein neuer Hot Spot

Nach Auskunft des Ministeriums handelt es sich bei den 42 Fällen ausschließlich um Funde in den bereits bestehenden Kerngebieten in den Landkreisen Oder-Spree und Märkisch-Oderland. Die Seuchenlage ändere sich dadurch nicht. Gegenüber top agrar bestätigte ein Sprecher des Ministeriums, dass es sich sowohl um Falltierfunde als auch um getötete Tiere aus den aufgestellten Lebendfallen handele. Einen neuen ASP-Hotspot gebe es nicht. Die hohe Zahl der bestätigten ASP-Fälle ergebe sich allein durch einen feiertagsbedingten Rückstau bei den ASP-Untersuchungen im Friedrich-Loeffler-Institut (FLI).

 Zaunbau macht Fortschritte

Unterdessen schreitet der Aufbau der festen Wildzäune weiter voran. Die innere und äußere Umzäunung der ersten „Weißen Zone“ rund um das Seuchengeschehen in Neuzelle im Landkreis Oder-Spree steht inzwischen komplett. Von der zweiten „Weißen Zone“ im Landkreis Märkisch-Oderland ist der äußere feste Zaun fertiggestellt, von der inneren Umzäunung fehlt jedoch noch ein Stück.

Bereits über 70 Mio. € Schaden durch Corona

Die Coronakrise brachte vor allem uns österreichischen Schweinebauern seit April 2020 einen Schaden von 70 Mio. €. Nur in Kärnten konnte der erste Lock down abgefedert werden. Besonders Dank dafür, unserem Landesrat Martin Gruber.

Der österreichische Heimmarkt konnte über die Feiertage trotz der Verschiebung zahlreicher Bestellung wegen nicht abgeholter fertiger Schlachtschweine, vollständig und pünktlich geräumt werden.

Die Ferkelnachfrage zeigt eine deutlich steigende Tendenz. Der niederösterreichische Ferkelvermarkter Gut Streitdorf ist diese Woche restlos ausverkauft, und es zeichnet sich für die nächsten Wochen und Monate eine Ferkelknappheit an. Die Ferkelpreise werden auch an Fahrt nach oben ansetzen.

Die europäischen Ferkelmärkte zeigen sich seit Jahresbeginn freundlicher und auch dort geht es in Richtung Ferkelknappheit.

Globale Schweinefleisch-Trends

Schweinefleischverzehr bei jüngeren Menschen, Street Food, Auswärts essen gehen anstatt zu hause kochen…, dies waren Themen über die man noch vor einem Jahr diskutiert hat.

Doch dann kam Corona – mit Auswirkungen auf den weltweiten Schweinefleischverzehr, und die Produzenten müssen sich anpassen.

Grant Walling, Leiter der Topig Norsvin Meat Group empfielt der Schweineindustrie folgende Trends zu berücksichtigen.

  1. Die Fleischindustrie will Automatisierung: Unter COVID-19 war die Fleischverarbeitung der anfälligste Teil der Lieferkette. Dies erforderte bei der Verarbeitung der Schlachthälften sehr viel Handarbeit und es könnte bedeuten, das die Schweinepoduzenten noch gleichmässigere Schweine abliefern müssen.
  2. Der Geschmack wird wichtiger: Ein großer Teil des Einzelhandels ist online gegangen und das bedeutet für die Schweinefleichproduktion das die visuelle Leistung des Produkts im Verkaufsregal viel weniger wichtig ist als das Esserlebnis daheim. Die Erfahrungen mit dem Online – Fleischverkauf von Supermärkten sind gemischt, erfahrene Online – Händler hingegen machen das gut.
  3. Einfaches Schweinefleisch ist gefragt: Der Schweinefleischsektor ist auf die Gastronomie angewiesen.Der Umsatzrückgang wegen Covid – 19 ist eine potentielle Bedrohung. Die Zubereitung aufwendiger Restaurantgerichte hat im Vergleich zu Fast Food stark gelitten. Es bedeutet das qualitativ höherwertige Fleischstücke nicht so gefragt sind wie typische Fast Food Komponenten.
  4. Es sind neue Abrechnungsmasken möglich: Die Erzeuger sollten darauf gefasst sein, das die Schlachtindustrie die Bezahlkriterien anpassen werde.Was in der Vergangenheit belohnt wurde, ist nicht unbedingt das rentabelste Schwein der Zukunft. Insgesamt deuten diese Einschnitte auf die Notwendigkeit von Innovationen in der gesamten Lieferkette hin, um sich an die neue Normalität nach COVID-19 anzupassen.

Bei uns in Österreich die Nachfrage nach AMA + Schweinen wird steigen, da die öffentlichen Ausschreibungen danach ausgerichtet sind. Tierwohl wird immer mehr zum Thema, und die neuen Förderrichtlinien stärken dies ungemein.

Lasst uns im alten Jahr nochmals Glück verteilen

Alle wollen volle Teller, doch niemand will den Traktor hören.

Alle wollen frische Lebensmittel, doch niemand mag den LKW:

Alle wollen beste Qualität, aber niemand will angemessene Preise zahlen.

Alle wollen Regionalität, aber niemand will den Bauernhof vor der Tür haben.

Alle wollen faire Tierhaltung-Tierwohl, aber kosten darf es nichts.

Denkt mal nach wo euer Essen herkommt, bevor ihr euch wieder lauthals darüber beschwert.

Deshalb wünschen wir Schweinebauern alles Gute und Gesundheit für das Jahr 2021, die für euch 365 Tage da sind.

Brexit:Frankreich will massive Kontrollen

Wir müssen britische Produkte kontrollieren, die zu uns kommen, sagte Europa- Staatssekretär Clement Beaune am Freitag im Sender Europa 1. Bei Nahrungsmittel oder Industrieproduktion allen geltenden Normen eingehalten werden. Der französische Staat habe rund 1 300 Menschen angeworben, um diese Kontrollen zu gewährleisten.

Die EU und Grossbritannien hatten sich am Heiligabend auf den Brexit- Handelspakt geeinigt. Damit sollen Zölle vermieden werden und unbegrenzter Handel in beide Richtungen erlaubt werden. Grossbritannien hat die EU schon Ende Januar verlassen und ist nur noch in einer Übergangszeit bis 31. Dezember Mitglied im EU- Binnenmarkt und in der Zollunion.

Frankreich ist ein wichtiges Drehkreuz für britische Waren. Etwa 70 Prozent des Handelsvolumens zwischen Grossbritannien und der EU- laufe über die nordfranzösischen Häfen Calais und Dünkirchen sowie über den Eurotunnel, wie die Präfektur für die nordfranzösische Region Hauts-de-France berichtete.

Beaune, ein Vertrauter von Staatschef Emmanuel Macron, kündigte ein Hilfsprogramm, für französische Fischer mit einem zweistelligen Millionenbetrag an. Der Handelspakt sieht eine Übergangsphase von fünfeinhalb Jahren vor, in der EU- Fischer in britischen Gewässern 25 Prozent weniger fischen dürfen.

Weihnachten 2020

Weihnachtskrippe St. Michael o. d. Gurk Pfarrstadl. Die lebensgroßen Krippenfiguren sind von unseren Ex-SVR Mitglied Andreas Riepl mit der Motorsäge angefertigt worden.

Wir vom SVR wünschen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest , und viel Gesundheit, Glück und Erfolg im neuen Jahr.

Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit. Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid. Ein bisschen mehr Liebe und weniger Hass. Ein bisschen mehr Wahrheit, das wäre was.

Statt so viel Unrast ein bisschen mehr Ruh. Statt immer nur Ich ein bisschen mehr Du. Statt Angst und Hemmung ein bisschen mehr Mut. Und Kraft zum Handeln, das wäre gut.

In Trübsal und Dunkel ein bisschen mehr Licht. Kein quälend Verlangen, ein bisschen Verzicht. Und viel mehr Blumen, solange es geht. Nicht erst an Gräbern, da blühen sie zu spät.

Ziel sei der Friede des Herzens, besseres weiß ich nicht. aus Peter Rosegger Waldheimat

In diesem Sinne ein bisschen besseres Jahr 2021

Pakt für mehr Tierwohl setzt auf Anreize statt Verbote

Bundesministerin Elisabeth Köstinger hat vor Kurzem mit dem Dachverband Nachhaltige Tierhaltung Österreich, der LK Österreich sowie Vertretern der Bundesländer einen “Pakt für mehr Tierwohl in der produzierenden Landwirtschaft“ geschlossen.

“Österreich gehört zu den Ländern mit den höchsten Tierwohl- und Lebensmittel-standards. Von der Tierschutzorganisation ‘World Animal Protection‘ wurde unser Land im Vergleich mit 50 Staaten weltweit auf Platz 1 gereiht. Mit dem ‘Pakt für mehr Tier-wohl in der produzierenden Landwirtschaft‘ bauen wir diese Vorreiterrolle weiter aus“, so Bundesministerin Elisabeth Köstinger. Der “Pakt für mehr Tierwohl in der produzierenden Landwirtschaft“ soll mehr Unterstützungen sowie höhere Fördersätze für Investitionen in tierwohlgerechte Haltung bringen. “Wir setzen dabei auf Anreize statt auf Verbote“, erläutert LK-Präsident Josef Moosbrugger.“Eines ist klar: Mehr Tierwohl kann nur mit den Bäuerinnen und Bauern funktionieren. Die zusätzlichen Aufwendungen müssen den Landwirten dauerhaft vom Markt bezahlt werden“, betont LK-Präsident Moosbrugger. Mehr Tierwohl vertrage sich auf keinen Fall mit Schleuderaktionen im Handel. “Wenn Tierhalter zu höheren Standards verpflichtet werden, dann ist es logisch, dass die öffentliche Hand mit gutem Beispiel vorangeht und in ihrem Wirkungsbereich, also in der Beschaffung für Spitäler, Kasernen, Kantinen etc., diese Kriterien als Mindeststandards für den Einkauf vorschreibt. Damit sich die Konsumenten bewusst für heimische Lebensmittel, die nach höchsten Standards erzeugt worden sind, entscheiden können, muss deren Herkunft eindeutig und transparent gekennzeichnet sein“, fordert Moosbrugger.

Der Wert der tierischen Produktion beträgt in Österreich rund 3,6 Mrd. Euro, die tierischen Erzeugnisse stellen mit 48% fast die Hälfte der gesamten landwirtschaftlichen Produktion dar.

Bei uns in Österreich nur leichter Stau bei Mastschweinen

Die Schlachtungen und Fleischverarbeitungen laufen momentan auf Hochtouren. Aber alle Überhänge vor Weihnachten kann auch das Christkind nicht abbauen. Die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage fordern die Schlachtunternehmen logistisch besonders. Rekordumsätze im Einzelhandel bei Frischfleisch und Verarbeitungsprodukten verursachen eine Jahresendrallye. Auf Bauerpreisebene findet diese Sogwirkung jedoch keinen Niederschlag, da der Lebendmarkt in mehreren Ländern, insbesondere in Deutschland, mit erheblichen Angebotsüberhängen zu kämpfen hat. Bis zum Jahreswechsel dürfte der Schlachtschweinerückstau in Deutschland die 1.Millionengrenze erreichen.

Bei uns in Österreich zeichnet sich in der ablaufenden Woche ein Allzeithoch bei geschlachteten Schweinen ab. Trotz annähernd 110.000 Stück gelingt es jedoch nicht, dass die angemeldeten Schlachtschweine zur Gänze vor Weihnachten am Schlachthacken hängen. Die Überhänge mit denen man in die letzte Woche des Jahres geht, bleiben jedoch überschaubar. Der Fleischmarkt zeigt sich auf hohen Umsatzniveau ausgeglichen. Engpässe treten so wie alljährlich zu Weihnachten, bei Schweinelungenbraten auf.

In Brasilien gibt es ein Schweinepreishoch wie seit 18 Jahren nicht mehr, und in der USA glaubt man das man im Foodbereich auf Grund der Coronakrise zwei Jahre brauchen wird bis sich die Branche wieder erholen wird.

Schweinepreis-Niveau vor Corona

Lebensmittel werden im LEH teurer – auch Fleisch. Für viele Agrarpreise geht es aber steil nach unten – vor allem für Fleisch, Eier und Kartoffeln. Gleichzeitig steigen die Getreidepreise und auch für Milch bekommen die Bauern etwas mehr Geld. Welchen Einfluss der zweite Lockdown auf die Preise sowohl für Landwirte als auch im LEH hat, ist noch nicht zu erkennen. Beim ersten Lockdown sind Preise im LEH jedenfalls weit nach oben geschossen – während es für die Bauern meist steil nach unten ging.

 ISN fordert Rückkehr auf Schweinepreis-Niveau vor Corona

Die ISN befürchtet, dass der Handel seine Mindestpreis-Angebote schnell wieder einkassiert. Die Bauern sollten jetzt weiter Druck machen, so das Credo aus Damme.

Erst Lidl, jetzt Rewe: Der LEH erhöht die Verkaufspreise für Schweinefleisch und will das Geld an die Bauern weiterleiten. Wieso ist der Handel auf einmal gesprächsbereit?

 Es sind mehrere Dinge, warum der LEH plötzlich Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Zum einen sind es der anhaltende Schweinestau und der Vorwurf, dass der Handel derzeit richtig Marge macht. Zum anderen ist es die Umsetzung der UTP-Richtlinie – also der Richtlinie gegen unfaire Handelspraktiken so Torsten Staack.

Derzeit beobachten wir, dass der Handel versucht, möglichst schnell auf „Business as usual“ umzuschalten. Man will die Lage tatsächlich schnellstmöglich beruhigen und macht deshalb Angebote an die Bauern. Unterstützt wird das Ganze durch großformatige Anzeigen in Tageszeitungen mit dem Tenor „Wir haben verstanden“. Davon sollten sich die Bauern nicht täuschen lassen. Jetzt gilt es, das Thema weiter „zu reiten“, die Bauern müssen am Ball bleiben und den Druck aufrechterhalten.

Corona hat die Bauern 60 Cent pro kg SG gekostet. Müssten Rewe und Co. nicht fairerweise auf dieses Preisniveau zurückgehen? Immerhin sind die Landwirte bereits dadurch unverschuldet in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten!

Genau so muss man das sehen. Die Preissenkungen, die vor ASP bereits durch Corona aufgetreten sind, waren viel größer. Der Preisabsturz auf der Erzeugerseite beträgt seit Anfang der Corona-Pandemie rund 80 Cent je kg Schlachtgewicht. Das Auftreten der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland hat daran einen Anteil von rund 20 Cent. Der Rest – immerhin 60 Cent – ist durch Corona ausgelöste Marktturbulenzen verursacht worden. Damit nicht genug: Die Lebensmitteleinzelhändler haben sogar doppelt von der durch Corona bedingten schwierigen Lage am Fleischmarkt profitiert. Zum einen sind die Erzeuger- und damit die Beschaffungspreise für die Händler dramatisch gefallen, die Verkaufspreise aber sogar gestiegen. Das heißt, die Marge des LEH ist viel größer geworden. Zum anderen sind auch die Verkaufsmengen beim Fleisch im LEH gestiegen, weil der Weg über den Außer-Haus-Verzehr weitgehend weggebrochen ist.